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Dienstag, 7. Mai 2024

Sommerekzem, mein Erfahrungsbericht





Fjölvi mit Sommerekzem

Als Fjölvi in unsere Herde kam, hatte er Strahlfäule und starkes Sommerekzem und musste eine Decke tragen. Sein Mähnenkamm war angeschwollen und die Mähne abgescheuert und sein Schweifansatz hatte nur noch ein paar Borsten.

Wir hatten einen Stall an einem sumpfigen Gewässer und ich hatte schon Bedenken, dass wir das Ekzem nicht los werden könnten, aber Fjölvi hat sich bei uns sehr wohl gefühlt.

Ich habe fast täglich Nivea Körper - Pflegemilch geschmiert, (was Fjölvi sehr angenehm empfand) abwechselnd mit Balistolöl, (welches er nicht gern hatte). Gewaschen habe ich die Langhaare kaum, eher nur ausgebürstet, was an Dreck geklebt hat. Ich wollte die Haut nicht zusätzlich reizen.

Wenn ich an der Bauchnaht blutige oder schwarzkrümelige Krusten gesehen habe, dann habe ich diese nur mit kühlem Wasser Schwamm oder Bürste abgewaschen, mit der Zeit hat er gemerkt, dass es ihm gut tut und auch still gehalten. 

Er hat ein Mineralfutter erhalten, ohne synthetische Bestandteile und ansonsten nur Heu, Stroh und Gras in Maßen. Als Belohnungshappen gab es nur Heucobs und ab und zu ein Stück Möhre.
Ich bin davon ausgegangen, dass sein Stoffwechsel als Tarpan besser arbeitet, wenn er keine besonderen Futterzusätze oder zuckerhaltige Früchte zu sich nimmt.

Außerdem habe ich einen weiteren Tipp ausprobiert: 
Ich nehme etwas Leinöl in die Hand und dazu ein paar wenige Tropfen ätherisches Lavendelöl und betupfe damit die Langhaare und die Bauchnaht. Das hält tatsächlich Fliegen und Kriebelmücken ab. Man kann das sofort beobachten. Es geht sicher auch ein anderes Trägeröl mit einem anderen ätherischen Öl, aber Lavendel mögen meine Pferde gern und vertragen es auch gut.
Es erspart tatsächlich bis jetzt die Fliegenmasken auf der Weide. Mal sehen, wie es im Hochsommer wird.

Wie ihr auf dem Bild seht, hat Fjölvi im Sommer noch seine schöne Mähne und vollen Schweif. Ich bin so froh, dass es ihm besser geht. Meine persönliche Meinung ist, dass es ihm vielleicht auch einfach gut gefällt bei uns und er zufrieden ist mit seinem Leben hier. Das ist ja bei uns Menschen auch oft so, dass wir Probleme mit der Haut bekommen, wenn wir uns nicht wohl fühlen.






Lisa Peters: pferd.24-hs.de


Sonntag, 6. März 2022

Futterraufen oder Futternetze, was ist besser? Unsere Erfahrungen hier

Meine Pferde fressen tatsächlich lieber aus dem Netz.
Meine Erfahrung nach vielen Jahren. 
Ich denke mal, es kommt dem natürlichen Fressen sehr nah, weil Pferd dann rupfen kann. 
Viele Lochbreiten funktionieren, ich bin aber bei 6 cm geblieben, da Pferd nicht hektisch oder gefrustet werden muss, trotzdem gut was raus bekommt und kaum was verschwendet wird. 
Wichtig dabei die Fresshaltung. Ich fixiere die Netze in der Raufe am Boden, so dass Pferd von oben in natürlicher Haltung rupfen kann, oder stelle große Rundballen mit Netz auf, die ich von oben gespannt halte, damit sie nicht drauf treten. Bei den großen Netzen variieren sie die Fresshaltung immer wieder, dass normalerweise auch hier keine Verspannungen auftreten können. 

Wir haben unseren Pferden schon lange engmaschige Futternetze mit 6 cm Lochbreite aufgehängt. Damit konnten wir inzwischen sehr lange Freßzeiten realisieren. Bis zu 12 Stunden pro Tag bei 2x Netze füllen.

Da es aber unterschiedliche Pferde gibt, kann man keine Empfehlung für alle Pferde gleich nennen.
Denn einige Kandidaten fressen brav langsam Halm für Halm heraus, andere beißen kräftig rein, wieder andere hacken mit den Zähnen ganze Löcher raus und dann gibt es noch die hartgesottenen, die gleich mit dem Huf reinschlagen. Und dann natürlich irgendwann hängen bleiben. Gut, wer dann nicht gleich in Panik verfällt und ein paar Stunden brav wartet, bis jemand kommt um ihn zu befreien.
Oder das Netz gibt vorher nach.... Wie lange diese Netze halten, kommt also immer auf`s jeweilige Pferd an.

Ich habe schon einiges jetzt selber erlebt, anderes im Internet gesehen. Selbt in großen Metallraufen, in denen große Rundballen gelagert werden, die mit Netzen zugedeckt werden, damit die Pferde durch die Fressgitter langsamer fressen sind nicht zu 100 % sicher. Da lag doch tatsächlich mal ein Pferd quer über dem Heu in der Raufe, was sich total in dem großen Netz verfangen hatte. Es musste von der Feuerwehr befreit werden. Die Raufe sah aus, wie diese hier und hatte ein großes Netz über dem Heu:


Ein Pferd hatte sich mit dem Kopf von einem Durchfressgitter in ein benachbartes Gitterabteil gesteckt... man kann sich das garnicht so vorstellen... aber: Genickbruch. Aus Gründen der Bildrechte, zeige ich das hier nicht. Fressgitter wie hier mit Blickschutz sind da schon besser, da kann keines seinen Kopf in ein Nachbargitter stecken:

Ich glaube Pferde können ganz schön viel Unsinn machen. Alles kann man nicht vorher sehen.

