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Montag, 22. Juni 2026

Pferde leiden nicht laut – Eine Lektion der Pferde


Bevor ich begann, mich intensiver mit Pferdeverhalten zu beschäftigen, habe ich etwas anderes gelernt: Pferde leiden nicht immer laut.

Meine Pferde waren nicht aggressiv. Sie waren nicht gefährlich. Sie galten auch nicht als Problempferde.

Und trotzdem hatte ich immer häufiger das Gefühl, dass etwas nicht stimmte.

Nach mehreren Stallwechseln sah ich dieselben Probleme immer wieder. Pferde, die nicht ausreichend zur Ruhe kamen. Meine Stute zum Beispiel legte sich oft sofort hin und schlief, sobald ich sie aus einer Gruppe holte, in der sie nie wirklich zur Ruhe kam.

Pferde, die ständig auf der Suche nach Futter waren und sich kaum auf etwas anderes konzentrieren konnten, weil nie genug davon vorhanden war.

Pferde, die sich verletzten, weil im Auslauf ein ständiger Kampf um Ressourcen herrschte.

Pferde, deren Bedürfnisse im Alltag zu wenig Beachtung fanden, weil Liegeflächen nicht eingestreut waren oder Rückzugsmöglichkeiten fehlten.

Damals versuchte ich nicht, die Pferde zu verändern. Ich begann zu fragen, was sie eigentlich brauchten.

Rückblickend war das vielleicht die wichtigste Lektion, die meine Pferde mir beigebracht haben.

Viele Menschen beginnen erst dann nach Ursachen zu suchen, wenn ein Pferd auffällig wird. Wenn es sich nicht verladen lässt, beim Reiten Probleme macht oder im Umgang schwierig erscheint.

Doch Pferde müssen nicht erst auffällig werden, um zu zeigen, dass etwas nicht stimmt.

Manchmal zeigen sie es durch Müdigkeit.

Manchmal durch ständigen Hunger.

Manchmal durch innere Unruhe.

Und manchmal zeigen sie es gar nicht deutlich genug, damit wir es sofort erkennen.

Je mehr ich beobachtete, desto klarer wurde mir, dass viele Schwierigkeiten ihre Ursache nicht im Pferd hatten.

Nicht das Pferd war das Problem.

Die Umstände waren es.

Ein Pferd, das nie ausreichend schlafen kann, wird nicht deshalb müde, weil es ein schwieriges Pferd ist.

Ein Pferd, das ständig nach Futter sucht, tut das nicht, um seinen Menschen zu ärgern.

Ein Pferd, das unter Stress steht, reagiert nicht aus Bosheit.

Es versucht lediglich, mit seiner Situation zurechtzukommen.

Diese Erkenntnis hat meinen Blick auf Pferde grundlegend verändert.

Ich begann, weniger auf das Verhalten zu schauen und mehr auf die Ursachen.

Was erlebt dieses Pferd jeden Tag?

Hat es genügend Ruhe?

Genügend Futter?

Genügend Sicherheit?

Kann es seinen natürlichen Bedürfnissen nachkommen?

Heute glaube ich, dass viele Probleme gar nicht erst entstehen würden, wenn wir diese Fragen häufiger stellen würden.

Pferde lehren uns etwas, das in unserer schnelllebigen Welt leicht verloren geht:

Bevor wir etwas verändern wollen, sollten wir versuchen, es zu verstehen.

Denn Verhalten hat Ursachen.

Und wenn wir beginnen, nach diesen Ursachen zu suchen, profitieren am Ende vor allem die Pferde davon.

Pferde brauchen keine perfekten Menschen, sondern Menschen, die bereit sind hinzuschauen und zu verstehen. Wenn du dir auf diesem Weg Unterstützung wünschst, begleite ich dich gerne – 
vor Ort oder auch online, schicke mir eine Nachricht. 
Die Erfahrungen anderer Pferdehalter mit meiner Arbeit findest du in meinen Bewertungen.

Lisa Peters: pferd.24-hs.de

Dienstag, 7. Mai 2024

Sommerekzem, mein Erfahrungsbericht





Fjölvi mit Sommerekzem

Als Fjölvi in unsere Herde kam, hatte er Strahlfäule und starkes Sommerekzem und musste eine Decke tragen. Sein Mähnenkamm war angeschwollen und die Mähne abgescheuert und sein Schweifansatz hatte nur noch ein paar Borsten.

Wir hatten einen Stall an einem sumpfigen Gewässer und ich hatte schon Bedenken, dass wir das Ekzem nicht los werden könnten, aber Fjölvi hat sich bei uns sehr wohl gefühlt.

Ich habe fast täglich Nivea Körper - Pflegemilch geschmiert, (was Fjölvi sehr angenehm empfand) abwechselnd mit Balistolöl, (welches er nicht gern hatte). Gewaschen habe ich die Langhaare kaum, eher nur ausgebürstet, was an Dreck geklebt hat. Ich wollte die Haut nicht zusätzlich reizen.

Wenn ich an der Bauchnaht blutige oder schwarzkrümelige Krusten gesehen habe, dann habe ich diese nur mit kühlem Wasser Schwamm oder Bürste abgewaschen, mit der Zeit hat er gemerkt, dass es ihm gut tut und auch still gehalten. 

