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Montag, 14. September 2026

Pferde verstehen – Bücher, Menschen und weiterführende Informationen


Chester frei neben mir – und doch liegen zwischen diesen beiden Bildern Welten.
Auf dem ersten Bild ist seine Unruhe deutlich zu erkennen. Auf dem zweiten ist er nach einer klaren, für ihn verständlichen Kommunikation sichtbar entspannt. Für mich zeigt sich darin sehr schön, was sich durch das Verständnis für das Pferd verändern kann.

Auf meinem Weg mit Pferden habe ich sehr viele Menschen, Bücher, Filme und unterschiedliche Ansätze kennengelernt.

Manches hat mich nur für eine gewisse Zeit begleitet. Manches hat meine Sicht auf Pferde nachhaltig verändert. Und manches habe ich zunächst auf eine bestimmte Weise verstanden und sehe es heute, mit meinen Erfahrungen, etwas anders.

Ich glaube deshalb nicht, dass man irgendwann eine Methode gefunden hat und damit alles weiß.

Für mich gehört zum Verständnis von Pferden auch, neugierig zu bleiben, zu beobachten, Fragen zu stellen und immer wieder zu überprüfen, ob das, was wir tun, tatsächlich zu dem Pferd vor uns passt.

Die folgenden Empfehlungen sind deshalb keine Sammlung von „richtigen“ und „falschen“ Methoden. Es sind Menschen und Quellen, die mich auf meinem Weg begleitet, mir wichtige Impulse gegeben oder meinen Blick auf Pferde erweitert haben.

Vielleicht ist auch für dich etwas dabei, das dich weiterführt.

Gertrud Pysall – Das Geheimnis der Pferdesprache

Eine der wichtigsten Grundlagen meiner eigenen Arbeit ist für mich die Beschäftigung mit der Pferdesprache.

Besonders geprägt hat mich dabei Gertrud Pysall mit ihrem Buch „Das Geheimnis der Pferdesprache“. 

Für mich liegt die große Bedeutung ihrer Arbeit darin, dass sie den Blick darauf lenkt, was das Pferd eigentlich mitteilt. Nicht nur: Was soll das Pferd tun? Sondern: Was sagt mir sein Verhalten? Was versucht es mir zu zeigen?

Vieles von dem, was ich heute unter Pferdekommunikation verstehe, hat hier einen wichtigen Ausgangspunkt.

Gerade deshalb möchte ich dieses Buch jedem empfehlen, der beginnen möchte, Pferde nicht nur zu beobachten, sondern ihre Kommunikation wirklich verstehen zu lernen.

K. F. Hempfling – ein wichtiger Teil meines Weges

K. F. Hempfling hat mir auf meinem Weg mit Pferden sehr viel gegeben.

Seine Beschäftigung mit der Körpersprache des Menschen, mit der Wirkung unserer Haltung und Bewegung und mit der Beziehung zwischen Mensch und Pferd hat meinen Blick auf Pferde wesentlich geprägt.

Vieles von dem, was ich damals gelernt habe, begleitet mich bis heute.

Für mich war dabei besonders wichtig zu verstehen, dass Kommunikation nicht erst dann beginnt, wenn wir bewusst ein bestimmtes Signal geben. Wir kommunizieren mit unserem ganzen Körper – durch unsere Haltung, unsere Bewegung, unsere innere Ausrichtung und durch die Art, wie wir uns dem Pferd gegenüber verhalten.

Diese Erkenntnis hat meinen eigenen Umgang mit Pferden nachhaltig beeinflusst.

K. F. Hempfling gehört deshalb eindeutig zu den Menschen, die meinen Weg geprägt haben.

H.-J. Neuhauser – Körpersprache wirklich lesen lernen

Auch H.-J. Neuhauser hat mir sehr viel gegeben.

Von ihm habe ich vor allem besonders viel über die eigene Körpersprache gelernt und wie das Pferd darauf reagiert. Dabei ging es für mich nicht nur darum, einzelne Zeichen zu erkennen, sondern darum, genauer hinzusehen.

Gerade diese genaue Beobachtung ist für meine heutige Arbeit sehr wichtig.

Denn ein Pferd und auch der Mensch kommuniziert nicht nur mit einem einzelnen Zeichen. Sein Körper erzählt ständig etwas – und oft liegt die eigentliche Information gerade in den kleinen Veränderungen.

Die Beschäftigung mit seiner Arbeit hat mir geholfen, die Körpersprache genauer wahrzunehmen und bewusster darauf zu achten, was zwischen Mensch und Pferd tatsächlich geschieht.

Timo Ameruoso – Pferdepsychologie und ein Stück Weg weiter mit Chester

Timo Ameruoso ist Pferdepsychologe. Mit seiner Arbeit und seiner Methode habe ich mich intensiv beschäftigt – besonders das autodynamische Reflexionsprinzip® und der damit verbundene Mehrwert für das Pferd hat für mich eine ganz besondere Bedeutung bekommen. 

Seine Methode hat mir letztendlich den Zugang zu Chester viel tiefer eröffnet.

Das Interessante daran ist: Es war für mich gar nicht etwas völlig Neues. Vieles von dem, was ich bei Chester mit der Arbeit von Gertrud Pysall bereits erreicht hatte, ging in eine ähnliche Richtung. Ich hatte damals gelernt, Chester besser zu verstehen und konnte dadurch einen Zugang zu ihm finden.

Irgendwann dachte ich jedoch, wenn etwas einmal geklärt und „gerichtet“ ist, müsste es auch dauerhaft so bleiben. Ich habe deshalb manches nicht weiter verfolgt und unterschätzt, wie viel bei Chester noch verborgen war.

Durch die Arbeit mit der Methode von Timo Ameruoso konnte ich dort wieder anknüpfen. Sie gibt mir einen systematischen Weg an die Hand, mit Chester an den Dingen weiterzuarbeiten, die noch in ihm stecken – und dabei genau das aufzugreifen, was bei ihm schon immer funktioniert hat.

Für mich ist das eine wichtige Verbindung:

Gertrud Pysall hat mir geholfen, besser zu verstehen, was das Pferd sagt und wie ich mit ihm in seiner Sprache kommunizieren kann.
Timo Ameruoso hat mir einen systematischen Weg gegeben, mit diesem Verständnis weiterzuarbeiten und dem Pferd zu helfen, sich selbst von tief verborgenen, belastenden Ereignissen zu lösen. 

Deshalb ist die Arbeit von Timo Ameruoso für mich eine ganz klare Empfehlung.

Tristan Tucker – TRT Method

Die TRT Method von Tristan Tucker beschäftigt sich damit, warum Pferde in bestimmten Situationen reagieren und wie man ihnen helfen kann, damit besser umzugehen.

Ein wesentlicher Gedanke dabei ist, das Pferd nicht einfach dazu zu bringen, ein unerwünschtes Verhalten abzustellen, sondern ihm zu helfen, sich in den verschiedensten Situationen selbst zu regulieren und dadurch mit schwierigen Situationen zunehmend besser zurechtzukommen.

Dieser Gedanke gefällt mir sehr.

Denn auch hier geht es nicht nur darum, ein sichtbares Verhalten zu verändern. Es geht darum, das Pferd hinter diesem Verhalten zu sehen.