Hier sind Bilder von unseren Lösungen:

 Diese Netze hatten lange gute Dienste geleistet, Netz im Netz sozusagen: außen 4 cm Löcher, innen 6 cm Löcher im Netz. Sehr gute Lösung gewesen.
 Oben eng zugebunden, damit kein Huf rein kann:

Nach unserem Neuzugang, der versucht hat, mit dem Huf größere Löcher zu schlagen, wollten wir es mit Futterraufen aus Holz und Netz versuchen:

Anfangs sah es ganz gut aus...

doch je tiefer die Pferde fraßen, und je weniger Heu drin war, desto mehr zogen sie am Netz und hoben die Futterraufe einfach auseinander. Sie war viel zu leicht.

Wir haben uns nun der löchrigen Netzen wegen und der viel zu leichten Holzraufen für verzinkte Industrie-Gitterboxen entschieden. Wir haben unsere hier gefunden:
http://www.behaelter-logistik.de/pages/bakery/industrie-gitterbox-ig-1581-1946.php

Sie lieben es Löcher zu fressen und ihre Nasen tief zu vergraben:



Mittlerweile aber wegen der Einstreu auf dem ganzen Futterplatz, kommt nur eine Schicht Stroh rein und die Heunetze mit 6 cm Löchern oben drauf. Wir haken sie mit Karabinerhaken fest.


Dann hatten wir noch in einem Bereich große Rundballen mit Netzen drüber, diese konnten wir nach Bedarf auch abteilen, damit kein Zugang zeitweise besteht. Die Fresslöcher auch hier 6 cm. Dies gewährleistet, dass die Pferde ohne Stress heraus zupfen können und es fällt nicht viel daneben. Diese großen Netze müssen immer wieder nachgespannt werden, wenn ein Teil heraus gefressen ist, damit sie nicht drauf steigen und es als Toilette benutzen. Wir haben sie jetzt der Einfachheit halber oben an den Balken fest gemacht, damit geht das drauf Stehen jetzt nicht mehr. Unsere standen hier noch auf Naturboden. Die 160 cm Ballen haben ca. 1 Monat pro Pferd gehalten, dann waren sie leer.


Diese hier stehen jetzt auf festen Holz-Palletten da wird auch nichts feucht von unten, selbst wenn sie länger stehen. Dieser Freßbereich kann zeitweise abgeteilt werden mit Gitterpanelen, die im unteren Bereich vor dem Reinwälzen oder Reinsteigen geschützt sind. Wir haben dafür alte Förderbänder benutzt, es gehen aber auch Holzplatten. 
 







Samstag, 19. Februar 2022

Medical Training für Pferde


Das Pferd steht ruhig, während es eine Impfung bekommt oder lässt sich geduldig das Bein verbinden. Wollen wir nicht alle, dass unsere Pferde stressfrei reagieren beim Tierarzt? Helfen kann uns das Medical Training.

Tiergerechtes Training kann man lernen. Nina Steigerwald hat ein Tolles Buch dazu geschrieben, was ich hier gerne vorstellen möchte:

Medical Training für Pferde
Entspannt bei Tierarzt, Hufschmied & Co.

Die Aufgabe jedes Pferdehalters ist es, sein Pferd fit für seinen Alltag zu machen. Der häufige Einsatz von Nasenbremse und Sedativa belegt allerdings allzu oft, wie groß die Not bei gesundheitlich notwendigen Behandlungen ist. Pferde können so trainiert werden, dass sie unangenehme Maßnahmen an ihrem Körper deduldig und gelassen mitmachen. Gut gemachtes Medical Training verhilft dem Pferd zu vertrauensvoller Kooperation in allen Lebnslagen - nicht nur beim Tierarzt, Hufschmied und Co.! Dieses Buch schließt die Lücke zwischen einer guten Grunderziehung und den medizinischen Herausforderungen im Pferdeleben.

Eine klare Empfehlung:



Lisa Peters: pferd.24-hs.de

Sonntag, 13. Februar 2022

Chester, der Herdenchef und mein Aufstieg in der Führungsebene



Als Chester zu uns kam, war er ein bemitleidenswertes, kleines Häufchen Elend. Er hatte einen Kieferbruch, solllte erlöst werden wegen der hohen OP Kosten, sein Leben stand dabei auf der Kippe, aber wir holten ihn kurzerhand zu uns, ließen ihn operieren und hofften einfach nur, dass er es gut übersteht.

Nach einem halben Jahr Genesung war klar, er wird gesund und immer munterer. Er zeigte dann auch, wer er wirklich war. Vom dem kleinen, jämmerlichen Häufchen Elend entpuppte er sich als der geborene Alpha, stark und ungestüm.

Er hatte als 3 jähriger so einige Sachen drauf, die ich noch nie so in dem Ausmaß erlebt hatte. Ein typisches Jungpferd: anrempeln, ansteigen, davon preschen, einfach allegemein hibbelig und sehr unberechenbar in seinen Aktionen. Andauerndes Gezappel auch beim Hufe machen und Pflegen und dauernd angeknabbert werden, einfach alles ziemlich nervig. Ganz ehrlich habe ich mich damals gefragt, ob ich das jemals mit ihm schaffe? Ich war ziemlich am Ende meiner Überlegungen. Aber ich hab mir dann selber gedacht: wenn ich es nicht schaffe, wer dann? Und wenn das jemand anders schafft, dann schaffe ich das auch.