Er hat ein Mineralfutter erhalten, ohne synthetische Bestandteile und ansonsten nur Heu, Stroh und Gras in Maßen. Als Belohnungshappen gab es nur Heucobs und ab und zu ein Stück Möhre.
Ich bin davon ausgegangen, dass sein Stoffwechsel als Tarpan besser arbeitet, wenn er keine besonderen Futterzusätze oder zuckerhaltige Früchte zu sich nimmt.

Außerdem habe ich einen weiteren Tipp ausprobiert: 
Ich nehme etwas Leinöl in die Hand und dazu ein paar wenige Tropfen ätherisches Lavendelöl und betupfe damit die Langhaare und die Bauchnaht. Das hält tatsächlich Fliegen und Kriebelmücken ab. Man kann das sofort beobachten. Es geht sicher auch ein anderes Trägeröl mit einem anderen ätherischen Öl, aber Lavendel mögen meine Pferde gern und vertragen es auch gut.
Es erspart tatsächlich bis jetzt die Fliegenmasken auf der Weide. Mal sehen, wie es im Hochsommer wird.

Wie ihr auf dem Bild seht, hat Fjölvi im Sommer noch seine schöne Mähne und vollen Schweif. Ich bin so froh, dass es ihm besser geht. Meine persönliche Meinung ist, dass es ihm vielleicht auch einfach gut gefällt bei uns und er zufrieden ist mit seinem Leben hier. Das ist ja bei uns Menschen auch oft so, dass wir Probleme mit der Haut bekommen, wenn wir uns nicht wohl fühlen.






Lisa Peters: pferd.24-hs.de


Sonntag, 25. September 2022

CPL - Wird oft mit Mauke verwechselt und hat viele falsche Bezeichungen

Ich zittiere hier Teile des sehr schönen und ausführlichen Artikels der Webseite, den ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte: 


Bitte gehen Sie auf diese Seite um den vollständigen Artikel zu lesen.

"Die Erkrankung wurde 2003 erstmals genauer beschrieben und deutlich von Mauke abgegrenzt. Die Krankheit verläuft chronisch, d.h., es gibt keine Heilung. Sie verschlechtert sich ohne Behandlung, ist daher »progressiv« und betrifft nach aktuellen Erkenntnissen das Lymphsystem. Es kommt zu ödem-artigen Verdickungen. So bekam sie ihren Namen: Chronisch Progressives Lymphödem (CPL). Sie tritt rasseübergreifend vor allem bei Kaltblütern an den unteren Extremitäten auf. Besonders betroffen sind das Belgische Kaltblut (Brabanter), Tinker, Rheinisch-Deutsches Kaltblut, sowie Shire Horse und Clydesdale. Inzwischen hat sich in der Forschung zu CPL bzgl. der Ätiologie (betrachtet die Ursachen der Entstehung von Krankheiten) und der Diagnostik einiges getan.

Immer noch vorkommende, falsche Bezeichnugen

In englischsprachiger Literatur findet man neben der aktuelle Bezeichnung »Chronic progressive lymphedema« folgende ältere, aber eigentlich falsche, Bezeichnungen für CPL:
Chronic idiopathic pastern dermatitis, Chronic pastern dermatitis, Elephantiasis oder Equine lymphoedema complex (ELC)

In deutschsprachiger Literatur trifft man noch auf folgende falsche Begriffe für CPL:
Chronische Mauke, verruköse Mauke, verruköse Pastern Dermatitis, Warzenmauke oder Warzenmauke-Syndrom

Die Tierärzte Toon van Couter, Jozef Colman und Cécile De Cupere beschrieben die verschiedenen Stadien der Erkrankung Anfang 2018 auf einer Tagung zum Thema im belgischen Sint-Niklas (organisiert durch Trekpaard Jeugd VFBT) wie folgt:

  • Im Anfangsstadium ist nur die Haut in der Fesselhöhle leicht verdickt, eventuell mit einer leichten Falte, die erst nach einer Rasur sichtbar ist.
  • Allmählich werden die Falten klarer und manchmal erscheinen einige Risse, wodurch die Epidermis schuppig wird und kleine Wunden bzw. Krusten entstehen. Während sich Läsionen [Schädigung, Verletzung oder Störung einer anatomischen Struktur oder physiologischen Funktion, Anm.d.R.] entwickeln, wird die Haut langsam dicker und härter. Anfangs scheint das Pferd auf alle möglichen Therapien zu reagieren, aber die Heilung tritt nicht ein. Irgendwann wird das Problem immer schlimmer. Das ist ein deutlicher Unterschied zur Mauke.
  • Die Falten werden dicker und spreizen sich sowohl nach vorne als auch nach oben auf dem Bein. Die kleinen Lücken entwickeln sich zu größeren, blutenden Wunden. Häufig treten darüber hinaus Sekundärinfektionen auf, die den Krankheitsprozess verschlimmern. Die Haut zwischen den Falten wird feucht und verbreitet einen Geruch, der Fliegen anlockt.
  • Im fortgeschrittenen Stadium ist die Extremität stark verdickt und die Hautfalten reichen bis zu den Knien. Wenn man die Beine anfasst, fühlen sie sich hart an. Meist entwickeln sie große, harte Klumpen, die bis zur Größe eines Tennisballs wachsen können. Diese Klumpen sind ein mechanisches Problem, da sie die Bewegung des Tieres behindern. Dadurch können sie sich bei der Arbeit leicht verletzen. Die Epidermis ist nun trocken, schwielig und zeigt eine ausgeprägte Schuppung." 
Zitat Ende

Lisa Peters: pferd.24-hs.de

Samstag, 19. Februar 2022

Medical Training für Pferde


Das Pferd steht ruhig, während es eine Impfung bekommt oder lässt sich geduldig das Bein verbinden. Wollen wir nicht alle, dass unsere Pferde stressfrei reagieren beim Tierarzt? Helfen kann uns das Medical Training.

