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Mittwoch, 16. September 2026

Dobby und der Tag, an dem ich plötzlich auf ihm saß

Dobby: „Seit wann reitest DU eigentlich auf mir?“

Dobby war ursprünglich gar nicht als mein eigenes Reitpferd zu uns gekommen. Ich hatte ihn geholt, weil ich ein Pferd für eine Reitschülerin suchte.

In den ersten Monaten habe ich ihn ausgebildet, ohne Gebiss und nur mit Körperhilfen sauber zu reagieren, mit der Reitschülerin zusammen und er durfte später gelegentlich auch bei ausgewählten Reitstunden mitmachen. Ich war dabei allerdings sehr konsequent in meiner Rolle: Ich war diejenige, die neben dem Pferd herlief.

Ich half beim Vorbereiten, war bei der Reitstunde dabei und kümmerte mich um alles, was rund um Dobby so anfiel. Aber eines tat ich nicht:

Ich ritt ihn nicht.

Das war auch gar nicht nötig. Dobby machte sich gut, und wir hatten keinen Grund, etwas zu verändern, nur damit ich irgendwann auch einmal auf ihm sitzen konnte.

Eines Tages kam seine frühere Besitzerin zu Besuch. Sie wollte sehen, wie er sich bei uns gemacht hatte, denn dort war er nicht immer kooperativ und war richtig begeistert von ihm.

Irgendwann fragte sie mich:

„Hast du ihn eigentlich auch schon mal geritten?“

„Nein“, sagte ich. „Eigentlich nie.“

Und damit hätte die Sache für mich auch erledigt sein können.

Aber nun kam von ihr die Frage, ob ich mich nicht einfach einmal draufsetzen wollte. Die Reitschülerin, die dabei war und für die Dobby inzwischen eigentlich schon „ihr“ Pferd war, fand die Idee ebenfalls hervorragend.

Also gut.

Ich bereitete Dobby ganz normal für die Reitstunde vor. Alles wie immer. Sattel drauf, Halfter drauf, fertig.

Nur diesmal sollte offenbar etwas ganz Entscheidendes anders werden.

Ich stieg auf.

Und dann drehte Dobby den Kopf zu mir.

Ich werde diesen Blick nie vergessen.

Er sah mich so erstaunt an, als müsste er erst einmal gründlich über die Situation nachdenken.

So ungefähr:

„Moment mal … DU?“

Ich konnte ihm förmlich ansehen, wie er seine bisherigen Erfahrungen mit mir durchging.

Die läuft neben mir.

Die macht bereitet mich vor.

Die hilft meinem Menschen.

Die ist da, wenn ich geritten werde.

Aber … die sitzt doch nicht auf mir!

Und nun saß ich plötzlich oben.

Ich glaube, Dobby musste diesen Regelverstoß erst einmal verarbeiten. 😂

Für mich war dieser Blick herrlich, weil er so deutlich zeigte, dass Pferde durchaus Gewohnheiten entwickeln und sehr genau wissen, wie wir uns ihnen gegenüber normalerweise verhalten.

Dobby kannte mich in einer ganz bestimmten Rolle. Und plötzlich machte ich etwas völlig anderes.

Es war für ihn offenbar nicht einfach nur: Da sitzt jetzt jemand auf mir.

Es war eher:

„Warum sitzt ausgerechnet DIE da oben?“

Und ich fand das ziemlich nachvollziehbar.

Denn natürlich wissen Pferde, wie bestimmte Abläufe normalerweise aussehen. Sie kennen die Menschen, mit denen sie zu tun haben, und sie kennen deren Verhalten. Sie wissen, wer sie führt, wer sie putzt, wer sie reitet, wer neben ihnen läuft und wer welche Dinge mit ihnen macht.

Und wenn plötzlich jemand aus dieser gewohnten Rolle fällt, kann ein Pferd schon einmal ziemlich irritiert schauen.

Dobby hat mir an diesem Tag jedenfalls sehr deutlich mitgeteilt, dass ich meinen angestammten Platz verlassen hatte.

Seinen Blick hätte man beinahe mit einem einzigen Satz übersetzen können:

„Das ist jetzt aber nicht dein Ernst.“ 😂


Lisa Peters: pferd.24-hs.de

Dienstag, 10. Januar 2023

Eingewöhnung eines neuen Pferdes


Oben ist ein besonders aussagefähiger Videoausschnitt von einer Eingewöhnung zu sehen, es betrifft hier Dobby`s Eingewöhnung.
Hier unten noch ein paar weitere Playlists von verschiedenen Pferden bei der Eingewöhung, sie zeigen auch jeweils nur Ausschnitte des ganzen Prozesses:

Nero (Hengst-Jährling) bei der Eingewöhnung in die Jungsgruppe Nero war schon eine Weile angrenzend bei der Gruppe, aber nur mit der Stute zusammen gestanden, weil die großen Jungs das Fohlen nicht gleich bei sich geduldet hatten. Mit rund 2 Jahren ist er dann größtenteils mit den Jungs zusammen gestanden, hat aber immer wieder mal zu seiner Ziehmama gewechselt. Er wurde mit 18 Monaten kastriert, als er anfing Interesse an der Stute zu zeigen.

So machen wir es konkret, obwohl wir natürlich alle Eigenheiten der jeweiligen Pferde in Betracht ziehen:

Ein neues Pferd ist zu uns an den Stall gekommen.
Dafür wird erstmal ein Bereich abgeteilt, damit sich die Tiere beschnuppern können und sicher abgetrennt sind.

Wenn die ersten Anzeichen da sind, dass sie nicht mehr aufgeregt sind und sich beruhigt haben, dürfen sie sich einzeln unter Aufsicht auf einer größeren freien Fläche kennen lernen. Nachdem alle zusammen bekannt sind, nach und nach dann auch mal alle zusammen auf dem Platz waren, darf der Neuling erstmal allein den Auslauf und Stall besichtigen. 

Dann machen wir es wieder so: jeden Tag mal ein anderes Pferd dazu zum gemeinsamen erkunden. Dann schauen wir, wie sie sich benehmen und lassen sie erst stundenweise unter Aufsicht alle zusammen und später dann tagsüber und nur noch nachts abgetrennt. Sollte nach ein paar Tagen alles ruhig bleiben, dürfen sie auch die Nacht zusammen verbringen. 

Es dauerte bisher von 5 Tagen bis zu 6 Monaten, bis ein Pferd ordentlich integriert war. Das sind zwar Ausnahmen, aber alles ist möglich. Das Pferd, das am Längsten brauchte, war sehr futterneidisch, er konnte sich nicht abfinden damit, der Rangniedrigste zu sein, war futterneidisch und hat immer wieder die anderen Pferde an der Heuraufe gebissen. Selbst den Chef hat er böse gebissen. Der war trotzdem aber immer wieder bereit ihn mit fressen zu lassen. 

Der Unruhestifter hat uns zum Glück irgendwann wieder verlassen.

Lisa Peters: pferd.24-hs.de

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Chester und Dobby üben steigen :-)

Das hier sieht wie eine Übung zum Steigen aus ;-)
Hier der Link zum Film bei youtube.de https://youtu.be/2eXxpf8rXEc



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Dienstag, 13. Oktober 2015

Eingewöhnung von Dobby





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