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Sonntag, 13. Februar 2022

Pferdehaltung - Was braucht ein Pferd



Wer sich mit dem Gedanken trägt, ein Pferd anzuschaffen, hat es leicht. Man kauft sich ein Pferd und stellt es als Einsteller in einen Pensionsstall. Dort wird es bestens versorgt.

So dachte ich auch einmal. Bis ich mit der Zeit erfahren musste, dass dem leider nicht so ist.

In einem Stall fehlte dies, im anderen das. Meine Pferde mussten teils enorm leiden unter der Ignoranz der Stallbesitzer. Ich mochte meine Pferde nicht mehr irgendwo abstellen, sondern suchte mir dann einen eigenen Stall. Seit 3 Jahren stehen meine Pferde nun auch direkt am Haus. Es ist so schön, die eigenen Pferde immer um sich zu haben und sie mit allem zu versorgen was sie brauchen, sei es auch noch so unterschiedlich für das ein oder andere Tier.

Aber was brauchen Pferde denn überhaupt?
Ich habe für meine Leser ein paar sehr aufschlußreiche Links zusammen gestellt, damit nun dieser Artikel nicht endlos lang wird.

Einmal gibt es  Leitlinien zur Pferdehaltung, ein PDF zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten vom 9. Juni 2009 , in denen sehr genau beschrieben steht, was Pferde brauchen.

Dann gesetzliche Grundlagen zur Haltung von Pferden in verschiedenen Haltungsformen.



Sehr wichtig ist auch: Wieviel Heu braucht ein Pferd? Ich hab die Erfahrung gemacht, dass die Empfehlung von 1.5 kg pro 100 kg Pferdegewicht bei meinen nicht ausreicht. Ich brauche mindestens 2 kg bis 2.5 kg. Meine Pferde sind auch sehr bewegungsfreudig im großen Offenstall.

Haltungsform hat drastische Auswirkungen auf den Tagesablauf unserer Pferde



Was ich ganz toll finde und das sollte es in Deutschland auch bald geben: 
Als eines der ersten Länder weltweit führt Frankreich eine Art „Pferdeführerschein“ für Pferdebesitzer ein – sprich: einen gesetzlich vorgeschriebenen Wissens- bzw. Sachkundenachweis, der zur Haltung eines Pferdes befähigen und berechtigen soll.

Jetzt wünsche ich viel Spaß beim Stöbern und dann auch bald mit den eigenen Pferden im eigenen Stall.



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Samstag, 13. Juni 2015

Offenstallproblem: Kein Strom, kein fließendes Wasser. Wie funktioniert eine Selbsttränke im Auslauf? Tränke frostfrei

Jeder Offenstall ohne Strom und ohne fließendes Wasser kennt das Problem.
Wie können wir das lösen? Wir haben einen Vorteil, auf dem Stallgelände gibt es einen Brunnen.
Hier das Resultat:

Die neue Selbsttränke wird gern angenommen. Kein Kübel mehr, der verschmutzt, immer sauberes Wasser.
 Von zwei Seiten her zugänglich, für Stute und Wallache in separaten Abteilen des Auslaufs.
 Am liebsten wird aber gleichzeitig daraus getrunken. Herdenchef und Stute trinken oft zur gleichen Zeit.
 Jeder will seine Nase mit rein stecken und saufen ;-) neben dem Tränkebecken ist ein Durchgang für uns, damit wir nicht immer die Drähte aufhängen müssen um in den Auslauf der Buben zu wechseln.
Wie haben wir das gelöst? 
Die Dachrinne des Stalles füllt den Tränkebehälter während der Regenphasen auf.
Wenn mal kein Regen fällt, füllen wir mit dem Aggregat den Wassertank im Stall auf, schließen einen Schlauch an den Ablaufhahn .... 