10 Jahre weiter: Wir haben es geschafft! Und das mit Bravour.
Er ist heute mein bestes Pferd im Stall. Sehr souverän führt er die kleine Herde an, seine Entscheidungen werden nicht mal im Ansatz hinterfragt. Er ist der unangefochtene Chef der Gruppe. Wenn dann mal ein Neuer hinzu kommt, wird der sehr sicher, ruhig, souverän und überlegen dazu bewegt, seinen Anweisungen zu folgen. Trotz allem teilt er alle Resourcen brüderlich, auch wenn mal ein Rüpel dabei ist.

Ob das allein sein toller Charakter ist, oder auch ein Teil meiner Erziehung, (was ich natürlich gern für mich einstreichen würde) bleibt dahin gestellt.

Sehr gern erzähle ich aber auch mal, wie wir nun dahin gekommen sind.
Durch "Zufall" kam mir ein Buch in die Hände, von Gertrud Pysall: Das Geheimnis der Pferdesprache kennen lernen.

Das verhalf mir ehrlich gesagt zum Durchbruch.
Ich konnte Chester nun zeigen, wer wirklich etwas zu sagen hatte und zwar auch so, dass er es sofort verstanden hat, trotzdem gewaltfrei. Es war ein etwas längerer Prozess, denn er war ja absolut unerzogen und roh, erstmal auf der Alm groß geworden und hatte noch nie so richtig eine menschliche Führung genossen. Er wunderte sich nur, dass ich plötzlich ranghöher war, so viel schneller war als er, dass ich ihn in jedem Moment stoppen konnte, seine Laufrichtung wechseln konnte, seine Gangart bestimmen konnte und auch noch markieren konnte, dass alle Bereiche MEIN Territorium waren über das ich allein verfügen konnte wie ich wollte, oder ihn nach meinem Wunsch mit einbeziehen konnte und alle Resourcen von nun an allein verwaltete.  Und vor allem anderen: dass mich seine Eskapaden von nun an unbeeindruckt ließen, weil ich für mich den Stein der Weisen gefunden hatte.

Das ging nicht alles an einem Tag, aber mit jeder Minute des veränderten Umgangs mit ihm, wurde ihm mehr und mehr klar, dass egal was er machte, ich die Oberhand behielt. Ich konnte ihm zeigen, dass ich ihn liebte, ruhig bleiben konnte und trotzdem immer das letzte Ass im Ärmel hatte. Schritt für Schritt hat er gelernt, was es heißt ein gutes Pferd zu sein. Alles haben wir mit Ruhe und Zeit erreicht. 

Ich habe sehr darauf geachtet, ihn nicht zu überfordern, auch als wir begonnen haben ihn zu Reiten. Wir übten alles ohne Reiter und er kannte ja dann schon alles vom Boden her. Dass ich dann auf einer erhöhten Position saß, machte für ihn dann keinen Unterschied mehr. Wir haben auch schon aufgrund seines Kiefers nie ein Gebiss eingelegt. Nur mit Knotenhalfter und langem Strick gearbeitet. Ich habe ihm natürlich zuerst auch alle Hilfen vom Boden erklärt.

Als er 3 oder 4 Jahre alt war, hab ich einfach mal den Sattel drauf gelegt und damit Bodenarbeit gemacht. Oder ihm einen Sack Futter aufgelegt. Er hat einfach die Routine bekommen mit dem täglichen Arbeiten, dass es alles normal ist, was wir machen. Da kam nie eine Gegenwehr, er hat sich einfach auf mich verlassen.

Er ist nun zu dem geworden, was ich ihm vorgelebt habe. Morgens werde ich grummelnd begrüßt und immer willkommen geheißen. Ein rundum tolles Pferd. Ruhig, immer souverän und händelbar. Für alles offen und selbst vom Spielen auf der Weide abrufbar, wenn ich ihn holen möchte. Selbst nach 2 Jahren Reitpause lässt er sich reiten, als wäre nichts dazwischen gewesen. Beim Toben auf der Weide kann ich immer sicher sein, dass er auf mich aufpasst. Er schlägt sogar Haken, damit er einen nicht überrennt. 

Ich wünsche allen anderen nun viel Mut und Zuversicht, auch wenn alles noch nicht so auf Anhieb klappt. Dazu kann ich das Buch von Pysall nur empfehlen, es vermittelt eine tolle Kommunikation mit Körpersprache.
Hier noch ein paar andere Geschichten zum Thema Vertrauensaufbau und Führung
Viel Spaß mit eueren Pferden!


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Pferdehaltung - Was braucht ein Pferd



Wer sich mit dem Gedanken trägt, ein Pferd anzuschaffen, hat es leicht. Man kauft sich ein Pferd und stellt es als Einsteller in einen Pensionsstall. Dort wird es bestens versorgt.

So dachte ich auch einmal. Bis ich mit der Zeit erfahren musste, dass dem leider nicht so ist.

In einem Stall fehlte dies, im anderen das. Meine Pferde mussten teils enorm leiden unter der Ignoranz der Stallbesitzer. Ich mochte meine Pferde nicht mehr irgendwo abstellen, sondern suchte mir dann einen eigenen Stall. Seit 3 Jahren stehen meine Pferde nun auch direkt am Haus. Es ist so schön, die eigenen Pferde immer um sich zu haben und sie mit allem zu versorgen was sie brauchen, sei es auch noch so unterschiedlich für das ein oder andere Tier.

Aber was brauchen Pferde denn überhaupt?
Ich habe für meine Leser ein paar sehr aufschlußreiche Links zusammen gestellt, damit nun dieser Artikel nicht endlos lang wird.

Einmal gibt es  Leitlinien zur Pferdehaltung, ein PDF zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten vom 9. Juni 2009 , in denen sehr genau beschrieben steht, was Pferde brauchen.

Dann gesetzliche Grundlagen zur Haltung von Pferden in verschiedenen Haltungsformen.