Tiergerechtes Training kann man lernen. Nina Steigerwald hat ein Tolles Buch dazu geschrieben, was ich hier gerne vorstellen möchte:

Medical Training für Pferde
Entspannt bei Tierarzt, Hufschmied & Co.

Die Aufgabe jedes Pferdehalters ist es, sein Pferd fit für seinen Alltag zu machen. Der häufige Einsatz von Nasenbremse und Sedativa belegt allerdings allzu oft, wie groß die Not bei gesundheitlich notwendigen Behandlungen ist. Pferde können so trainiert werden, dass sie unangenehme Maßnahmen an ihrem Körper deduldig und gelassen mitmachen. Gut gemachtes Medical Training verhilft dem Pferd zu vertrauensvoller Kooperation in allen Lebnslagen - nicht nur beim Tierarzt, Hufschmied und Co.! Dieses Buch schließt die Lücke zwischen einer guten Grunderziehung und den medizinischen Herausforderungen im Pferdeleben.

Eine klare Empfehlung:



Lisa Peters: pferd.24-hs.de

Mittwoch, 9. Februar 2022

Schlundverstopfung

Das Thema Schlundverstopfung und Selbsthilfe bis zum Eintreffen des Tierarztes

Ein tolles Video mit Erklärungen: 





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Montag, 19. Oktober 2020

Fjölvis Hufrehe - 1 Jahr im Überblick: Verlauf der Heilung



Möchte hier unsere Geschichte erzählen, in einer Art Tagebuch.

Nachtrag: Video Sofortmaßnahmen bei Hufrehe

Ich hab schon am Dienstagabend, 13.10.2020 gemerkt, dass Pony schwer atmet. Mitwoch dann gesehen, läuft steif, es lahmt, hab auf dem einen Huf einen Angußverband gemacht, weil es eben auf diesem gelahmt hat. 
Unser homöopathischer Arzt Dr. Schulz, spezialisiert auf Pferde, hat ihm Globulis Ledum C 30 verschrieben. Diese hat er von Mittwoch an bekommen.

Donnerstag den Hufschmied eines anderen Pferdes am Stall angefragt, ob er sich das mal ansehen kann, hat sich leider 2 Tage nicht gemeldet und dann jemand anders rufen können, diese Difho Pflegerin kam heute und hat mal gefühlt und abgedrückt, leider nichts konkretes gefunden. Meinte, er hätte eventuell Hufrehe. TA verständigt und der hat das sofort bestätigt, als er Pony gesehen hat. Der wollte einen Entzündungshemmer spritzen, konnte aber kein Mittel spritzen, weil er keine Vene gefunden hat, hat bestimmt 20 mal rumgestochen, Pony jedesmal gezuckt, aber brav geblieben. (Er ist übrigens immer ein lieber Schatz) Jedenfalls zeigte sich dann irgendwann etwas Blut in der Kanüle, aber lief nicht. Er meinte, es wäre wohl zu dickes Blut.
Er hat mir dann als Schmerzmittel Phenylbutazon-Gel PH 100 mg/ml und Aspirin da gelassen. 

Er hat noch Keile unter die Hufe geklebt, Pony ist sofort wieder besser gelaufen und hat mir empfohlen spezielle Hufschuhe für Rehe anzuziehen.
Inzwischen weiß ich, es gibt noch eine bessere Möglichkeit zu Polstern: Man kann links und rechts des Strahles mit Mullröllchen polstern, dann die Sohle dick polstern, damit der Tragrand entlastet wird und die Wand nicht weg hebelt. Deshalb ist grundsätzlich auch im Vorfeld schon eine gute Bearbeitung der Hufe wichtig, damit Pony es bequem hat.

Fjölvi bekommt jetzt Heu aus engmaschigen Netzen, 3 cm. Menge: 7-8 kg bei 350 kg Körpergewicht. Daneben frisste er Stroh von der dicken Einstreu, die teils auch noch mit etwas Heu vermischt ist, da kann er dann bisschen suchen. Bisher hatte er All you can eat vom Heuballen mit Netz, war wohl zu viel. Jetzt schauen wir mal, wie es mit der begrenzten Fütterung aussieht, eventuell müssen wir noch mehr reduzieren.

Getrocknete Brennessel habe ich ihm angeboten, hat er gierig aufgefressen.
ER TRINKT WIEDER GUT, was er die ersten Tage nicht gemacht hat, hab einen Bottich drin stehen. Steht sowieso immer drin, ich weiß, dass meine Pferde gern aus Bottichen saufen.

Auf der Suche nach der Ursache macht man sich doch Gedanken.
Er wird sowieso nicht viel "genutzt". Das heißt normal steht er im Offenstall mit seinem Kumpel. Zugang zum Trail wenns trocken ist, Weide im Sommer nur ca. 1-2 Stunden täglich. Seit Wochen war eh alles abgefressen und sie durften auf die ganzen 7000 qm. Die spielen und toben selber rum, brauche ich nicht bewegen. Seit paar Wochen hats aber geregnet und sie waren nur im Unterstand: ca. 65 qm und Paddock davor ca. 100 qm und noch ein kleiner Unterstand ca. 15 qm. Er hat jetzt davon ein Stück abgeteilt bekommen und steht im kleinen Unterstand, dick mit Stroh eingestreut.
Vielleicht war das auch die Ursache, zuviel Heu (es gibt dazu noch eine weitere weniger schöne Erkenntnis, siehe weiter unten), zuwenig Bewegung, zum Trost ein paar Äpfel jeden Tag, sowieso schon zuviel Speck, es macht wohl das Gesamtpaket.