Sylvia Czarnecki – Lernen und positive Verstärkung

Mit der Arbeit von Sylvia Czarnecki habe ich vieles entdeckt, was mir gefällt.

Besonders die Beschäftigung mit dem Lernen der Pferde, mit positiver Verstärkung und damit, wie Pferde Zusammenhänge lernen, fand ich interessant.

Gleichzeitig habe ich mit ihren Ansätzen bei meinen eigenen Pferden unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

Bei Tafi konnte ich beispielsweise mit einem Belohnungston arbeiten. Sie wusste, dass auf diesen Ton ein Stück Futter folgte, und ich konnte damit bestimmte Dinge aufbauen, ohne dass sie dabei für mich sichtbar gestresst wirkte.

Bei Chester war das ganz anders. Auf die Aussicht auf eine Belohnung reagierte er eher mit Stress. Damals konnte ich mir das nicht wirklich erklären.

Durch die Beschäftigung mit der Pferdepsychologie bei Timo Ameruoso habe ich später eine Erklärung dafür gefunden, die ich bei Chester sehr gut nachvollziehen kann: Wenn Futter vom Menschen zugeteilt wird, kann beim Pferd eine Art Gefühl von Futterverknappung entstehen. Es weiß nicht, wann und wo die nächste Ressource kommt, und kann dadurch in eine Erwartungshaltung und Anspannung geraten.

Das passt für mich auch zu dem, was wir über die natürliche Lebensweise von Pferden wissen. In einer natürlichen Herde wird Futter nicht von einem Menschen portioniert und nach einem bestimmten Verhalten zugeteilt. Pferde verbringen normalerweise einen großen Teil ihrer Zeit mit der Suche und Aufnahme von Nahrung.

Bei Tafi habe ich diese Zusammenhänge damals noch nicht gesehen. Ich kann deshalb heute nicht sagen, ob sie tatsächlich völlig entspannt war oder ob ich bestimmte Stresssignale einfach noch nicht erkannt habe. Die Stressmarker, auf die ich später durch Ameruoso aufmerksam wurde, kannte ich zu dieser Zeit noch gar nicht.

Deshalb würde ich das Clickertraining heute anders einsetzen als damals.

Einige Elemente aus der Arbeit von Sylvia Czarnecki finde ich weiterhin sehr interessant und hilfreich. Mit Futter als Belohnung würde ich persönlich heute allerdings nicht mehr arbeiten.

Ihre Arbeit hat mir trotzdem wichtige Impulse gegeben und meinen Blick auf Lernprozesse beim Pferd erweitert.

Trust Technique

Die Trust Technique beschäftigt sich mit Ruhe, Vertrauen und auch dem Umgang mit Stress beim Pferd.

DIE TRUST-METHODE: Der achtsame Ansatz, der Menschen genauso hilft wie dem Tier. Angst in Vertrauen verwandeln, Distanz in Kommunikation und Training in eine wunderbare Zusammenarbeit verwandeln.

Ich finde diesen Ansatz sehr wertvoll, weil er einen Gedanken in den Mittelpunkt stellt, der für mich ebenfalls eine große Bedeutung hat:

Ein Pferd muss nicht einfach funktionieren. Es darf lernen, sich sicher zu fühlen und mit Situationen besser umzugehen.

Ruhe ist dabei nicht einfach das Fehlen von Bewegung. Sie entsteht aus einem Gefühl von Sicherheit und Vertrauen.

Die Kurse sind in englischer Sprache angeboten, die meisten davon sind aber mit deutschen Untertiteln versehen.

Chi Horsing – ein Ansatz, der mich weiterhin interessiert

Auch Chi Horsing finde ich nach wie vor interessant.

Die Beschäftigung mit feiner Kommunikation, Körperwahrnehmung und der Wirkung unserer eigenen Bewegung auf das Pferd spricht einen Bereich an, der für mich bis heute wichtig ist.

Mich interessiert dabei besonders die Frage, wie wenig wir manchmal tatsächlich tun müssen, wenn wir lernen, unsere eigene Körpersprache bewusster einzusetzen und die Reaktionen des Pferdes genau wahrzunehmen.

Für mich ist Chi Horsing deshalb weniger etwas, das man einfach als Methode übernehmen muss. Es ist vielmehr ein Ansatz, der dazu anregen kann, die eigene Wahrnehmung zu verfeinern und sich mit der Kommunikation zwischen Mensch und Pferd auseinanderzusetzen.

Gerd Heuschmann – Biomechanik des Pferdes

Wer sich intensiver mit der körperlichen Seite des Pferdes beschäftigen möchte, findet bei Dr. med. vet. Gerd Heuschmann interessante Informationen rund um Biomechanik und die Auswirkungen unseres Umgangs mit dem Pferd.

Für mich gehört auch dieses Wissen zum Verständnis eines Pferdes.

Denn Verhalten lässt sich nicht immer von seinem Körper trennen.

Wenn ein Pferd sich anders bewegt, sich einer Bewegung entzieht oder bestimmte Dinge nicht tun möchte, lohnt es sich deshalb immer auch, die körperliche Seite mitzudenken.

DIfHO und Hufbearbeitung

Mit Hufbearbeitung, Naturhuf und Huforthopädie habe ich mich ebenfalls intensiv beschäftigt.

Dabei bin ich unter anderem auf das DIfHO und auf HGM Trimming gestoßen.

Gerade HGM Trimming möchte ich hier nicht einfach unerwähnt lassen, denn ich habe selbst gute Erfahrungen für Fjölvi damit gemacht. Bei Tafi war es eher die DIIfHO Orthopädie.

Die ursprünglichen Seiten, über die ich mich damals informiert habe, sind heute allerdings nicht mehr so leicht auffindbar. Deshalb möchte ich hier lieber keinen beliebigen oder kritischen Beitrag verlinken und ihn damit als offizielle Informationsquelle darstellen.

Dai-Shodan

Auch die Arbeit von Dai-Shodan zum Thema Pferdetraining, Schrittbewegung, Muskulatur, Stoffwechsel und Haltung finde ich interessant.

Gerade die Verbindung zwischen Bewegung, körperlichen Voraussetzungen und Haltung ist ein Bereich, in dem es sich lohnt, genauer hinzusehen.

Für mich gehört auch das zu einem umfassenderen Verständnis des Pferdes: Nicht nur seine Kommunikation und sein Verhalten sind wichtig, sondern auch die körperlichen Voraussetzungen, unter denen dieses Verhalten entsteht.

EquiVetInfo

Für Informationen zu Erkrankungen und verschiedenen gesundheitlichen Themen rund ums Pferd habe ich mich auch mit EquiVetInfo beschäftigt.

Ich finde es wichtig, sich auch mit der gesundheitlichen Seite des Pferdes auseinanderzusetzen. Denn wenn wir das Verhalten eines Pferdes verstehen wollen, dürfen wir seinen körperlichen Zustand nicht ausklammern.

Solche Quellen ersetzen natürlich keine tierärztliche Untersuchung. Sie können aber dabei helfen, sich Wissen anzueignen, Zusammenhänge zu erkennen und bei bestimmten Fragen überhaupt erst die richtigen Fragen zu stellen.