Sehr wichtig ist auch: Wieviel Heu braucht ein Pferd? Ich hab die Erfahrung gemacht, dass die Empfehlung von 1.5 kg pro 100 kg Pferdegewicht bei meinen nicht ausreicht. Ich brauche mindestens 2 kg bis 2.5 kg. Meine Pferde sind auch sehr bewegungsfreudig im großen Offenstall.

Haltungsform hat drastische Auswirkungen auf den Tagesablauf unserer Pferde



Was ich ganz toll finde und das sollte es in Deutschland auch bald geben: 
Als eines der ersten Länder weltweit führt Frankreich eine Art „Pferdeführerschein“ für Pferdebesitzer ein – sprich: einen gesetzlich vorgeschriebenen Wissens- bzw. Sachkundenachweis, der zur Haltung eines Pferdes befähigen und berechtigen soll.

Jetzt wünsche ich viel Spaß beim Stöbern und dann auch bald mit den eigenen Pferden im eigenen Stall.



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Montag, 19. Oktober 2020

Fjölvis Hufrehe - 1 Jahr im Überblick: Verlauf der Heilung



Möchte hier unsere Geschichte erzählen, in einer Art Tagebuch.

Nachtrag: Video Sofortmaßnahmen bei Hufrehe

Ich hab schon am Dienstagabend, 13.10.2020 gemerkt, dass Pony schwer atmet. Mitwoch dann gesehen, läuft steif, es lahmt, hab auf dem einen Huf einen Angußverband gemacht, weil es eben auf diesem gelahmt hat. 
Unser homöopathischer Arzt Dr. Schulz, spezialisiert auf Pferde, hat ihm Globulis Ledum C 30 verschrieben. Diese hat er von Mittwoch an bekommen.

Donnerstag den Hufschmied eines anderen Pferdes am Stall angefragt, ob er sich das mal ansehen kann, hat sich leider 2 Tage nicht gemeldet und dann jemand anders rufen können, diese Difho Pflegerin kam heute und hat mal gefühlt und abgedrückt, leider nichts konkretes gefunden. Meinte, er hätte eventuell Hufrehe. TA verständigt und der hat das sofort bestätigt, als er Pony gesehen hat. Der wollte einen Entzündungshemmer spritzen, konnte aber kein Mittel spritzen, weil er keine Vene gefunden hat, hat bestimmt 20 mal rumgestochen, Pony jedesmal gezuckt, aber brav geblieben. (Er ist übrigens immer ein lieber Schatz) Jedenfalls zeigte sich dann irgendwann etwas Blut in der Kanüle, aber lief nicht. Er meinte, es wäre wohl zu dickes Blut.
Er hat mir dann als Schmerzmittel Phenylbutazon-Gel PH 100 mg/ml und Aspirin da gelassen. 

Er hat noch Keile unter die Hufe geklebt, Pony ist sofort wieder besser gelaufen und hat mir empfohlen spezielle Hufschuhe für Rehe anzuziehen.
Inzwischen weiß ich, es gibt noch eine bessere Möglichkeit zu Polstern: Man kann links und rechts des Strahles mit Mullröllchen polstern, dann die Sohle dick polstern, damit der Tragrand entlastet wird und die Wand nicht weg hebelt. Deshalb ist grundsätzlich auch im Vorfeld schon eine gute Bearbeitung der Hufe wichtig, damit Pony es bequem hat.

Fjölvi bekommt jetzt Heu aus engmaschigen Netzen, 3 cm. Menge: 7-8 kg bei 350 kg Körpergewicht. Daneben frisste er Stroh von der dicken Einstreu, die teils auch noch mit etwas Heu vermischt ist, da kann er dann bisschen suchen. Bisher hatte er All you can eat vom Heuballen mit Netz, war wohl zu viel. Jetzt schauen wir mal, wie es mit der begrenzten Fütterung aussieht, eventuell müssen wir noch mehr reduzieren.

Getrocknete Brennessel habe ich ihm angeboten, hat er gierig aufgefressen.
ER TRINKT WIEDER GUT, was er die ersten Tage nicht gemacht hat, hab einen Bottich drin stehen. Steht sowieso immer drin, ich weiß, dass meine Pferde gern aus Bottichen saufen.

Auf der Suche nach der Ursache macht man sich doch Gedanken.
Er wird sowieso nicht viel "genutzt". Das heißt normal steht er im Offenstall mit seinem Kumpel. Zugang zum Trail wenns trocken ist, Weide im Sommer nur ca. 1-2 Stunden täglich. Seit Wochen war eh alles abgefressen und sie durften auf die ganzen 7000 qm. Die spielen und toben selber rum, brauche ich nicht bewegen. Seit paar Wochen hats aber geregnet und sie waren nur im Unterstand: ca. 65 qm und Paddock davor ca. 100 qm und noch ein kleiner Unterstand ca. 15 qm. Er hat jetzt davon ein Stück abgeteilt bekommen und steht im kleinen Unterstand, dick mit Stroh eingestreut.
Vielleicht war das auch die Ursache, zuviel Heu (es gibt dazu noch eine weitere weniger schöne Erkenntnis, siehe weiter unten), zuwenig Bewegung, zum Trost ein paar Äpfel jeden Tag, sowieso schon zuviel Speck, es macht wohl das Gesamtpaket.