... lassen einen Kübel mit Wasser voll laufen und pumpen dann das Wasser mit einer einfachen Schmutzwasser-Gartenpume, die wir dann an das Aggregat anschließen, durch einen Schlauch in den Tank mit dem Tränkebecken. Das dauert zwar etwas, aber die Zeit kann man an einem Stall immer sinnvoll nutzen.

Eine kleine Modifikation: Wir schließen Innentank und Außentank mit einem Schlauch zusammen, der im Prinzip mit Überlauf funktioniert, so müssen wir keine Pumpe anschließen:


Für den Winter werden wir den Tank noch isolieren, damit uns das Wasser nicht einfriert. Auch im Sommer bleibt das Wasser dann kühl und frisch.
Im Winter wird aber dann der Überlauf nicht funktionieren, weil uns das Wasser im Schlauch am Boden sonst einfriert. Hier hoffen wir auf Schneeregen oder Schmelzwasser oder füllen mit Kanistern den Tank voll.

Bei Minusgraden werden uns, wie schon im letzten Jahr, Grabkerzen das Tränkebecken lauffähig halten.

So sieht der Tisch mit der Tränkeschale aus, von beiden Seiten. Einmal zu sehen als Rohbau mit dem Anschlußgestänge an den Tank und darunter die Öffnung für den Wasserstandschlauch, und einmal angeschlossen an den Tank.

Hier jetzt verkleidet. Die Verkleidung der Trinkschale ist wie der Tank innen mit Styropor und zusätzlich mit Alufolie an den Rändern abgedichtet, damit die Grabkerzen den Innenraum gut aufheizen können und nicht zuviel Wärme verloren geht. An der Seite unterhalb der Trinkschale befindet sich eine Klappe, dahinter befinden sich 3 Kerzen. Nicht direkt unter der Schale, sodass diese nicht zu heiß wird. 


Unter dem großen Tank hinter der Klappe befinden sich zwischen den Steinen, die den Tank tragen je 3-4 Kerzen. Das hat bei Minustemperaturen bis - 10 Grad ausgereicht.


 Hier sieht man den Füllstandanzeigeschlauch, an den wir auch den Überlaufschlauch zum Innentank anschließen um den Außentank wieder zu füllen. Wir binden ihn so hoch, wie der Tank an Füllmenge gebrauchen kann, der Rest soll überfließen um nicht nach innen auszulaufen.

Hier noch ein Kurz - Video dazu:


Ausführliches Video dazu:



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Dienstag, 30. Dezember 2014

Frostfreie Tränke im Winter auf dem Paddock - Selbstgemacht - geringe Kosten






Eine einfache, frostfreie Tränke auf dem Paddock.

Ein Schubladenschrank aus Blech, bei Ikea für rund 30 Euro zu haben, mit Blechschubladen steht quer auf einer festen Unterlage. In die Schubladen, die nun hochkant stehen, haben wir je 2 Grabkerzen gestellt. Darüber eine Gitterbox und darin eine Plastikwanne. Wir haben zwischen Gitterbox und Wanne an den Seiten noch mit Pappe isolliert, diese steht nicht so weit über, dass die Pferde dran knabbern könnten. Somit geht die Wärme von unten nicht verloren.

An einer Ecke der Konstruktion wo es besonders windig ist, haben wir noch einen Windschutz auf gestellt.
Alles ist fest gebunden an einem Pfahl, um die Wanne gegen Umrennen oder Umwerfen zu schützen.
Die Schubladen sind mit einer Querleiste festgebunden an der Gitterbox, damit sie nicht aufgezogen werden können.

Wir hatten fast eisfreies Wasser, im 60 Liter-Kübel, bei fast Minus 7 Grad. Paar Eisschichten waren oben drauf, aber die waren sehr dünn, die Pferde konnten sie aufdrücken. Bei mehr Minusgraden müssen dann wohl etwas mehr Kerzen rein...
Heute habe ich zu den halb abgebrannten Kerzen je zwei neue gestellt, falls die ersten ausgehen, brennen die Neuen noch weiter ...

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