Filme und besondere Beispiele

Neben Büchern und Trainern haben mich auch Filme und einzelne Videos begleitet.

Ein Beispiel ist der Dokumentarfilm auf youtube.de „Der Weg des Pferdes“. Er beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen Mensch und Pferd und kann einen ganz anderen Blick darauf eröffnen, was zwischen Mensch und Pferd möglich sein kann.

Manchmal reicht es schon, etwas zu sehen und sich zu fragen:

Was sehe ich hier eigentlich?
Was macht dieses Pferd?
Wie wirkt der Mensch auf mich?
Und warum funktioniert diese Verbindung möglicherweise?

Genau solche Fragen können den eigenen Blick verändern.

Und dann gibt es noch meine eigenen Erfahrungen

Alles, was ich gelesen, gesehen und gelernt habe, ist natürlich nur ein Teil meines Weges.

Das andere sind die Pferde selbst.

Tafi, Chester, Fjölvi und Nero waren für mich auf ihre ganz eigene Weise Lehrmeister.

Sie haben mir immer wieder gezeigt, dass Wissen allein nicht genügt.

Man kann sehr viel über Pferde wissen und trotzdem einen Moment übersehen, in dem das eigene Pferd gerade etwas anderes erzählt.

Deshalb ist für mich das Beobachten so wichtig geworden.

Nicht nur:

„Wie bekomme ich dieses Verhalten weg?“

Sondern:

„Warum macht mein Pferd das gerade?“

Und noch wichtiger:

„Was verändert sich, wenn ich selbst etwas verändere?“

Vielleicht ist genau das der Punkt, an dem aus Wissen langsam Verstehen wird.

Wenn du weiter in dieses Thema eintauchen möchtest

Wenn du sehen möchtest, wie solche Gedanken nicht nur in Büchern und Methoden vorkommen, sondern mitten im Alltag mit Pferden, möchte ich dir noch eine Geschichte aus meinem eigenen Blog ans Herz legen.

In „Wenn Pferde sich entschuldigen – eine Lektion von Fjölvi, Chester und Nero“ erzähle ich von Situationen, in denen ich beobachten durfte, wie Pferde miteinander umgehen, Konflikte lösen und wieder Verbindung aufnehmen.

Gerade solche Erlebnisse haben meinen Blick auf Pferde immer wieder verändert.

Denn manchmal müssen wir Menschen nicht lehren.

Manchmal sind wir diejenigen, die lernen dürfen.


Transparenzhinweis: Der Link zum Buch von

Gertrud Pysall – Das Geheimnis der Pferdesprache

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Lisa Peters: pferd.24-hs.de

Donnerstag, 9. Juli 2026

Wenn Pferde sich entschuldigen – eine Lektion von Fjölvi, Chester und Nero




Momente, in denen man für einen Augenblick einen Einblick in eine Welt bekommt, die uns Menschen oft verborgen bleibt. Auch wenn ich diese Geschichten schon einmal erzählt habe, möchte ich das gerne noch einmal aufgreifen unter einem anderen Blickwinkel.

Manchmal wünsche ich mir, ich hätte in genau diesen Augenblicken eine Kamera in der Hand. Aber meistens ist es anders: Man steht einfach nur da, tief berührt von dem, was man gerade sieht.

So ging es mir mit Fjölvi und Chester.

Zwei junge Pferde, die Freunde fürs Leben wurden

Chester bekam damals einen Kumpel.

Er war erst vier oder fünf Jahre alt und musste nicht länger nur mit der alten Stute zusammenstehen. Er war voller Energie, verspielt und brauchte einen Freund, der mit ihm herumtoben konnte.

Fjölvi war erst seit knapp drei Monaten bei uns.

Von Anfang an waren die beiden unzertrennlich.

Sie standen zusammen, ruhten zusammen, lagen zusammen, fraßen zusammen, tranken zusammen, gingen gemeinsam zum Äppeln und natürlich spielten sie zusammen. Wenn einer ging, rief der andere ihm hinterher.

Es sah aus, als hätten sich zwei gefunden.

Und wenn sie auf dem Platz toben durften, dann waren sie besonders ausgelassen. Pferdespiel ist nicht immer sanft und vorsichtig, wie wir Menschen es vielleicht erwarten würden. Es ist wild, kraftvoll und manchmal ziemlich deftig.

Aber es ist auch Kommunikation.

Ein Unfall und ein außergewöhnliches Ritual

Eines Tages passierte es.

Fjölvi traf Chester nahe am Auge. Ob mit einem Biss oder einem Schlag, hatte ich nicht gesehen.

Chester quietschte auf und sprang buckelnd davon.

Nicht unbedingt vor Schmerz – sondern wohl eher aus Empörung darüber, dass Fjölvi sich so etwas erlaubt hatte.

Pferde sind Beutetiere. Die Natur hat ihnen nicht gegeben, vor Schmerz laut zu schreien und damit Raubtiere anzulocken. Wer das bezweifelt, sollte bedenken, dass selbst schwere Verletzungen wie ein gebrochenes Bein oder eine Kolik nicht automatisch zu einem Schmerzlaut führen.

Chester war also nicht „jammernd“ davongelaufen.

Er war beleidigt.

Und das kannte ich von ihm. Wenn Fjölvi einmal die Oberhand hatte, obwohl Chester als Chef der Herde eigentlich der Stärkere und Erfahrenere war, dann konnte Chester schon einmal quietschend und buckelnd davon stürmen.

Zufällig sah ich später, dass Chester tatsächlich eine kleine Verletzung hatte: eine winzige Hautabschürfung unterhalb des Auges. Nicht einmal Blut lief.

Ich hätte die Stelle behandeln können, aber es gab nichts, was behandelt werden musste.

Dann sah ich Fjölvi.

Er stand in der Mitte des Platzes.

Und plötzlich ging Chester langsam auf ihn zu.

Diesmal wich Fjölvi nicht zurück. Er begrüßte Chester sogar mit einem Hufscharren.

Chester blieb vor ihm stehen.

Und dann begann etwas, das ich vorher noch nie gesehen hatte.

Die Sprache der Pferde

Die beiden gähnten sich gegenseitig an.

Immer wieder.

Sie leckten sich über die Lippen, beschnupperten ihre Nasen.

Dann begann Fjölvi, Chester ganz vorsichtig mit seinen Nüstern zu berühren.

Chester erwiderte diese sanften Berührungen.

Und dann geschah etwas, das mich tief berührte:

Fjölvi begann, Chesters Wunde zu lecken.

Immer wieder leckte er über sein Gesicht.

Ich weiß nicht mehr, wie lange ich schon zugeschaut hatte. Ich stand einfach nur da und beobachtete diese beiden jungen Pferde.

Natürlich hatte ich in diesem Moment keine Kamera bereit.

Oder besser gesagt: Man denkt in solchen Augenblicken gar nicht daran.

Aber dann fiel mir ein, dass ich mein Handy dabei hatte.

Der intensivste Moment des Leckens war zwar schon vorbei, aber ihr gegenseitiges liebevolles Beknabbern dauerte noch an.

Und genau das sieht man auch im Youtubevideo, den Link dazu habe ich eingefügt:

Wer die beiden kennt, weiß, dass dieses Spiel normalerweise viel wilder aussieht.

Aber diesmal war etwas anders.