Heute am Sonntag ist er wieder etwas mehr gelaufen. Vielleicht wegen Schmerzmittel? Zum Wasser, an das Tor, eine Runde, auch mir entgegen gekommen, als ich mit Heunetz kam. Nun ist das vielleicht nicht der beste Weg, wenn er läuft. Habe mich mit meinem Homöopathen besprochen, der ja Arzt ist und mich dazu entschieden den homöopathischen Weg zu gehen. Das heißt, Schmerzmittel weg lassen, speziell Phenylbutazon, was im Verdacht steht, Hufrehe auszulösen. Wenn er sich aufgrund der Schmerzmittel mehr bewegt, kann das auch die Strukturen schädigen. Er soll sich am besten hin legen und hat dafür dicke Stroheinstreu bekommen. An diesem Abend bekam er Belladonna C 30 eine Gabe. Video von Sonntag:




Das heißt ab heute, Monatag 19.10. bekommt Ponymann aufgrund seiner speziellen Eigenschaften Pulsatilla C 30. 
Außerdem wird nun mit Eisbeuteln gekühlt. Es wurde anscheinend festgestellt, dass selbst bei dauerhaftem Kühlen mit Eis keine Schädigung eintreten kann.
Wir entscheiden täglich je nach Entwicklung und Reaktion. Danke an Dr. Schulz für den Einsatz, als Ansprechpartner, nach Absprache im besonderen Falle erreichbar wann immer es sein muss.

So, Fjölvi hat sich gut gehalten. Er hat viel geruht, auch gelegen, und er hat sehr begrenzt Heu gefuttert. War in der Sattellage immer etwas feucht geschwitzt und immer etwas schwer geatmet. Natürlich hat er gutes Mineralfutter bekommen und ich habe ihm Zeolith gegeben, zum Ausleiten/Abtransport eventueller Giftstoffe.

Zwei Wochen später, gegen Ende Oktober: Ich fühle kein Pulsieren mehr, die Atmung ist wieder ruhig geworden und Schwitzen muss er auch nicht mehr. Er steht auf einer dicken Matte aus Stroh mit Strohhäcksel  und läuft auch schon im Auslauf mal in die Sonne. Der Auslauf besteht zum Teil aus Matsch, zum Teil Gummimatte und ein Teil ist feste Erde. Größtenteils hat er also die Möglichkeit auch da weich zu stehen.

Ich weiß nun im Nachhinein ja nicht, ob es die beste Entscheidung war, Keile zu unterlegen, da es die Möglichkeit gibt anders zu polstern. Hinterher erfährt man meistens mehr. Da er einen Keil verloren hat, haben wir den zweiten abgemacht und die Hufe zum Glück zum November hin sofort rehegerecht gut bearbeiten können.
Ich habe mich nach den Empfehlungen vom tierheilkundezentrum.de gerichtet. 
Hinten war ja kein Problem, das ging schon vorher, aber vorne wollte er nicht lange hoch geben, da hatte er wohl zu viel Schmerzen, da musste einer Aufhalten. Aber er sah so zufrieden aus, nach der Bearbeitung, es war trotzdem der richtige Schritt. Gestern, 4. November und Heute konnte er die Hufe wieder ganz normal geben, er hat nicht mehr weg gezogen. Ok, nicht so ewig lang, aber fürs Nachbessern der Bearbeitung hat es ausgreicht, nun sind auch die Feinheiten bearbeitet. Endlich, nach 3 Wochen sind wir einen Schritt weiter. Ich bin so froh für ihn. 

Ein gutes Infovideo zu Hufrehe gibt es auch von Karin Kattwinkel, was aus meiner Sicht logisch erklärt, warum Keile zum Beispiel die tiefe Beugesehne zwar entlastet, aber dafür den Zug auf die Hufwand erhöht.

Auch vom VFD gibt es einen interessanten Artikel: Das Fruktanmärchen.

Eine weitere Erkenntnis: Seit der letzten Heulieferung habe ich anscheinend auch den Auslöser gefunden: Der Lieferant sagte mir, dass er Grummet geliefert hatte, obwohl er mir am Telefon sagte, er hätte momentan nur einen frühen Schnitt. Das Heu war sehr fein und grün, hätte er nicht ausdrücklich gesagt, es sein frühes Heu, hätte ich das garnicht gefüttert. Somit hat er also eine ziemliche Energiebombe bekommen, weil dieses Heu ein später 2. Schnitt gewesen ist, sein Stoffwechsel hat das bestimmt nicht verkraftet. Auch meine Stute hatte schon Bauchweh bekommen davon und hat es nicht mehr gefressen. Die anderen beiden sind ohne sichtbare Schäden davon gekommen. Der Lieferant nimmt zwar jetzt die restlichen 2 Quader zurück, aber leider kommt die Gesundheit auch nicht wieder davon. Inzwischen habe ich tolles neues Heu bekommen!

Ein kleines Laufbild als Zwischenbericht vom 9. November:


Hier nun ein Video vom 19. November:


19.11.2020
Bisher bekam Fjölvi Marstall force, aber ich füttere keine synthetischen Mineralien mehr, die ich leider bis jetzt fütterte, weil ich mich nie damit auseinander gesetzt hatte... Durch die Erkenntnisse der Berater aus einer speziellen Gruppe bei Facebook habe ich noch einige Tipps bekommen:

Inzwischen habe ich gewechselt auf:
Huminomineral, natürliches, rehegerecht verwertbares Mineralfutter, googlen nach den besten Preisen ist sinnvoll. 

Die Fütterungsempfehlung stelle ich hier mit rein, die ist nicht so klar in der Beschreibung, ich habe mich informiert und angefragt, diese Antwort habe ich erhalten:

Die Fütterungsempfehlungen im EquiGreen Bereich beziehen sich auf ein 600 kg schweres Pferd 
Bei HuminoMineral sind je nach Verpackungsgröße die Messlöffel unterschiedlich groß, im Allgemeinen gilt: 
30 g täglich bei 600 kg Körpergewicht des Pferdes. Ein gestrichener Messlöffel entspricht bei der 1kg-Verpackung ca. 7,4 g, bei der 8kg-Verpackung ist er etwas größer (13,8 g).
Zum Mineralfutter möchte ich noch etwas sagen. Dieses natürliche Pulver war nicht sehr beliebt. Ich habe das über Wochen, fast Monate langsam, fast in homöopathischen Dosen, eingeschlichen verfüttert in aufgeweichten Heucobs. Jetzt wird es von allen gut aufgenommen, keiner meckert mehr.