Heute am Sonntag ist er wieder etwas mehr gelaufen. Vielleicht wegen Schmerzmittel? Zum Wasser, an das Tor, eine Runde, auch mir entgegen gekommen, als ich mit Heunetz kam. Nun ist das vielleicht nicht der beste Weg, wenn er läuft. Habe mich mit meinem Homöopathen besprochen, der ja Arzt ist und mich dazu entschieden den homöopathischen Weg zu gehen. Das heißt, Schmerzmittel weg lassen, speziell Phenylbutazon, was im Verdacht steht, Hufrehe auszulösen. Wenn er sich aufgrund der Schmerzmittel mehr bewegt, kann das auch die Strukturen schädigen. Er soll sich am besten hin legen und hat dafür dicke Stroheinstreu bekommen. An diesem Abend bekam er Belladonna C 30 eine Gabe. Video von Sonntag:




Das heißt ab heute, Monatag 19.10. bekommt Ponymann aufgrund seiner speziellen Eigenschaften Pulsatilla C 30. 
Außerdem wird nun mit Eisbeuteln gekühlt. Es wurde anscheinend festgestellt, dass selbst bei dauerhaftem Kühlen mit Eis keine Schädigung eintreten kann.
Wir entscheiden täglich je nach Entwicklung und Reaktion. Danke an Dr. Schulz für den Einsatz, als Ansprechpartner, nach Absprache im besonderen Falle erreichbar wann immer es sein muss.

So, Fjölvi hat sich gut gehalten. Er hat viel geruht, auch gelegen, und er hat sehr begrenzt Heu gefuttert. War in der Sattellage immer etwas feucht geschwitzt und immer etwas schwer geatmet. Natürlich hat er gutes Mineralfutter bekommen und ich habe ihm Zeolith gegeben, zum Ausleiten/Abtransport eventueller Giftstoffe.

Zwei Wochen später, gegen Ende Oktober: Ich fühle kein Pulsieren mehr, die Atmung ist wieder ruhig geworden und Schwitzen muss er auch nicht mehr. Er steht auf einer dicken Matte aus Stroh mit Strohhäcksel  und läuft auch schon im Auslauf mal in die Sonne. Der Auslauf besteht zum Teil aus Matsch, zum Teil Gummimatte und ein Teil ist feste Erde. Größtenteils hat er also die Möglichkeit auch da weich zu stehen.

Ich weiß nun im Nachhinein ja nicht, ob es die beste Entscheidung war, Keile zu unterlegen, da es die Möglichkeit gibt anders zu polstern. Hinterher erfährt man meistens mehr. Da er einen Keil verloren hat, haben wir den zweiten abgemacht und die Hufe zum Glück zum November hin sofort rehegerecht gut bearbeiten können.
Ich habe mich nach den Empfehlungen vom tierheilkundezentrum.de gerichtet. 
Hinten war ja kein Problem, das ging schon vorher, aber vorne wollte er nicht lange hoch geben, da hatte er wohl zu viel Schmerzen, da musste einer Aufhalten. Aber er sah so zufrieden aus, nach der Bearbeitung, es war trotzdem der richtige Schritt. Gestern, 4. November und Heute konnte er die Hufe wieder ganz normal geben, er hat nicht mehr weg gezogen. Ok, nicht so ewig lang, aber fürs Nachbessern der Bearbeitung hat es ausgreicht, nun sind auch die Feinheiten bearbeitet. Endlich, nach 3 Wochen sind wir einen Schritt weiter. Ich bin so froh für ihn. 

Ein gutes Infovideo zu Hufrehe gibt es auch von Karin Kattwinkel, was aus meiner Sicht logisch erklärt, warum Keile zum Beispiel die tiefe Beugesehne zwar entlastet, aber dafür den Zug auf die Hufwand erhöht.

Auch vom VFD gibt es einen interessanten Artikel: Das Fruktanmärchen.

Eine weitere Erkenntnis: Seit der letzten Heulieferung habe ich anscheinend auch den Auslöser gefunden: Der Lieferant sagte mir, dass er Grummet geliefert hatte, obwohl er mir am Telefon sagte, er hätte momentan nur einen frühen Schnitt. Das Heu war sehr fein und grün, hätte er nicht ausdrücklich gesagt, es sein frühes Heu, hätte ich das garnicht gefüttert. Somit hat er also eine ziemliche Energiebombe bekommen, weil dieses Heu ein später 2. Schnitt gewesen ist, sein Stoffwechsel hat das bestimmt nicht verkraftet. Auch meine Stute hatte schon Bauchweh bekommen davon und hat es nicht mehr gefressen. Die anderen beiden sind ohne sichtbare Schäden davon gekommen. Der Lieferant nimmt zwar jetzt die restlichen 2 Quader zurück, aber leider kommt die Gesundheit auch nicht wieder davon. Inzwischen habe ich tolles neues Heu bekommen!