Es war, als würden sie sich gegenseitig versichern:

„Ich wollte dir nicht weh tun.“

„Ich weiß.“

„Wir sind trotzdem Freunde.“

Tiere haben eine Seele voller Zwischentöne

Wir Menschen müssen Tieren ein vielschichtiges Gefühlsleben zugestehen.

Nicht, indem wir ihnen menschliche Gedanken überstülpen.

Sondern indem wir anerkennen, dass sie Beziehungen leben, Gefühle zeigen und soziale Bindungen pflegen – auf ihre eigene Art.

Pferde können nicht mit Worten sagen, dass etwas ein Versehen war.

Aber sie haben andere Möglichkeiten.

Sie können Nähe suchen.

Sie können beruhigen.

Sie können wieder Verbindung herstellen.

Und manchmal können sie uns zeigen, wie wenig nachtragend und wie ehrlich Beziehungen sein können.

Einige Jahre später: Nero

Einige Jahre später kam Nero zu uns.

Er kam mit sechs Monaten direkt vom Schlachter in unsere kleine Herde.

Ein großes Schlitzohr.

Später wurde aus ihm ein 3,5-jähriger Noriker – ein beeindruckendes Pferd, groß, kräftig und schwer.

Aber gleichzeitig unglaublich klug, liebevoll und sensibel.

Auch Nero zeigte mir, wie fein die Kommunikation der Pferde ist.

Nach Tagen mit viel Regen waren die Böden aufgeweicht. Die Pferde standen aus verschiedenen Gründen jeweils zu zweit in großzügigen Unterständen mit Paddock und konnten den großen Trail und die Weiden gerade nicht gemeinsam nutzen.

Eines Tages passierte es:

Beim Abäppeln blieb die Gittertür zu Neros Auslauf nur angelehnt.

Nero bemerkte das sofort.

Er schob sie auf und marschierte direkt zum Eingang des Trails.

Dort wartete er.

Natürlich hatten Chester und Fjölvi nebenan längst bemerkt, was los war, und standen ebenfalls am Tor.

Ich konnte es nicht übers Herz bringen, sie alle wieder zurück zu schicken.

Nach den vielen Regentagen auf dem kleineren Paddock wollte ich ihnen die Freude gönnen.

Also öffnete ich das Tor.

Und dann explodierte die aufgestaute Energie.

Chester und Fjölvi galoppierten los. Den ganzen Trail entlang, auf die Weiden, wieder zurück, hin und her.

Sie hörten gar nicht mehr auf, sich zu freuen.

Und Nero?

Nero machte Bocksprünge, galoppierte hin und her und buckelte voller Lebensfreude.

Seine Ziehmama Tafi wurde natürlich ebenfalls angesteckt.

Zum Glück hielt der Boden und keines der Pferde rutschte aus.

Eine kleine Lektion von einem großen Pferd

Irgendwann wollte ich Ruhe hineinbringen.

Ich holte die Futterschüsseln – denn bei der kleinen Portion Mineralfutter werden schließlich alle wieder ganz vernünftig.

Als ich quer durch den Auslauf laufen wollte, kam Nero plötzlich um die Ecke galoppiert.

Ich sprang zur Seite.

Er drehte um und wollte wieder loslaufen.

Als er an mir vorbeikam, hob er sein Bein in meine Richtung.

Eine Drohung.

Ich weiß, dass Nero und jedes andere Pferd sehr genau treffen könnten, wenn sie es wirklich wollten.

Aber in diesem Moment machte es mich wütend.

Ich war selbst angespannt. Ich wollte die Situation kontrollieren und Ruhe schaffen – und natürlich hilft eigene Aufregung dabei nicht gerade.

Nachdem alle wieder zufrieden fraßen und alle Tore geschlossen waren, blieb ich trotzdem innerlich angespannt.

Ich lehnte mich an den Zaun und dachte darüber nach.

War das wirklich ernst gemeint gewesen?

Oder hatte Nero mein Herumspringen vielleicht als Spielaufforderung verstanden?

Denn Pferde unterscheiden sehr genau zwischen Ernst und Spiel. Und er hätte mich treffen können, wenn er wirklich gewollt hätte.

Während ich noch darüber nachdachte, kam dieses große Pferd plötzlich zu mir.

Meine Wuchtbrumme.

Mein kleines Mammutbaby.

Er gähnte mich an.

Und dann leckte er mir die Hände.

Ich kenne dieses Verhalten aus der Pferdeherde.

Wenn ein Pferd ein anderes versehentlich getroffen hat, wenn eine Situation zu heftig geworden ist, dann gehen sie oft wieder aufeinander zu. Sie gähnen, lecken, suchen Kontakt. Genau wie Fjölvi und Chester ein paar Jahre zuvor.

Eine Botschaft ohne Worte:

„Es war nicht böse gemeint.“

„Wir sind wieder gut.“

Und in diesem Moment löste sich meine ganze Wut auf.

Nero erinnerte mich daran, dass auch wir Menschen manchmal einen Moment brauchen, um wieder zuzuhören.

Eine Herde ist mehr als eine Gruppe von Pferden

Je länger ich Pferde beobachte, desto mehr habe ich den Eindruck, dass wir ihre sozialen Beziehungen oft unterschätzen.

Eine Herde ist für mich weit mehr als eine Ansammlung einzelner Pferde.

Sie ist ein soziales Gefüge.

Jedes Pferd ist ein Individuum.

Jedes übernimmt seine Rolle.

Es gibt enge Freundschaften, gegenseitige Rücksichtnahme, kleine Konflikte, gemeinsames Spiel und immer wieder Momente, in denen Beziehungen gefestigt werden.

Das bedeutet nicht, dass in einer Herde ständig Harmonie herrscht.

Im Gegenteil.

Gerade weil Spannungen ganz normal sind, braucht es offenbar auch Möglichkeiten, sie wieder aufzulösen.

Vielleicht gehören genau solche kleinen Gesten dazu.


Was wir heute oft nicht mehr sehen

Vielleicht beschäftigt mich dieses Thema auch deshalb so sehr, weil viele unserer Hauspferde gar nicht mehr die Möglichkeit haben, über Jahre in stabilen sozialen Gruppen zu leben.

Beziehungen entstehen dort unter ganz anderen Bedingungen.

Gruppen werden verändert.

Pferde werden getrennt.

Manche verbringen einen großen Teil ihres Lebens allein in einer Box und haben nur begrenzten Kontakt zu Artgenossen.

Umso wertvoller erscheinen mir die Momente, in denen wir Pferde in einem gewachsenen Herdenverband beobachten können.

Dort zeigen sie uns oft Dinge, die wir kaum wahrnehmen würden, wenn wir nur auf einzelne Verhaltensweisen achten.


Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Sprache der Pferde

Vielleicht besteht Pferdesprache nicht nur aus Ohrenstellung, Schweifhaltung oder Mimik.

Vielleicht zeigt sie sich auch in den kleinen Gesten, mit denen Beziehungen gepflegt werden.

Nicht weil wir genau wissen, was sie bedeuten.

Sondern weil wir erleben dürfen, was sie bewirken.

Nero und Fjölvi haben mich gelehrt, genauer hinzusehen.

Nicht nach schnellen Antworten zu suchen.