Dann im aktuten Schub:
EquiGreen Toxisan , unterstützt den Stoffwechsel,
Lauf fit, oder arthrogreen-lauf-fit, eventuell Huf Tonikum, hilft bei Rehe-Schmerzen.
Dazu getrocknete Kräuter: 30 gr Weidenrinde und 30 gr Mädesüss

Meine Pferde bekommen für Herbst und Frühjahr immer noch eine Kur mit Selen und Zink.

Heute habe ich auch wieder mit dem Arzt telefoniert, ich werde nun ein weiteres homöopathisches Mittel geben, welches speziell für ihn ausgesucht wurde.
Ich bin so froh, dass es Fjölvi nun schon wesentlich besser geht. 
Zwischendurch wurden seine Hufe auch nachgearbeitet, das steht heute auch wieder auf dem Plan.
Ich habe nun alles versucht, was ich tun kann und hoffe er macht weiterhin gute Fortschritte.
 
09.02.2021

Der kleine Fjölvi hat heute vor lauter Freude im Schnee einige Runden galoppiert, er läuft wieder so gut. Ich hab ihn auf die verschneite Koppel rennen lassen und es war so schön ihn so voller Freude toben zu sehen. Er wollte fast nicht aufhören. Hab ihn aber dann wieder rein gestellt in Unterstand mit Matschpaddock, weil ich keine Ahnung habe, ob ihm das so gut tut, wenn er so rum galoppiert.
Seinen Hufen sieht man auch nichts an, also keine Nase oder verbreiterte weiße Linie, sie sehen ganz normal aus. Habe jetzt auch nicht röntgen lassen, werde erstmal sehen, ob sich die weiße Linie noch verbreitert zeigt. Vielleicht war es einfach nicht so schlimm, oder wir haben schnell und gut reagiert?

03.05.2021

So nun fast 3 Monate später läuft er immer noch gut und man merkt ihm nichts mehr an. Er steht wieder mit seinem Kumpel zusammen seit Anfang April 2021 und benimmt sich normal, spielt auch mit ihm. Nun sieht man es seinen Hufen bei der Bearbeitung schon an, es wächst langsam alles raus. Es geht ihm gut soweit. Wir haben bis jetzt immer noch das Ekzemx und Lauffit gefüttert, sowie zusätzlich natürliche Mineralien.

13.10.2021

So. Genau vor einem Jahr hatte Fjölvi Hufrehe.
Ein Jahr später ist er wieder total fit. Er läuft gern, spielt und tobt, hat gut abgenommen und alles scheint wieder gut zu sein.

Momentan lebt er nun noch mit seinem Kumpel Chester im Offenstall mit mehreren Unterständen, angrenzenden Paddocks mit verschiedenen Untergründen: Matschig, steinig, geteert, und einem Naturboden-Auslauf, angelegt in Form eines Trails, der nur bei absoluter Nässe mit tief aufgeweichtem Boden geschlossen ist. Die Unterstände sind teils Naturboden, ein Teil Späneeinstreu, Strohmatte. Späne bevorzugen sie zum Liegen und Stehen/Ruhen, Späne und Stroh zum Pinkeln und sie tun mir den Gefallen und Äppeln auf das Stück Naturboden, worauf ich die Äppel einfach absammeln kann.

Auf dem Trail verteile ich tagsüber bei Trockenheit loses Heu rundherum in Abständen, pro Fütterung 3 kg alle 3-4 Stunden, jeweils nur immer eine Handvoll an einem Fleck und sie sind viel in Bewegung und brauchen etwa 1-2 Stunden bis sie jeweils fertig sind. Bei feuchtem, oder nassem Wetter hänge ich Netze mit der entsprechenden Ration auf. Nachts bekommen sie ein Heunetz im Unterstand. Die Ration ist für beide zur Zeit rund 12 kg tagsüber verteilt und ca. 6-10 kg nachts. Stroh steht ebenfalls im Netz zur Verfügung. Chester wiegt 430 kg, Fjölvi ca. 350 kg.

Rund 20 kg für gesamt nicht mal 800 kg Pferdegewicht erscheint vielleicht erstmal viel, aber durch die entsprechende Bewegung scheinen sie jetzt nicht fett zu werden. Bewegt werden sie 2-3x pro Woche mit ein wenig Bodenarbeit. Ad libitum hat nicht gut funktioniert, weil sie sich dann nicht mehr so viel bewegen und richtig fett werden. Das habe ich über ein Jahr lang ausprobiert. Sie fressen dann auf jeden Fall doppelt so viel, gerechnet an Heuballen die ich dann im Unterstand stehen hatte.

25.01.2022

Update: Fjölvi geht es sehr gut. Er ist wieder ganz der Alte. Die Pferde bekommen jetzt abgewogenes Heu, 5-6 mal am Tag in Netzen mit 6 cm Löchern. Wenn es nicht zu matschig ist, dürfen sie auf einen Matschpaddock, ansonsten großer Unterstand mit befestigtem Paddock davor. Weide im Sommer 2 Stunden ca. Er läuft auf jedem Untergrund, weich, hart, Strasse, Schotter, alles gut. Wir haben ihm einfach Zeit gelassen und ihn nicht besonders bewegt. Er darf mit seinem Kumpel spielen und nach einem Jahr Pause mal ab und zu wieder spazieren gehen. Wir werden dieses Jahr auch wieder anfangen zu Reiten. Er sollte einfach soviel Zeit bekommen, wie er brauchte.

Hier im Video zeigt er sich fröhlich beim Wälzen.

