Posts mit dem Label Hufbearbeitung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hufbearbeitung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Hufbearbeitung Thema: HGM - Hoof Guided Method - Huf geleitete Methode, nach Maureen Tierney



 

Unser Fjölvi hatte leider einen Hufreheschub, vor 2 Jahren. Wir hatten Glück, mit der Bearbeitung mit HGM haben wir ihn super wieder auf die Füße gestellt. Er hat keinerlei Probleme mehr und läuft über jeden Untergrund.

Hoof Guided Method - kurz HGM genannt, 
eine Methode der Hufbearbeitung die sich vom Huf leiten lässt, nach Maureen Tierney. 
Die Regeln dazu sind:

- Reinigen Sie den Huf gut. Beurteilen Sie den Huf, um zu sehen, ob er getrimmt werden muss.
- Wenn die Hufwand 1/8 Zoll (0,3175 cm) oder mehr über der Sohle liegt, sollte sie getrimmt werden. 
- Die Wand mit einem 20 bis 25 Grad Winkel von der weißen Linie von 8 zu 4 Uhr auf Sohlenhöhe abschrägen, dann bis zur Trachte hoch nur begradigen. 
- Lassen Sie die Trachten in Ruhe, wenn sie sich 1/4 Zoll (0,635 cm) über der Sohle befinden. 
- Wenn die Trachten nicht gleich hoch stehen, raspeln Sie die höhere Trachte entsprechend der tieferstehenden Trachte herunter.
- Gibt es eine Sohlenschwiele, eine Erhöhung auf der Sohle, schrägen Sie den Hufwand/Tragrand zurück bis zur Schwiele. 
- Gibt es keine Schwiele, schrägen Sie die Hufwand immer nur bis zur weißen Linie.
- Alle losen Teile des Strahls entfernen, damit sich keine Taschen bilden, ansonsten in Ruhe lassen. 
- Nach dieser Bearbeitung den Huf in Ruhe lassen und in 4 Wochen neu beurteilen.

Hier finden Sie eine sehr ausführliche Youtube Kanal über HGM Trim in englischer Sprache

Kanal von der Begründerin 
Maureen Tierney, die aber leider nicht mehr lebt und ihre einzelnen Erklärvideos 






Besuchen Sie auch unsere Website: www.pferde.24-hs.de


Hufbearbeitung Thema Huforthopädie



Huforthopädie in Theorie und Praxis 

Ein sehr interessanter Artikel von Konstanze Rasch, der interessante Einblicke gibt in die allegemeine Hufsitutation und deren Möglichkeiten der Bearbeitung aus Sicht der Huforthopädie.






Besuchen Sie auch unsere Website: www.pferde.24-hs.de


Sonntag, 4. März 2018

Der Weg zum gesunden Huf



Der von Pferdeliebhabern gewünschte Naturhuf ist selten ohne ausreichende Arbeit am Huf zu erreichen. Aber fast jeder Huf lässt sich dorthin bringen, wieder wie in der Natur zu funktionieren. Selbst mit reiterlichen Wünschen lässt sich ein naturbelassener Huf bewahren. In einigen Fällen ist auch Huforthopädie das Schlüsselwort. Und manchmal ist ein Huf ohne Eisen die einzige Möglichkeit für das Pferd, wieder einen gesunden Huf zu bekommen. Beide Autoren schreiben hier einfühlsam über die Möglichkeiten dorthin zurück, wenn Einflüsse vorhanden waren, die den Huf kaputt gemacht haben.

Ich selber habe schon erleben dürfen, dass nach Biernat gearbeitete Hufe am eigenen Pferd überdurchschnittliche Verbesserungen zustande kommen können.

»Fühlt sich mein Pferd auf seinen Hufen wohl?«, diese Frage stellen sich Pferdebesitzer noch viel zu selten. Meist lassen sie erst Lahmheiten und´ Krankheitsbilder am Huf, die ihr Hufschmied oder Hufpfleger nicht mehr in den Griff bekommt, sensibel für die Hufprobleme ihrer Pferde werden. Mit diesem Ratgeber soll der engagierte Pferdebesitzer in die Lage versetzt werden, Probleme am Huf zu erkennen, bevor das Pferd offensichtlich lahmt. Anhand von Fotobeispielen aus der Praxis lernt er Belastungssituationen einzuschätzen, lernt verstehen, warum sich Hufe wie (ver)formen und erfährt u.a. was die einzelne Hufbearbeitungstechnik am Huf bewirkt.

ISBN: 978-3-275-01983-0



Besuchen Sie auch unsere Website: www.pferde.24-hs.de


Dienstag, 3. Juni 2014

Natürliche Hufbearbeitung nach dem Wildpferdemodell - für und wider - was bleibt?

Tafi`s Hufe werden hinten steiler gestellt, um der Absenkung der Fessel etwas entgegen zu wirken, so etwas kann ein Huforthopäde machen.
Anfangs wurden ihre Hufe am Tragrand etwas abgerundet, um die Kante zu brechen, damit sie besser abrollen kann. Später habe ich aber zu einer anderen Methode gewechselt: HGM einer vom Huf geleiteten Methode, die den Hufen von Tafi mehr Stabilität gegeben haben. 

Auch mein kleiner Ponymann Fjölvi hat nach einer Hufrehe und der Bearbeitung mit HGM ein Jahr später wieder tolle Hufe und bewegt sich wieder über jeden Untergrund mit viel Lebensfreude.

Die Hufbearbeitung in Anlehnung an den Wildpferdehuf ist aus meiner Sicht sehr gut nachvollziehbar, jedoch auf einem anderen Territorium und anderen Klimazonen nicht immer sinnvoll.

Beim Wildpferdemodell unterstützt man die Hufmechanik durch eine leichte Wölbung am Tragrand an der Lauffläche und der Huf kann gut und schnell abrollen mit einer sogenannten Mustangroll, im Gegensatz zu einer scharfen Kante, um größtmögliche Bewegungsfreiheit zu garantieren.

Bei HGM ist die ganze Fläche des Tragrandes abzuschrägen, damit besser abgerollt werden kann und das Gewicht auf die ganze Fläche verteilt werden kann, ohne den Tragrand dünner zu machen.

Kann man diese Bearbeitungsarten auf alle unsere domenstizierten Pferde übertragen?

Einige Stimmen und Erklärungen, die darlegen warum es gut sein kann und wie es aussieht, sowie auch die Methode des HGM - sich am Huf zu orientieren,  auf diesen Seiten:
(in englischer Sprache aber mit vielen aussagefähigen Bildern)


http://www.thinklikeahorse.org/index-28.html

http://www.barefoothorse.com/barefoot_Breakover.html



Unsere Hauspferde haben normalerweise nicht diese Sohlendicke wie Wildpferde, die auf steinigem Untergrund laufen und können mit einer Rundung der Hufe vielleicht nicht mehr laufen, weil das Hufbein dann zu nah am Hufrand ist. 
Eine Alternative ist dabei, einfach eine kleine Abrundung zu machen um dem Huf das Abrollen zu erleichtern.


Uns bleibt nur die eigene Überlegung, unter Berücksichtigung der Lebensumstände unseres Pferdes, seiner "Nutzung", seiner Futterzusammensetzung, des Bodens auf dem es lebt und läuft, wie viel es sich bewegt, um zu entscheiden, wie weit wir etwas umsetzen wollen und können oder müssen.