Ein kleines Laufbild als Zwischenbericht vom 9. November:


Hier nun ein Video vom 19. November:


19.11.2020
Bisher bekam Fjölvi Marstall force, aber ich füttere keine synthetischen Mineralien mehr, die ich leider bis jetzt fütterte, weil ich mich nie damit auseinander gesetzt hatte... Durch die Erkenntnisse der Berater aus einer speziellen Gruppe bei Facebook habe ich noch einige Tipps bekommen:

Inzwischen habe ich gewechselt auf:
Huminomineral, natürliches, rehegerecht verwertbares Mineralfutter, googlen nach den besten Preisen ist sinnvoll. 

Die Fütterungsempfehlung stelle ich hier mit rein, die ist nicht so klar in der Beschreibung, ich habe mich informiert und angefragt, diese Antwort habe ich erhalten:

Die Fütterungsempfehlungen im EquiGreen Bereich beziehen sich auf ein 600 kg schweres Pferd 
Bei HuminoMineral sind je nach Verpackungsgröße die Messlöffel unterschiedlich groß, im Allgemeinen gilt: 
30 g täglich bei 600 kg Körpergewicht des Pferdes. Ein gestrichener Messlöffel entspricht bei der 1kg-Verpackung ca. 7,4 g, bei der 8kg-Verpackung ist er etwas größer (13,8 g).
Zum Mineralfutter möchte ich noch etwas sagen. Dieses natürliche Pulver war nicht sehr beliebt. Ich habe das über Wochen, fast Monate langsam, fast in homöopathischen Dosen, eingeschlichen verfüttert in aufgeweichten Heucobs. Jetzt wird es von allen gut aufgenommen, keiner meckert mehr.

Dann im aktuten Schub:
EquiGreen Toxisan , unterstützt den Stoffwechsel,
Lauf fit, oder arthrogreen-lauf-fit, eventuell Huf Tonikum, hilft bei Rehe-Schmerzen.
Dazu getrocknete Kräuter: 30 gr Weidenrinde und 30 gr Mädesüss

Meine Pferde bekommen für Herbst und Frühjahr immer noch eine Kur mit Selen und Zink.

Heute habe ich auch wieder mit dem Arzt telefoniert, ich werde nun ein weiteres homöopathisches Mittel geben, welches speziell für ihn ausgesucht wurde.
Ich bin so froh, dass es Fjölvi nun schon wesentlich besser geht. 
Zwischendurch wurden seine Hufe auch nachgearbeitet, das steht heute auch wieder auf dem Plan.
Ich habe nun alles versucht, was ich tun kann und hoffe er macht weiterhin gute Fortschritte.
 
09.02.2021

Der kleine Fjölvi hat heute vor lauter Freude im Schnee einige Runden galoppiert, er läuft wieder so gut. Ich hab ihn auf die verschneite Koppel rennen lassen und es war so schön ihn so voller Freude toben zu sehen. Er wollte fast nicht aufhören. Hab ihn aber dann wieder rein gestellt in Unterstand mit Matschpaddock, weil ich keine Ahnung habe, ob ihm das so gut tut, wenn er so rum galoppiert.
Seinen Hufen sieht man auch nichts an, also keine Nase oder verbreiterte weiße Linie, sie sehen ganz normal aus. Habe jetzt auch nicht röntgen lassen, werde erstmal sehen, ob sich die weiße Linie noch verbreitert zeigt. Vielleicht war es einfach nicht so schlimm, oder wir haben schnell und gut reagiert?

03.05.2021

So nun fast 3 Monate später läuft er immer noch gut und man merkt ihm nichts mehr an. Er steht wieder mit seinem Kumpel zusammen seit Anfang April 2021 und benimmt sich normal, spielt auch mit ihm. Nun sieht man es seinen Hufen bei der Bearbeitung schon an, es wächst langsam alles raus. Es geht ihm gut soweit. Wir haben bis jetzt immer noch das Ekzemx und Lauffit gefüttert, sowie zusätzlich natürliche Mineralien.

13.10.2021

So. Genau vor einem Jahr hatte Fjölvi Hufrehe.
Ein Jahr später ist er wieder total fit. Er läuft gern, spielt und tobt, hat gut abgenommen und alles scheint wieder gut zu sein.

Momentan lebt er nun noch mit seinem Kumpel Chester im Offenstall mit mehreren Unterständen, angrenzenden Paddocks mit verschiedenen Untergründen: Matschig, steinig, geteert, und einem Naturboden-Auslauf, angelegt in Form eines Trails, der nur bei absoluter Nässe mit tief aufgeweichtem Boden geschlossen ist. Die Unterstände sind teils Naturboden, ein Teil Späneeinstreu, Strohmatte. Späne bevorzugen sie zum Liegen und Stehen/Ruhen, Späne und Stroh zum Pinkeln und sie tun mir den Gefallen und Äppeln auf das Stück Naturboden, worauf ich die Äppel einfach absammeln kann.

Auf dem Trail verteile ich tagsüber bei Trockenheit loses Heu rundherum in Abständen, pro Fütterung 3 kg alle 3-4 Stunden, jeweils nur immer eine Handvoll an einem Fleck und sie sind viel in Bewegung und brauchen etwa 1-2 Stunden bis sie jeweils fertig sind. Bei feuchtem, oder nassem Wetter hänge ich Netze mit der entsprechenden Ration auf. Nachts bekommen sie ein Heunetz im Unterstand. Die Ration ist für beide zur Zeit rund 12 kg tagsüber verteilt und ca. 6-10 kg nachts. Stroh steht ebenfalls im Netz zur Verfügung. Chester wiegt 430 kg, Fjölvi ca. 350 kg.