Sondern Zusammenhänge wahrzunehmen.

Denn manchmal erzählt nicht eine einzelne Geste die Geschichte.

Sondern die Beziehung, in der sie entsteht.

Meine kleine Familie

Nero hat inzwischen eine eigene Herde gefunden.

Für mich wurde er einfach zu groß und zu schwer um ihn richtig Pflegen zu können.

Chester, der kleine wilde Spielkamerad von damals, hat ihn gut erzogen. Heute ist Nero selbst ein souveräner Chef einer zwölfköpfigen Herde.

Die alte Stute ist leider inzwischen nicht mehr bei uns.

Chester und Fjölvi sind nun wieder allein.

Aber sie sind meine kleine Familie.

Die Pferde, mit denen ich mein Leben teile.

Und ich möchte diese Momente nie vergessen, in denen sie mir zeigen:

Manchmal müssen wir Menschen nicht lehren.

Manchmal sind wir diejenigen, die lernen dürfen.


Lisa Peters: pferd.24-hs.de

Sonntag, 28. Juni 2026

„Du bekommst ihn. Er liebt dich.“ – Ein Satz, der ein großes Missverständnis über Pferde zeigt



Fjölvi – heute 21 Jahre alt. Ein Tarpan, der mir gezeigt hat, dass Kooperation nicht aus Liebe entsteht, sondern aus Verständnis und Vertrauen.


Als ich Fjölvi zum ersten Mal sah, war er etwa elf Jahre alt.

Er sollte als Gesellschafter für meinen Chester zu uns kommen. Bis dahin lebte er in einer Reitschule und war dort als Schulpferd ausgebildet worden. Doch für den täglichen Betrieb mit ständig wechselnden Reitschülern war er nicht geeignet.

Als ich ihn kennenlernte, fiel mir sofort sein Zustand auf. Wegen seines Sommerekzems hatte er kaum noch Mähne, die Schweifrübe war kahl und sein Fell sprach Bände.

Ich bat ihn um ein paar einfache Dinge. Unter anderem trabte er auf mein Zeichen an. Nichts Besonderes – und doch etwas, das die Reitlehrerin überraschte.

Sie schaute mich an und sagte:

"Du bekommst ihn. Er liebt dich."

Ich musste lächeln.

"Wie sollte er mich nach zehn Minuten lieben?"

Sie erklärte, dass er sich anderen Menschen gegenüber oft ganz anders verhalte und nicht immer tue, worum man ihn bitte.

Damals wurde mir bewusst, wie unterschiedlich wir dieselbe Situation interpretierten.

Sie glaubte, Fjölvi hätte sich für mich entschieden, weil er mich mochte.

Ich sah etwas anderes.

Ich hatte den Eindruck, dass er einfach erleichtert war, endlich einem Menschen zu begegnen, dessen Körpersprache für ihn verständlich war.

Das ist ein großer Unterschied.

Viele ursprüngliche Pferderassen und Wildpferderückzüchtungen wie Tarpane, Koniks oder Dülmener bringen noch sehr viel Eigenständigkeit mit. Sie folgen nicht automatisch jedem Menschen. Sie prüfen, beobachten und entscheiden.

Manche bezeichnen sie deshalb als stur oder schwierig.

Ich sehe das anders.

Sie folgen nicht blind. Sie folgen dann, wenn sie einen Sinn erkennen und Vertrauen fassen.

Genau das machte Fjölvi zu einem wunderbaren Lehrmeister.

Er wurde später eines der beliebtesten Pferde meiner Reitschüler.

Er verweigerte nie.

Aber nicht, weil er ein Pferd war, das einfach alles mit sich machen ließ.

Er achtete auf mich. Er vertraute mir. Und dieses Vertrauen schenkte er auch den Kindern, wenn sie es sich in seinem Tempo erarbeitet hatten.

Unsicherheit dagegen konnte er nicht einfach übergehen.

Es gab Kinder und auch Erwachsene, die ihn von Herzen liebten. Trotzdem arbeitete er mit ihnen nicht selbstverständlich zusammen.

Nicht aus Bosheit.

Sondern weil ihre Unsicherheit für ihn keinen klaren Weg vorgab.

Ein ursprüngliches Pferd kann einer unklaren Führung kaum folgen. Das wäre aus seiner Sicht nicht natürlich.

Heute ist Fjölvi einundzwanzig Jahre alt.

Seit rund zehn Jahren lebt er bei uns.

Er wird inzwischen nicht mehr geritten und genießt seine Zeit mit seinem Kumpel Chester. Seine Offenheit verschenkt er bis heute nicht an jeden sofort. Erst beobachtet er. Dann entscheidet er.

Und genau das liebe ich an ihm.

Übrigens verschwand sein Sommerekzem schon relativ kurze Zeit, nachdem er bei uns eingezogen war. Seine Mähne wuchs wieder nach und auch sein Schweif erholte sich. Ob es allein an der Haltung lag, kann ich natürlich nicht sicher sagen. Ich habe jedoch oft den Eindruck, dass Wohlbefinden und Stress auch einen Einfluss auf die Gesundheit eines Pferdes haben können.

Fjölvi hat mir in all den Jahren etwas Wichtiges beigebracht:

Wir verwechseln die Kooperation eines Pferdes viel zu oft mit Liebe.

Dabei wünschen sich viele Pferde vor allem eines:

Verstanden zu werden.

Und manchmal reicht genau das aus, damit sie uns etwas schenken, das viel tiefer geht als bloßer Gehorsam – ihr Vertrauen.

Oft verändert sich das Pferd, wenn sich die Kommunikation verändert. Wenn du dir auf diesem Weg Unterstützung wünschst, begleite ich dich gerne – 

vor Ort oder auch online, ich freue mich über deine Nachricht. 
Die Erfahrungen anderer Pferdehalter mit meiner Arbeit findest du in meinen Bewertungen.

Hier noch ein paar Bilder, über meinen kleinen großen Schatz Fjölvi:

 
 










Lisa Peters: pferd.24-hs.de

Samstag, 27. Juni 2026

Empower your Horse – Wenn Zusammenarbeit auf Verständnis wächst



Anna Kannegieter – KOSMOS Verlag

Es gibt Bücher, die vermitteln Wissen.

Und es gibt Bücher, die verändern den Blick auf das Pferd.

Für mich gehört „Empower your Horse“ von Anna Kannegieter zur zweiten Kategorie.

Schon der Titel macht neugierig. Das englische Wort empower lässt sich nicht mit einem einzigen deutschen Begriff übersetzen. Es bedeutet unter anderem stärken, befähigen oder jemanden in die Lage versetzen, eigene Entscheidungen zu treffen. Genau dieser Gedanke zieht sich durch das gesamte Buch.

Anna Kannegieter beschreibt einen Umgang mit Pferden, der auf Kommunikation statt Kontrolle basiert. Sie stellt das Mitspracherecht des Pferdes in den Mittelpunkt und zeigt, wie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit entstehen kann, wenn Mensch und Pferd einander wirklich wahrnehmen.

Was mich an diesem Ansatz besonders anspricht, ist die Grundhaltung dahinter.

Viel zu häufig wird in der Pferdewelt gefragt:

"Wie bekomme ich mein Pferd dazu?"