 
 
  Und hier auf einem Spaziergang, läuft gut mittlerweile auf jedem Untergrund, Kies, Teer, steing, er zieht nicht mal zum Rand.
  


Update:



Er hatte Hufrehe im Oktober 2020, jetzt haben wir Januar 2023 und dem süßen Fjölvi, geht es immer noch gut, seine Hufe wachsen super und er läuft sehr gut. Im Moment bekommt er wieder Heu ad libitum, kein Stroh - weil wir kein gutes Futterstroh bekommen haben,  und Huminomineral, sowie eine Kur mit Zink/Selen.

Eigentlich wollten wir schon im letzten Jahr wieder Reiten, haben ihm aber noch ein Jahr Urlaub gelassen, weil wir einfach nicht dazu gekommen sind. Dieses Jahr freue ich mich nun darauf, mit ihm wieder die Gegend zu erkunden
.







Montag, 9. April 2018

13 Ways to Establish and Confirm Leadership



Straightness Training is most effective when the horse sees you as a leader, because as a result, your horse will follow you, respect you, trust you, feel safe and he will be willing and cooperative.

Read this verry nice article from Marijke de Jong here:

http://straightnesstraining.com/the-rider/horsemanship/be-the-leader-with-your-horse/


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Vergiftungen von Pferden durch Gräsergifte - auch in Deutschland ein Thema


Das Onlinemagazin Artgerecht hat einen einen ersten, hochbrisanten Text von Frau Dr. Renate Vanselow auf ihrer Seite veröffentlicht. Er betrifft zuerst einmal Pferde, letztlich aber auch die Tierfresser, die ja vom Fleisch der Weidetiere leben. Frau Dr. Vanselow wird uns hoffentlich noch viele weitere Artikel liefern.

Zitat:
"Pferdehalter wiegen sich mit den angebotenen Futtern, mit Wiesen und Weiden in Sicherheit, während ihnen doch auffallen müsste, dass immer häufiger gesundheitliche Schäden auftreten. Aus bunten Wiesen sind Grasäcker geworden, auf denen Masse produziert wird. Kritische Berichte über mögliche Ursachen für Erkrankungen sind offensichtlich wenig erwünscht. Man begründet die Zurückhaltung damit, man wolle die Menschen nicht verunsichern.
Wir von artgerecht sehen das ganz anders. Wir haben uns dazu verpflichtet aufzuklären, wir wollen die Verbraucher nicht vor Wissen schützen, sondern es vermitteln. Sie sollen umfangreiche Informationen bekommen, um selbständige und begründete Entscheidungen treffen zu können."
Lesen Sie den ganzen Artikel hier:
https://www.artgerecht-tier.de/pferde/d-vergiftungen-von-pferden-durch-graesergifte-202754718


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Sonntag, 31. Dezember 2017

Inhalator für Pferde, leicht selbst gemacht



Hier ein Tipp von einem alten Stallmeister:

Um hartnäckigen Schleim beim Pferd zu lösen ist ein Inhalator gut geeignet.
Es muss aber kein teures Gerät sein, wenn man etwas geschickt ist, kann man es leicht selber basteln.

Man nehme einen sauberen, alten Eimer ohne Henkel, einen Gurt oder ein Seil daran befestigt, um ihn dem Pferd über den Kopf zu hängen, so wie ein Futtereimer.
Dann ein Loch unten in den Eimer schneiden, ca. so groß, dass eine PET-Flasche von unten gut fest gesteckt werden kann.
Die Flasche kann nun mit warmem, nicht heißem!, Wasser gefüllt werden, bis ca. zu einem Drittel.
Dann den Eimer vorsichtig auf den Kopf des Pferdes hängen, das Gurtband oder Seil hängt dann hinter den Ohren.
Der aufsteigende Wasserdampf kann so vom Pferd eingeatmet werden.

Falls vom Arzt noch Medikamentenzusätze für den Dampf empfohlen werden, können diese nach Absprache mit dem Arzt auch zugesetzt werden.

Viel Spaß beim Werkeln ;-)

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Freitag, 29. Dezember 2017

Polysaccharid-Speicher-Myopathie kurz PSSM - Ein Gendefekt, den jedes Pferd treffen kann.


Polysaccharid-Speicher-Myopathie, kurz PSSM genannt, ist ein erblicher Stoffwechsel-Gendefekt bei Pferden. Fälschlicherweise wird oft gesagt, ein Pferd ist an PSSM erkrankt, wenn es Symptome zeigt, die diesem Gendefekt zugeordnet werden. Es ist aber keine Erkrankung daran möglich, sondern es können sich bei falscher Haltung oder falscher Beanspruchung erst Symptome bilden, die nur bei Pferden auftreten können, die diesen Gendefekt haben.

PSSM betrifft den Glykogen-Speicher und ist in verschiedenen 
Pferdezuchten verbreitet. Betroffene Tiere vererben den Gen-Defekt daher weiter, der oft fälschlicherweise als Krankheit beschrieben wird.

Durch die veränderte Zuckerspeicherung müssen diese Tiere optimal gehalten werden um nicht krank zu werden:
Gutes Heu, abgestimmte Mineralien, viel und konstante Bewegung, nach Möglichkeit kein Stress. 
Zum Leistungssport sind solche Pferde nicht gut geeignet, eher für den gemütlichen Freizeitsport, denn durch die veränderte Zuckerspeicherung kann über Energie nicht plötzlich verfügt werden, sondern Bewegung sollte langsam gesteigert werden, damit die Muskeln Zeit haben sich Energie zu holen. Verbraucht das Pferd plötzlich viel Energie, zum Beispiel beim Lostoben auf der Weide, fehlt plötzlich Energie und das Pferd reagiert mit Steifheit, Muskelzittern, Schwitzen usw, was oft als Kreuzverschlag diagnostiziert wird. Durch einen Bluttest kann man die Schwere des sogenannten "Schubes" feststellen und entsprechend reagieren.
Es kann sein, dass ein Pferd jahrelang keine Symptome zeigt und im Alter tritt plötzlich ein Schub auf, weil sich für das Pferd eine dauerhafte Fehlernährung und falsche Haltung erst später auswirken kann.