Rund 20 kg für gesamt nicht mal 800 kg Pferdegewicht erscheint vielleicht erstmal viel, aber durch die entsprechende Bewegung scheinen sie jetzt nicht fett zu werden. Bewegt werden sie 2-3x pro Woche mit ein wenig Bodenarbeit. Ad libitum hat nicht gut funktioniert, weil sie sich dann nicht mehr so viel bewegen und richtig fett werden. Das habe ich über ein Jahr lang ausprobiert. Sie fressen dann auf jeden Fall doppelt so viel, gerechnet an Heuballen die ich dann im Unterstand stehen hatte.

25.01.2022

Update: Fjölvi geht es sehr gut. Er ist wieder ganz der Alte. Die Pferde bekommen jetzt abgewogenes Heu, 5-6 mal am Tag in Netzen mit 6 cm Löchern. Wenn es nicht zu matschig ist, dürfen sie auf einen Matschpaddock, ansonsten großer Unterstand mit befestigtem Paddock davor. Weide im Sommer 2 Stunden ca. Er läuft auf jedem Untergrund, weich, hart, Strasse, Schotter, alles gut. Wir haben ihm einfach Zeit gelassen und ihn nicht besonders bewegt. Er darf mit seinem Kumpel spielen und nach einem Jahr Pause mal ab und zu wieder spazieren gehen. Wir werden dieses Jahr auch wieder anfangen zu Reiten. Er sollte einfach soviel Zeit bekommen, wie er brauchte.

Hier im Video zeigt er sich fröhlich beim Wälzen.

 
 
  Und hier auf einem Spaziergang, läuft gut mittlerweile auf jedem Untergrund, Kies, Teer, steing, er zieht nicht mal zum Rand.
  


Update:



Er hatte Hufrehe im Oktober 2020, jetzt haben wir Januar 2023 und dem süßen Fjölvi, geht es immer noch gut, seine Hufe wachsen super und er läuft sehr gut. Im Moment bekommt er wieder Heu ad libitum, kein Stroh - weil wir kein gutes Futterstroh bekommen haben,  und Huminomineral, sowie eine Kur mit Zink/Selen.

Eigentlich wollten wir schon im letzten Jahr wieder Reiten, haben ihm aber noch ein Jahr Urlaub gelassen, weil wir einfach nicht dazu gekommen sind. Dieses Jahr freue ich mich nun darauf, mit ihm wieder die Gegend zu erkunden
.







Freitag, 29. Dezember 2017

Polysaccharid-Speicher-Myopathie kurz PSSM - Ein Gendefekt, den jedes Pferd treffen kann.


Polysaccharid-Speicher-Myopathie, kurz PSSM genannt, ist ein erblicher Stoffwechsel-Gendefekt bei Pferden. Fälschlicherweise wird oft gesagt, ein Pferd ist an PSSM erkrankt, wenn es Symptome zeigt, die diesem Gendefekt zugeordnet werden. Es ist aber keine Erkrankung daran möglich, sondern es können sich bei falscher Haltung oder falscher Beanspruchung erst Symptome bilden, die nur bei Pferden auftreten können, die diesen Gendefekt haben.

PSSM betrifft den Glykogen-Speicher und ist in verschiedenen 
Pferdezuchten verbreitet. Betroffene Tiere vererben den Gen-Defekt daher weiter, der oft fälschlicherweise als Krankheit beschrieben wird.

Durch die veränderte Zuckerspeicherung müssen diese Tiere optimal gehalten werden um nicht krank zu werden:
Gutes Heu, abgestimmte Mineralien, viel und konstante Bewegung, nach Möglichkeit kein Stress. 
Zum Leistungssport sind solche Pferde nicht gut geeignet, eher für den gemütlichen Freizeitsport, denn durch die veränderte Zuckerspeicherung kann über Energie nicht plötzlich verfügt werden, sondern Bewegung sollte langsam gesteigert werden, damit die Muskeln Zeit haben sich Energie zu holen. Verbraucht das Pferd plötzlich viel Energie, zum Beispiel beim Lostoben auf der Weide, fehlt plötzlich Energie und das Pferd reagiert mit Steifheit, Muskelzittern, Schwitzen usw, was oft als Kreuzverschlag diagnostiziert wird. Durch einen Bluttest kann man die Schwere des sogenannten "Schubes" feststellen und entsprechend reagieren.
Es kann sein, dass ein Pferd jahrelang keine Symptome zeigt und im Alter tritt plötzlich ein Schub auf, weil sich für das Pferd eine dauerhafte Fehlernährung und falsche Haltung erst später auswirken kann.

Der Gendeffekt PSSM betrifft vor allem Pferde muskulöser Rassen wie Quarter Horse und Paint Horse aber auch Haflinger und Kaltblüter, Appaloosas, aber auch Warmblüter und Ponys. 