Dabei wäre die wichtigere Frage oft:

"Warum reagiert mein Pferd so?"

Diese kleine Veränderung der Fragestellung kann den Umgang mit Pferden grundlegend verändern.

Denn Verhalten entsteht nicht zufällig.

Jedes Pferd handelt aus seiner eigenen Wahrnehmung heraus. Es bringt Erfahrungen mit, empfindet Sicherheit oder Unsicherheit, hat körperliche Voraussetzungen und eigene Bedürfnisse. Wer all das berücksichtigt, beginnt das Pferd nicht mehr als Gegner oder Werkzeug zu sehen, sondern als fühlendes Lebewesen.

Genau diese Sichtweise spiegelt sich auch in diesem Buch wider.

Besonders gefällt mir, dass nicht Leistung oder Perfektion im Vordergrund stehen. Vielmehr geht es darum, eine Beziehung aufzubauen, in der Vertrauen wachsen kann. Kommunikation wird dabei nicht als Technik verstanden, sondern als gegenseitiges Verstehen.

Das entspricht auch meiner eigenen Überzeugung.

Ich glaube nicht, dass nachhaltige Veränderungen durch immer neue Methoden entstehen.

Sie entstehen dann, wenn wir unsere Sicht auf das Pferd verändern.

Wenn wir lernen zuzuhören, bevor wir handeln.

Wenn wir Ursachen suchen, statt nur Symptome zu beseitigen.

Und wenn wir akzeptieren, dass jedes Pferd ein Individuum mit einer eigenen Geschichte ist.

Natürlich ersetzt auch dieses Buch nicht die Erfahrung mit dem eigenen Pferd. Kein Buch kann jede Situation beantworten oder eine persönliche Begleitung ersetzen.

Aber Bücher können etwas sehr Wertvolles bewirken:

Sie können neue Fragen entstehen lassen.

Und manchmal beginnt genau dort eine Entwicklung, die weit über das eigentliche Lesen hinausgeht.

Mein Fazit

Empower your Horse ist ein Buch für Menschen, die mehr suchen als Trainingsmethoden. Es richtet sich an alle, die ihr Pferd besser verstehen möchten und bereit sind, die Beziehung aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Nicht die Kontrolle steht im Mittelpunkt.

Sondern Vertrauen.

Nicht das Funktionieren.

Sondern gegenseitiges Verstehen.

Und genau darin liegt – aus meiner Sicht – der größte Wert dieses Buches.

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Mein Blick auf dieses Buch

Ich stelle auf meinem Blog nur Bücher vor, von denen ich glaube, dass sie Pferden zugutekommen können. Nicht, weil sie schnelle Lösungen versprechen, sondern weil sie Menschen helfen, Pferde besser zu verstehen. Wenn aus diesem Verständnis mehr Vertrauen, mehr Rücksicht und ein fairerer Umgang entstehen, profitieren beide Seiten – zuerst das Pferd und daraus erwächst auch eine tiefere Beziehung zwischen Mensch und Pferd.

Pferde brauchen keine perfekten Menschen, sondern Menschen, die bereit sind hinzuschauen und zu verstehen. Wenn du dir auf diesem Weg Unterstützung wünschst, begleite ich dich gerne – 
vor Ort oder auch online, ich freue mich über deine Nachricht. 
Die Erfahrungen anderer Pferdehalter mit meiner Arbeit findest du in meinen Bewertungen.

Lisa Peters: pferd.24-hs.de

Klarheit statt Kontrolle - Lektionen der Pferde

 

Viele Menschen wünschen sich ein Pferd, das ihnen vertraut.

Ein Pferd, das gerne mit ihnen zusammenarbeitet, das aufmerksam ist und sich sicher an ihnen orientiert.

Doch manchmal suchen wir Vertrauen an der falschen Stelle.

Wir möchten, dass das Pferd etwas tut, damit wir uns sicher fühlen. Wir möchten, dass es stehen bleibt, folgt, reagiert oder sich in bestimmten Situationen so verhält, wie wir es erwarten.

Aber Vertrauen entsteht nicht dadurch, dass ein Pferd keine andere Möglichkeit mehr sieht.

Vertrauen entsteht, wenn ein Pferd erlebt:

Dieser Mensch hört mich. Dieser Mensch versteht mich. Dieser Mensch ist verlässlich.

Viele Menschen verwechseln Klarheit mit Härte. Versuchen, es durch Kontrolle zu erreichen.

Sie glauben, ein Pferd zu führen bedeutet, seinen Willen durchzusetzen.

Doch echte Führung entsteht nicht dadurch, dass wir ein Pferd kontrollieren. Sie entsteht dadurch, dass wir Verantwortung übernehmen.

Ein Erlebnis mit einer jungen Stute hat mir gezeigt, wie eng Klarheit und Vertrauen miteinander verbunden sind.

Die Stute war sehr eng mit ihrer Mutter verbunden und konnte von ihrer Besitzerin nicht gelöst werden. Sie hielt nicht fest, weil sie „ungehorsam“ war, sondern weil diese Verbindung ihr Sicherheit gab.

In einem kurzen Moment übernahm ich ruhig die Führung, lenkte ihre Aufmerksamkeit auf mich und gab ihr Orientierung. Sie entschied sich, mir zu folgen. Nicht, weil sie keine Wahl hatte, sondern weil sie mir vertraute.

Manchmal brauchen Pferde keinen größeren Druck – sondern einen Menschen, der ruhig und verlässlich die Verantwortung übernimmt.

In diesem Moment konnte sie erleben: Ich bin nicht alleine. Jemand passt auf.

Genau darin liegt der Unterschied zwischen Kontrolle und Führung.

Kontrolle nimmt einem Pferd die Wahl, weil wir seine Reaktion nicht aushalten.

Führung gibt Sicherheit, weil das Pferd spürt: Dieser Mensch weiß, was er tut.

Ein Pferd muss nicht gebrochen werden, um mit uns zusammenzuarbeiten.

Es muss verstanden werden.

Denn Vertrauen entsteht nicht dadurch, dass ein Pferd keine Möglichkeit mehr hat.

Vertrauen entsteht, wenn es merkt:

„Dieser Mensch sieht mich. Dieser Mensch bleibt ruhig. Dieser Mensch führt mich sicher durch die Situation.“


Ein Pferd kommuniziert immer.

Manchmal ist es eine offensichtliche Reaktion. Es weicht zurück, wird unruhig oder verweigert etwas.

Manchmal sind es sehr feine Signale.

Ein Blick.

Eine kleine Veränderung der Körperhaltung.

Ein Moment des Zögerns.

Wenn wir diese Zeichen übersehen, lernen Pferde irgendwann, dass ihre Kommunikation keinen Einfluss hat.

Doch wenn wir beginnen zuzuhören, entsteht etwas Wertvolles:

Eine Partnerschaft.


Klarheit bedeutet nicht Härte.

Klarheit bedeutet nicht, dass ein Pferd einfach funktionieren muss.

Ein guter Partner für ein Pferd zu sein heißt, Orientierung zu geben und gleichzeitig die Persönlichkeit des Pferdes zu respektieren.

Denn auch ein Pferd darf Fragen stellen.

Auch ein Pferd darf Gefühle haben.

