Samstag, 18. Januar 2014

Lukas - Das klügste Pferd


Lukas kann Zahlen benennen und lesen
Schauen Sie selber hier:

Lukas, das klügste Pferd kann lesen, zählen, Mengen erkennen, und allerlei andere Dinge.
Teile 1-5 auf youtube.



Dienstag, 14. Januar 2014

Aufgeregtes Pferd - was nun?



Ein aufgeregtes Pferd erkennen wir an erhöhter Kopfhaltung, weit geöffneten Augen - bis dahin, das Weiße in den Augen zu sehen, ängstliches Verhalten - bis hin zur Flucht, steife Körperhaltung oder angespannte Bewegungen, es achtet nicht auf uns - sondern auf alles andere...

Wie können wir es beruhigen?
In dem wir sein Verhalten so weit wie möglich nicht beachten. Wir wollen hier die Führung übernehmen und wir müssen uns deshalb ruhig und ausgeglichen verhalten. Damit uns das Pferd als sogenanntes "Leittier" anerkennt, können wir deshalb sogenannte Dominanzübungen verlangen, die das Pferd erkennen lassen, dass wir die Führung der momentanen Zweier-Herde beanspruchen und damit auch für seine Sicherheit zuständig sind. Damit ist das Pferd seiner Verantwortung für Gefahren enthoben und kann uns entspannt folgen und sich geborgen fühlen.

Ich fordere die Aufmerksamkeit des Pferdes auf mich dadurch,  dass ich auf die Einhaltung meines persönlichen Freiraumes achte, verlange beachtet zu werden, indem ich den Kopf in meine Richtung einfordere, lasse die Hinterhand weichen, richte Rückwärts, und bestimme den Weg. Aber: alles in einer ruhigen, selbstverständlichen Art, ohne Bestrafung, nur in eindeutiger Körperhaltung, Ausstrahlung und bestimmender Forderung mit Körpersignalen.

So, wie es Pferde untereinander eben auch machen würden. In der Herde kommt es selten zu wirklichem Körperkontakt. Es wird meist nur mit der entsprechenden Körperhaltung angezeigt, oder gedroht. Das reicht aus, um dem anderen Pferd zu signalisieren, ich bin ranghöher, geh mir aus dem Weg, ich beanspruche die Ressourcen, habe Anrecht auf den besten Platz, darf als erste Laufen, usw.
So herrscht Ruhe in der Herde, weil auf die ranghöheren Tiere geachtet wird und die auch die Verantwortung für die Sicherheit der Herde tragen. Ihnen wird gefolgt, wenn Gefahr angezeigt ist. Denn es sind meist die älteren, erfahrenen Tiere, auf deren Urteil man vertraut und sie deshalb respektiert. Bei ihnen bleibt man freiwillig, weil das eigene Leben davon abhängt.

Somit müssen wir uns auch diesen Respekt erst erarbeiten. Das geht nicht mit Zwang oder schmerzenden Strafen, sondern mit der Sorge um den Erhalt der Herde mit allem was dazu gehört und die kompetente Führung in allen Lebenslagen.
Auch das können wir Menschen lernen, indem wir uns bewußt machen, wie Psyche und Verhaltensweise der Pferde funktionieren, und die Kommunikation der Pferde innerhalb der Herde mit ihren Regeln erlernen.





Montag, 13. Januar 2014

Pferd ist aufdringlich beim Longieren? (Text deutsch - englischsprachiges Video)

Ein Pferd soll an der Longe laufen – und stattdessen kommt es immer wieder zu seinem Menschen.

Vielleicht wirkt das aufdringlich. Aber bevor wir versuchen, das Pferd auf Abstand zu bringen, lohnt sich eine andere Frage:

Was versteht das Pferd eigentlich aus unserem Verhalten?

Ein Pferd kann gelernt haben, dass es beim Menschen stehen bleiben darf. Es kann aber ebenso gut Nähe suchen, unsicher sein oder nicht verstanden haben, was wir von ihm möchten.

Auch unser Rückwärtsgehen ist für ein Pferd nicht einfach nur eine Bewegung.

Je nachdem, wie wir uns dabei bewegen und was unsere gesamte Körpersprache ausdrückt, kann unser Rückwärtsgehen eine Einladung sein: Komm zu mir.

Es kann aber auch Unsicherheit vermitteln: Ich weiche dir aus.

Deshalb geht es beim Longieren nicht nur darum, das Pferd auf Abstand zu halten. Unsere eigene Körpersprache muss für das Pferd verständlich sein.

Wir brauchen dafür keine größere Kraft und keinen stärkeren Druck. Wir brauchen Klarheit in unserer eigenen Bewegung und müssen lernen, wahrzunehmen, wie das Pferd darauf reagiert.

Denn bevor ich ein Pferd als „aufdringlich“ bezeichne, kann ich mich fragen:

Was habe ich ihm gerade mit meiner Körpersprache gesagt?

Wir brauchen dafür keine größere Kraft und keinen stärkeren Druck. Wichtiger ist, dass unsere eigene Bewegung für das Pferd verständlich ist und wir wahrnehmen, wie es darauf reagiert.

Wie Pferde auf unsere Körpersprache reagieren und was wir ihnen damit vermitteln, habe ich hier einmal ausführlicher beschrieben.

Ein englischsprachiges Video von Think Like a Horse zeigt eine Möglichkeit, mit einem Pferd umzugehen, das beim Longieren immer wieder zum Menschen kommt.

Unser Verhältnis zum Pferd kann sich verändern

Wenn sich unsere Kommunikation verändert, kann sich auch das Verhalten des Pferdes verändern. Wenn du dir auf diesem Weg Unterstützung wünschst, begleite ich dich gerne – 

vor Ort oder auch online, ich freue mich über deine Nachricht. 
Die Erfahrungen anderer Pferdehalter mit meiner Arbeit findest du in meinen Bewertungen.

Lisa Peters: pferd.24-hs.de