Für die Vererbung von PSSM gibt es drei mögliche Genotypen:


1. Genotyp N/N: Dieses Pferd trägt die Mutation nicht und wird nicht an PSSM Typ I erkranken. Es kann die Mutation nicht an seine Nachkommen weitergeben.
2. Genotyp N/PSSM: Dieses Pferd trägt eine Kopie des mutierten Gens und hat ein hohes Risiko das sich PSSM Typ I irgendwann im Leben des Pferdes bemerkbar macht. Es wird die Mutation zu 50 % an seine Nachkommen weitergeben.
3. Genotyp PSSM/PSSM: Dieses Pferd trägt zwei Kopien des mutierten Gens und hat ein extrem hohes Risiko dass sich PSSM Typ 1 bemerkbar macht. Es wird die Mutation zu 100 % an seine Nachkommen weitergeben. 
PSSM wird autosomal-dominant vererbt, das bedeutet, dass bereits ein betroffenes Allel (Genotyp N/PSSM) zu diesem Gendefekt führt. Die Schwere nimmt zu, wenn das Pferd reinerbig für die Mutation ist, d.h. zwei betroffene Allele besitzt (Genotyp PSSM/PSSM).
Durch das zusätzliche Vorliegen der Equinen Malignen Hyperthermie (EMH) kann die Symptomatik des PSSM-Gendefektes verstärkt werden.
Symptome bei PSSM/EPSM Pferden und vieles mehr zu PSSM finden Sie bei Simone Förster-Schüring und auf Iher Internetseite: dai-sho dan.de

PSSM 1 lässt sich leicht per Labortest nachweisen. „Dazu benötigen wir entweder eine vom Tierarzt gezogene Blutprobe mit dem Gerinnungs-hemmer EDTA oder 20 bis 30 Haare aus Mähne oder Schweif samt Haarwurzel“, sagt Bärbel Gunreben von Laboklin in Bad Kissingen/Bayern.

Das Kompetenzzentrum Pferd Baden-Württemberg hat zu dem Thema PSSM ein Merkblatt herausgegeben.  


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Sonntag, 26. Juli 2015

Ein Thema, das vor allem Wallache und deren Besitzer angeht, die versteckten, harten Bohnen am Ausgang der Harnröhre - Pferdebohne, Eichelstein, Urinstein oder Smegmastein genannt


Bild einer von zwei Bohnen, an der Spitze des Schlauches, direkt neben dem Urinkanal, innen liegend entfernt.

Noch nie gehört davon? Da sind Sie bestimmt nicht allein.
Ich habe seit über 40 Jahren mit Pferden zu tun und bis vor kurzer Zeit war dies auch kein Thema für mich. Ich habe zwar mit der Zeit mal darüber gelesen, in einem Buch von Mark Rashid, aber wirklich noch nie davon gehört, dass irgendein Wallach von meinem Bekanntenkreis dieses Problem gehabt hätte.
Also schien dies wohl sehr selten zu sein... oder kaum jemand spricht darüber.
Es kann zwar zu erheblichen Verhaltensauffälligkeiten kommen, wenn es mal der Fall ist, was ja auch kein Wunder ist, aber sie werden eben selten entdeckt, weil es vielfach auch einfach nicht möglich ist, das Pferd an seiner intimsten Stelle zu berühren. Das erfordert viel Vertrauensarbeit. Und manchen ist es vielleicht auch zu eklig, oder wer weiß, was sonst.. obwohl es doch jedem wichtig sein sollte, sein Pferd möglichst gut zu pflegen und um seine Gesundheit besorgt zu sein.

Ich stellte nun jedenfalls fest, dass ein Wallach in unserem Stall, der erst ein paar Monate da war, augenscheinlich Probleme beim Pinkeln hatte. Er brauchte lange bis er überhaupt anfing zu pinkeln, wenn er schon Anstalten dazu machte und stand auch noch eine Weile danach da ohne sich zu bewegen. Außerdem schien es ihn anzustrengen, trotzdem pinkelte er recht oft.
Auf jeden Fall, war das meine Beobachtung. Und dann kam mir die Idee, mal nach so einer Bohne zu tasten.

Mein Schreck war groß, die Bohne, die ich fand aber noch größer, exakt 3 cm im Durchmesser. Er hat dunkle Haut somit war die Bohne auch dunkel. Kann aber auch hell sein, weil wohl Hautschuppen und allerlei Dreck sich da vermischen zu einer Wachsharten, äußerlich etwas schmierigen Kugel.

Der erste Gedanke war, wie bekomme ich dieses Ding da raus? So riesig.... es steckte ziemlich tief...
der Trick dabei war, sie von außen nach unten zu drücken. Ich brauchte nichts einreiben oder lösen, es war eigentlich ganz leicht, man muss sich nur überwinden etwas beherzt zu zugreifen und vorsichtig heraus zu drücken.
Zum Glück hatte der Wallach großes Vertrauen zu mir, ich hatte schon eine Weile an der Reinigung des Schlauches gearbeitet, wollte auch nichts überstürzen und mit der Zeit hat er es akzeptiert, dass ich daran herum hantierte. Ich wollte ihn auch nur von den angetrockneten Fetzen voller Dreck befreien, als ich diese Bohne entdeckte.

Ich war so froh, als dieses Ding weg war und dachte, damit wäre das mal für eine Weile erledigt. Trotzdem pinkelte er nicht wirklich viel besser, etwas schon, aber eben noch nicht so, wie die anderen.
Mein Verdacht bestätigte sich, als ich nochmal tastete, es kam noch eine Bohne zum Vorschein, etwas kleiner, 2 cm im Durchmesser, dafür aber noch tiefer neben dem Urinkanal, als die erste Bohne.