Auch ein Pferd darf Zeit brauchen.

Die Aufgabe des Menschen ist nicht, das Pferd kleiner zu machen.

Sondern ihm zu zeigen:

„Du bist sicher bei mir. Ich sehe dich. Und wir finden gemeinsam einen Weg.“


Vielleicht ist genau das eine der größten Lektionen, die Pferde uns schenken:

Dass Führung nicht bedeutet, stärker zu sein.

Sondern vertrauenswürdig. Manchmal bedeutet es, zuerst an sich selbst zu arbeiten.

Wenn du dir auf diesem Weg Unterstützung wünschst, begleite ich dich gerne – 
vor Ort oder auch online, ich freue mich über deine Nachricht. 
Die Erfahrungen anderer Pferdehalter mit meiner Arbeit findest du in meinen Bewertungen.

Lisa Peters: pferd.24-hs.de

Sonntag, 21. Juni 2026

Vertrauen zum Pferd aufbauen – warum Vertrauen nicht trainiert werden kann



Viele Pferdebesitzer wünschen sich ein Pferd, das ihnen vertraut.

Sie möchten, dass ihr Pferd freiwillig mitkommt, gelassen auf neue Situationen reagiert und auch in schwierigen Momenten beim Menschen bleibt.

Doch Vertrauen lässt sich nicht trainieren wie ein Seitengang oder ein Kompliment.

Vertrauen entsteht nicht durch Techniken.

Es entsteht durch Erfahrungen.

Warum manche Pferde Menschen nicht vertrauen

Wenn ein Pferd misstrauisch reagiert, steckt dahinter meist kein Ungehorsam.

Pferde sind Fluchttiere.

Ihr Überleben hing über Jahrtausende davon ab, Gefahren frühzeitig zu erkennen.

Aus Sicht des Pferdes ist Misstrauen deshalb zunächst einmal etwas völlig Normales.

Besonders Pferde mit schlechten Erfahrungen, häufigen Besitzerwechseln oder dauerhaftem Stress brauchen oft lange, bis sie wieder Vertrauen fassen können.

Doch auch bei Pferden ohne schlechte Vorgeschichte entsteht Vertrauen nicht automatisch.

Vertrauen kann man nicht einfordern

Ein häufiger Irrtum besteht darin, Vertrauen als eine Art Trainingsziel zu betrachten.

Nach dem Motto:

"Wenn ich die richtigen Übungen mache, vertraut mir mein Pferd."

So einfach ist es leider nicht.

Vertrauen entsteht nicht dadurch, dass wir es verlangen.

Es entsteht dadurch, dass das Pferd immer wieder erlebt:

Dieser Mensch ist berechenbar.

Dieser Mensch sorgt für Sicherheit.

Dieser Mensch hört zu.

Pferde beobachten unser Verhalten genauer als unsere Worte

Wir Menschen erklären gern.

Pferde beobachten.

Sie achten darauf:

  • Wie bewegen wir uns?
  • Wie reagieren wir unter Stress?
  • Sind unsere Signale klar?
  • Sind wir heute anders als gestern?

Ein Pferd kann nicht verstehen, was wir sagen.

Aber es erkennt sehr genau, ob unser Verhalten verlässlich ist.

Deshalb entsteht Vertrauen oft in den kleinen, unscheinbaren Situationen des Alltags.

Vertrauen wächst im Alltag

Viele denken beim Vertrauensaufbau an spezielle Übungen.

Meine Erfahrung ist eine andere.

Das meiste Vertrauen entsteht nicht auf dem Reitplatz.

Es entsteht beim Füttern.

Beim gemeinsamen Spaziergang.

Beim Warten, während das Pferd genüßlich frisst.

Beim Putzen, oder Misten, wenn ich mit der Schubkarre am Pferd vorbei fahre.

Bei den vielen kleinen Begegnungen, die keine besonderen Ziele verfolgen.

Gerade dort lernen Pferde, ob sie sich auf uns verlassen können.

Warum Geduld oft wichtiger ist als jede Methode

Menschen wünschen sich Fortschritte.

Pferde brauchen Zeit.

Manchmal dauert es Wochen.

Manchmal Monate.

Und manchmal macht ein Pferd scheinbar drei Schritte vorwärts und zwei zurück.

Das gehört dazu.

Vertrauen wächst selten geradlinig.

Aber jedes positive Erlebnis hinterlässt eine Spur.

Woran erkennt man, dass ein Pferd Vertrauen fasst?

Vertrauen zeigt sich nicht immer spektakulär.

Oft sind es kleine Veränderungen:

  • Das Pferd bleibt freiwillig in deiner Nähe.
  • Es entspannt sichtbar.
  • Es sucht Kontakt.
  • Es orientiert sich in ungewohnten Situationen an dir.
  • Es kommt auf der Weide auf dich zu.

Diese Dinge lassen sich nicht erzwingen.

Gerade deshalb sind sie so wertvoll.

Mein Fazit

Wer Vertrauen zum Pferd aufbauen möchte, sollte weniger nach der perfekten Methode suchen und mehr auf die Qualität der gemeinsamen Erfahrungen achten.

Vertrauen entsteht nicht durch Druck.

Nicht durch Dominanz.

Nicht durch Tricks.

Es wächst dort, wo ein Pferd immer wieder erlebt:

Bei diesem Menschen bin ich sicher.

Und genau deshalb ist Vertrauen eines der schönsten Geschenke, die ein Pferd uns machen kann.


Vertrauen wächst dort, wo sich beide Seiten verstanden fühlen.  

Wenn du einen neuen Blick auf dein Pferd gewinnen möchtest, unterstütze ich dich gerne.

Wenn du Interesse an einer persönlichen Begleitung hast, freue ich mich über deine Nachricht.

Lisa Peters: pferd.24-hs.de

Freitag, 19. Juni 2026

Was Pferde uns über Führung und uns selbst zeigen


Viele Menschen verbinden Führung mit Stärke.

Mit Entscheidungen treffen.
Mit Durchsetzungsvermögen.
Mit Verantwortung.

Doch wenn wir einem Pferd begegnen, lernen wir schnell, dass Führung etwas anderes bedeutet.

Ein Pferd interessiert sich nicht für unsere Position.

Es weiß nicht, ob wir Unternehmer sind, Führungskraft oder Anfänger.

Es reagiert nicht auf einen Titel.

Es reagiert auf den Menschen, der vor ihm steht.

Führung beginnt nicht beim anderen

Oft glauben wir, Führung bedeutet, andere dazu zu bringen, etwas zu tun.

Doch ein Pferd zeigt uns sehr schnell:

Folgen entsteht nicht durch Druck.

Ein Pferd folgt nicht, weil es gezwungen wird.

Es folgt, wenn es Vertrauen hat.

Wenn es Klarheit erlebt.

Wenn es spürt:

Dieser Mensch übernimmt Verantwortung.

Dieser Mensch ist verlässlich.

Dieser Mensch gibt mir Sicherheit.

Ein Pferd erkennt Widersprüche

Menschen können sich viele Dinge antrainieren.

Wir können ruhig sprechen, obwohl wir innerlich angespannt sind.

Wir können selbstsicher auftreten, obwohl wir zweifeln.

Im Alltag funktioniert das manchmal.

