Samstag, 13. Juni 2015

Offenstallproblem: Kein Strom, kein fließendes Wasser. Wie funktioniert eine Selbsttränke im Auslauf?

Jeder Offenstall ohne Strom und ohne fließendes Wasser kennt das Problem.
Wie können wir das lösen? Wir haben einen Vorteil, auf dem Stallgelände gibt es einen Brunnen.
Hier das Resultat:

Die neue Selbsttränke wird gern angenommen. Kein Kübel mehr, der verschmutzt, immer sauberes Wasser.
 Von zwei Seiten her zugänglich, für Stute und Wallache in separaten Abteilen des Auslaufs.
 Am liebsten wird aber gleichzeitig daraus getrunken. Herdenchef und Stute trinken oft zur gleichen Zeit.
 Jeder will seine Nase mit rein stecken und saufen ;-) neben dem Tränkebecken ist ein Durchgang für uns, damit wir nicht immer die Drähte aufhängen müssen um in den Auslauf der Buben zu wechseln.
Wie haben wir das gelöst? 
Die Dachrinne des Stalles füllt den Tränkebehälter während der Regenphasen auf.
Wenn mal kein Regen fällt, füllen wir mit dem Aggregat den Wassertank im Stall auf, schließen einen Schlauch an den Ablaufhahn .... 

... lassen einen Kübel mit Wasser voll laufen und pumpen dann das Wasser mit einer einfachen Schmutzwasser-Gartenpume, die wir dann an das Aggregat anschließen, durch einen Schlauch in den Tank mit dem Tränkebecken. Das dauert zwar etwas, aber die Zeit kann man an einem Stall immer sinnvoll nutzen.

Eine kleine Modifikation: Wir schließen Innentank und Außentank mit einem Schlauch zusammen, der im Prinzip mit Überlauf funktioniert, so müssen wir keine Pumpe anschließen:


Für den Winter werden wir den Tank noch isolieren, damit uns das Wasser nicht einfriert. Auch im Sommer bleibt das Wasser dann kühl und frisch.
Im Winter wird aber dann der Überlauf nicht funktionieren, weil uns das Wasser im Schlauch am Boden sonst einfriert. Hier hoffen wir auf Schneeregen oder Schmelzwasser oder füllen mit Kanistern den Tank voll.

Bei Minusgraden werden uns, wie schon im letzten Jahr, Grabkerzen das Tränkebecken lauffähig halten.

So sieht der Tisch mit der Tränkeschale aus, von beiden Seiten. Einmal zu sehen als Rohbau mit dem Anschlußgestänge an den Tank und darunter die Öffnung für den Wasserstandschlauch, und einmal angeschlossen an den Tank.

Hier jetzt verkleidet. Die Verkleidung der Trinkschale ist wie der Tank innen mit Styropor und zusätzlich mit Alufolie an den Rändern abgedichtet, damit die Grabkerzen den Innenraum gut aufheizen können und nicht zuviel Wärme verloren geht. An der Seite unterhalb der Trinkschale befindet sich eine Klappe, dahinter befinden sich 3 Kerzen. Nicht direkt unter der Schale, sodass diese nicht zu heiß wird. 


Unter dem großen Tank hinter der Klappe befinden sich zwischen den Steinen, die den Tank tragen je 3-4 Kerzen. Das hat bei Minustemperaturen bis - 10 Grad ausgereicht.


 Hier sieht man den Füllstandanzeigeschlauch, an den wir auch den Überlaufschlauch zum Innentank anschließen um den Außentank wieder zu füllen. Wir binden ihn so hoch, wie der Tank an Füllmenge gebrauchen kann, der Rest soll überfließen um nicht nach innen auszulaufen.

Hier noch das Video dazu:



Besuchen Sie auch unsere Website: www.pferde.24-hs.de