Auch diese ließ sich problemlos, ziemlich leicht heraus drücken, mit etwas Feingefühl, um ihm nicht weh zu tun, ließ er sich auch dieses mal ruhig behandeln. Ich habe ihn nicht angebunden dazu, er steht aber auch beim Putzen und Satteln nie angebunden. Er bleibt einfach stehen.

Von dieser zweiten Bohne habe ich leider kein Bild mehr gemacht, aber sah so aus wie die erste hier. Etwas unregelmäßig und dunkel.

Ich habe dies hier so genau beschrieben, weil ich hoffe, dass viele Wallach-Besitzer etwas beherzt jetzt nach diesen Bohnen suchen, damit ihr Wallach davon befreit werden kann und sein Leben wieder genießen kann.
Außerdem kann es sonst zu Entzündungen, Kolikartigen Schmerzen, Einklemmen des Schweifes, gekrümmten Rücken, schlechter Haltung, verkürztem Gang, Buckeln oder schlechter Laune kommen. Wobei das sicher nicht alle Auswirkungen sind.

Deckhengste oder Hengste in freier Wildbahn haben dieses Problem übrigens nicht, weil diese durch den Sprung auf die Stuten nicht solche Mengen an Dreck ansammeln können, dass es zu solchen Problemen kommt.

Ein Video davon, wie der Schlauch des Pferdes gereinigt wird,
https://www.youtube.com/watch?v=mIqo7wnG3FM
und wo diese Bohnen zu finden sind, und wie man sie entfernt sehen Sie auch hier:
https://www.youtube.com/watch?v=UzTqjuB65SA
Entfernung des Steins im Video auf Instagram.com
Die Videos sind englisch sprachig, aber durch die Bilder selbsterklärend.


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Sonntag, 9. November 2014

Was tun gegen Mauke? Haltungsbedingt, oder hilft Futterumstellung?

Mauke ist ein Fesselekzem, wovor jeder Pferdebesitzer Angst hat. Doch was sind die wirklichen Ursachen?
Dr. Susanne Weyrauch-Wiegand ist den Ursachen auf den Grund gegangen.
Hier ist Ihr Artikel:
Mauke kommt von innen und geht von innen

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Freitag, 11. April 2014

Arthrose, Spat, und die Alterswehwehchen... meine Futterzusammenstellung hilft Tafi

Tägliche Mengen:
Rauhfutter: Tagsüber Heu - Fütterung zur freien Verfügung, + nachts ein Heunetz ca. 7 kg.
Einstreu: Stroh, frißt sie auch.

Nach Jahreszeit frisches Gras auf der Weide,
zusätzlich frischer Löwenzahn, ab und zu 1 Eimer voll, wenn verfügbar (ist sie ganz gierig drauf)

Kein Kraftfutter, da sie ja nicht übermäßig beansprucht wird.
Sie erhält aber weitere Komponenten:

Mineral - Mischung:

Mineralfutter: Equigreen Huminomineral von CD vet, mal googlen wegen dem Preis!
Die Futterempfehlung ist für ein Pferd von 600 kg, ist nicht anders auf der Packung angegeben.

Wegen dem Geschmack noch dazu:
1 Handvoll Hippolyt Struktur Energetikum

1 Handvoll Marstall Kräutermix Synfonie

Maisflocken hat sie bekommen um Gewicht aufzuholen, was sie verloren hatte, als sie noch Tag und Nacht in der Herde war, bekommt sie momentan aber nicht mehr, da sie ihr Gewicht wieder aufgeholt hat.

Ca. 2x im Jahr als Kur je einen Sack voll:
Getrocknete Rote Beete
und Getrocknete Möhren -davon bekommt sie täglich je eine Handvoll, ich habe gelesen, dass dort etwas drin ist, was sie von frischen Möhren nicht erhält, beides ist gut für die Gelenke

in Verbindung mit anderen Zutaten der Liste:

(1 Teelöffel Grünlippmuschelpulver mit
6 gr. Chondroitin
und Glucosamin, MSM
25ml Teufelskralle flüssig (bitte nicht dauerhaft füttern)
schmeckt ihr nicht besonders, wenn es geht sortiert sie aus, deswegen gut vermischt mit leckerem Kräutermix oder auch mal eine halbe Flasche Malzbier drüber, oder auch mal Äpfel und/oder Möhren ganz fein geschnipselt, das riecht dann gesamt besser für sie) 
deshalb momentan als 
Mischung von Pellets, MAKANA ® Grünlipp 30, welche sie lieber frisst.

1 Esslöffel Kieselerde

bei nasskaltem Winterwetter gibt es ca. 1-2 x pro Woche 500 g
Irish Mash, schön warm auch mit dem restlichen Zusatzfutter vermischt,
oder Heucobs mit heißem Wasser aufgeweicht, dass auch mal was Warmes im Maul ist ;-)


Zusätzlich:

Frische Möhren, Äpfel, Birnen, oder gemischt, imWinter je nach Verfügbarkeit pro Tag nicht mehr als 1 kg, im Sommer/Herbst bei Gewöhnung an Saftfutter auch mal etwas mehr nach Verfügung unter den Obstbäumen. (Äußerst selten mal eine Banane oder Weintrauben, oder eine Mandarine oder Orange)

Belohnungshappen:

Heucobs
ab und zu mal eine harte Scheibe Brot oder ein Brötchen zum Knabbern,
schmackhaftere Vollkornpellets oder natürlich auch Bergkräuter-Leckerlis.