Ein Pferd jedoch nimmt viel mehr wahr.

Es reagiert auf unsere Körpersprache.

Auf unsere innere Haltung.

Auf die Übereinstimmung zwischen dem, was wir zeigen, und dem, was tatsächlich in uns passiert.

Pferde reagieren auf Authentizität.

Selbstführung ist die Grundlage jeder Führung

Bevor wir ein Pferd führen können, müssen wir lernen, uns selbst zu führen.

Das bedeutet nicht, niemals unsicher zu sein.

Es bedeutet, sich selbst wahrzunehmen.

Die eigenen Gefühle zu erkennen.

Die eigenen Grenzen zu kennen.

Klarheit in sich selbst zu finden.

Denn ein Mensch, der mit sich selbst im Konflikt steht, sendet oft widersprüchliche Signale.

Und ein Pferd reagiert genau darauf.

Das Pferd als Spiegel

Vielleicht ist das eine der größten Geschenke, die Pferde uns machen:

Sie zeigen uns nicht nur etwas über sie.

Sie zeigen uns etwas über uns.

Ein Pferd kann sichtbar machen:

Wo wir unklar sind.

Wo wir versuchen, etwas darzustellen.

Wo wir mehr Kontrolle suchen, als Vertrauen aufbauen.

Und manchmal zeigt es uns auch Fähigkeiten, die wir selbst noch nicht erkannt haben.

Ruhe.

Geduld.

Präsenz.

Klarheit.

Ein Erlebnis aus dem Coaching

In meiner Arbeit mit Menschen habe ich immer wieder erlebt, wie Pferde Türen öffnen können.

Eine Klientin kam zu mir und konnte sich in der Begegnung mit Pferden plötzlich ganz anders wahrnehmen.

Sie erkannte Zusammenhänge in ihrem Leben, die ihr vorher nicht bewusst waren.

Nach dieser Erfahrung sagte sie:

„Bei mir ordnet sich gerade alles neu.“

Vielleicht ist genau das die besondere Kraft von Pferden.

Sie geben uns keine fertigen Antworten.

Aber sie schaffen einen Raum, in dem wir uns selbst ehrlicher begegnen können.

Wahre Führung entsteht durch Vertrauen

Vielleicht ist die wichtigste Lektion:

Ein Pferd sucht keinen perfekten Menschen.

Es sucht keinen Menschen ohne Fehler.

Es sucht einen Menschen, der klar, ehrlich und verlässlich ist.

Denn echte Führung bedeutet nicht, jemanden klein zu machen.

Echte Führung bedeutet, jemandem Sicherheit zu geben.

Und vielleicht gilt das nicht nur für Pferde.

Vielleicht gilt es für jede Beziehung in unserem Leben.

„Ich versuche nicht, Pferde zum Folgen zu bringen. Ich versuche, jemand zu werden, dem sie folgen können.“


Lisa Peters: pferd.24-hs.de

Die sensibelsten Pferde sind oft die besten Lehrer


Es gibt Pferde, die uns besonders herausfordern.

Pferde, die plötzlich nicht mehr mitmachen.
Pferde, die sich entziehen.
Pferde, die scheinbar ohne Grund reagieren.

Viele Menschen suchen dann nach der Ursache im Pferd:

„Mein Pferd ist schwierig.“
„Mein Pferd ist dominant.“
„Mein Pferd macht Probleme.“

Doch manchmal lohnt es sich, eine andere Frage zu stellen:

Was, wenn das Pferd nicht schwierig ist – sondern besonders sensibel?

Sensibilität ist keine Schwäche

Sensible Pferde nehmen unglaublich viel wahr.

Sie spüren kleine Veränderungen.
Sie reagieren auf Körpersprache.
Sie bemerken Unsicherheit und Spannung oft schneller, als wir Menschen denken.

Genau diese Fähigkeit kann jedoch zum Problem werden, wenn die Kommunikation zwischen Mensch und Pferd nicht klar ist.

Ein sensibles Pferd reagiert nicht unbedingt stärker, weil es „schlimmer“ ist.

Es reagiert stärker, weil es mehr wahrnimmt.

Wenn Verständigung fehlt, entsteht Widerstand

Viele Verhaltensprobleme beginnen nicht mit einem „ungehorsamen“ Pferd.

Sie beginnen mit Missverständnissen.

Ein Pferd versucht immer, mit uns zu kommunizieren.

Durch seine Haltung.
Durch seinen Ausdruck.
Durch seine Reaktionen.

Doch wenn seine Signale nicht verstanden werden, bleibt ihm irgendwann nur noch eine deutlichere Sprache.

Was für den Menschen wie ein Problem aussieht, ist oft die Antwort des Pferdes auf eine Situation, die es nicht versteht.

Ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde

Eine Kundin kam zu mir mit einer Stute Namens Peaches, die sie aus dem Ausland mitgebracht hatte.

Sie erzählte mir, dass bereits mehrere Trainer versucht hatten, mit dem Pferd zu arbeiten.

Doch die Situation wurde nicht besser.

Die Stute ließ sich nicht mehr satteln.
Niemand außer ihrer Besitzerin durfte sie anfassen.

Viele hätten vielleicht gesagt:

Dieses Pferd ist schwierig.

Ich sah ein hochsensibles Pferd.

Ein Pferd, das offenbar gelernt hatte, sich zu schützen.

Also begann ich nicht damit, das Verhalten zu bekämpfen.

Ich begann mit Kommunikation.

Ich wollte nicht, dass die Stute einfach etwas tut.

Ich wollte, dass sie versteht, was von ihr erwartet wird – und dass sie einen Menschen erlebt, dem sie vertrauen kann.

Nach wenigen Begegnungen veränderte sich etwas Grundlegendes.

Die Besitzerin konnte wieder ausreiten.

Andere Menschen durften die Stute anfassen.

Zwischen den beiden entstand eine neue Verbindung.

Nicht, weil die Stute gebrochen wurde.

Sondern weil sie nicht mehr kämpfen musste.

Die größten Veränderungen entstehen oft durch Verständnis

Von außen betrachtet wirken solche Veränderungen manchmal wie ein Wunder.

Doch eigentlich geschieht etwas ganz Natürliches:

Ein Lebewesen fühlt sich verstanden.

Und wenn Vertrauen entsteht, kann Entspannung entstehen.

Wenn Entspannung entsteht, wird Lernen möglich.

Sensible Pferde spiegeln uns

Vielleicht sind gerade die sensibelsten Pferde unsere größten Lehrer.

Sie zeigen uns, wo wir unklar sind.

Sie zeigen uns, wo wir nicht wirklich präsent sind.

Sie zeigen uns, wie wichtig echte Verbindung ist.

Denn ein Pferd braucht keinen perfekten Menschen.

Es braucht keinen Menschen, der niemals Fehler macht.

Es braucht einen Menschen, der bereit ist, ehrlich hinzusehen.

Bei sich selbst.

Und beim Pferd.

Denn manchmal ist das Pferd, das uns am meisten fordert, genau das Pferd, das uns am meisten lehren kann.


Missverständnisse sind oft die Ursache vieler Probleme.

Wenn du Interesse an einer persönlichen Begleitung hast, freue ich mich über deine Nachricht.


Lisa Peters: pferd.24-hs.de