Der Gendeffekt PSSM betrifft vor allem Pferde muskulöser Rassen wie Quarter Horse und Paint Horse aber auch Haflinger und Kaltblüter, Appaloosas, aber auch Warmblüter und Ponys. 

Für die Vererbung von PSSM gibt es drei mögliche Genotypen:


1. Genotyp N/N: Dieses Pferd trägt die Mutation nicht und wird nicht an PSSM Typ I erkranken. Es kann die Mutation nicht an seine Nachkommen weitergeben.
2. Genotyp N/PSSM: Dieses Pferd trägt eine Kopie des mutierten Gens und hat ein hohes Risiko das sich PSSM Typ I irgendwann im Leben des Pferdes bemerkbar macht. Es wird die Mutation zu 50 % an seine Nachkommen weitergeben.
3. Genotyp PSSM/PSSM: Dieses Pferd trägt zwei Kopien des mutierten Gens und hat ein extrem hohes Risiko dass sich PSSM Typ 1 bemerkbar macht. Es wird die Mutation zu 100 % an seine Nachkommen weitergeben. 
PSSM wird autosomal-dominant vererbt, das bedeutet, dass bereits ein betroffenes Allel (Genotyp N/PSSM) zu diesem Gendefekt führt. Die Schwere nimmt zu, wenn das Pferd reinerbig für die Mutation ist, d.h. zwei betroffene Allele besitzt (Genotyp PSSM/PSSM).
Durch das zusätzliche Vorliegen der Equinen Malignen Hyperthermie (EMH) kann die Symptomatik des PSSM-Gendefektes verstärkt werden.
Symptome bei PSSM/EPSM Pferden und vieles mehr zu PSSM finden Sie bei Simone Förster-Schüring und auf Iher Internetseite: dai-sho dan.de

PSSM 1 lässt sich leicht per Labortest nachweisen. „Dazu benötigen wir entweder eine vom Tierarzt gezogene Blutprobe mit dem Gerinnungs-hemmer EDTA oder 20 bis 30 Haare aus Mähne oder Schweif samt Haarwurzel“, sagt Bärbel Gunreben von Laboklin in Bad Kissingen/Bayern.

Das Kompetenzzentrum Pferd Baden-Württemberg hat zu dem Thema PSSM ein Merkblatt herausgegeben.  


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Sonntag, 17. September 2017

Hufbearbeitung - Barhufpflege - Wissenswertes

Der Huf sollte beim Pferd, meiner Meinung nach, größte Beachtung finden.
Manche werden vernachlässigt, manche kaum beachtet, andere irgendwie bearbeitet, oder auch mit Eisen als Schutz versehen.
Es gibt viele Varianten.

Eine gute Infoquelle sind Seiten, die ausführlich darüber berichten, wie der Huf aufgebaut ist und welche Funktion er hat, sowie welche Bearbeitung sinnvoll ist, ist diese hier:
go-barhuf.de

Viel Spaß beim Lesen.

Die Hufe meines Wallachs Chester:




Er läuft super, ohne Hufschuhe, in jedem Gelände.

Und hier ein Bild eines Querschnitts eines Hufes mit einem Nagel im Hufeisen, der am Huf befestigt ist.
Sehr gut zu sehen, wie der Nagel in der Hufwand steckt.


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Donnerstag, 23. März 2017

Ein Herz für ausrangierte Pferde - Reportage

Ein Herz für ausrangierte Pferde
Eine Reportage über falsch gerittene Pferde mit Karin Kattwinkel.
Sie zeigt hier auch wie es besser geht.


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Montag, 20. März 2017

Filtersystem für Brunnenwasser im Pferde--Offenstall



Das Video zum Filtersystem ist hier im Frame oder auf youtube zu sehen.
Das Filtersystem ist Hydra Ironmaster

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Dienstag, 29. März 2016

Pferdeweide, ein schwieriges Thema - was ist gut oder schlecht für Pferde?

Bildrechte: (c) Sabrina Peters 2013

Unsere Weiden sind nicht mehr so nährstoffreich, wie sie mal waren.
Heutzutage werden durch die Beweidung mit Rindern, die ganz anderes Gras brauchen, viel Weideflächen für die Pferde regelrecht ungeeignet angesäht.
Meist muss man Mineralien zufüttern.

Ein interessanter Artikel ist hier zu finden:
bei artgerecht-tier.de Saatgut für Pferdeweiden

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Samstag, 26. März 2016

Kolik beim Pferd - neue Erkenntnisse

Immer wieder hört man, das Pferd darf sich nicht wälzen, wenn es eine Kolik hat.
Dies ist inzwischen überholt.

Man ging davon aus, dass sich der Darm des Pferdes durch das Wälzen verdrehen oder verschieben könnte. Es wurde eine Darmverschlingung befürchtet.
Neuere Studien haben aber das Gegenteil ergeben, das Wälzen kann eine Darmverschlingung wieder lösen. Da der Darm sowieso schon verschlungen ist, kann das Wälzen kaum mehr Schaden anrichten.
Meist hilft da sowieso nur eine OP.

In Kanada werden Pferde mit Kolik unter tierärztlicher Aufsicht in bestimmten Bewegungsmustern hin und her gerollt, um eine Operation eventuell zu vermeiden.

Falls sich das Pferd bei einer Kolik also wälzen möchte, lassen Sie es und achten darauf, dass es sich dabei nicht verletzt, denn die Tiere sind durch die Schmerzen so abgelenkt, dass sie nicht mehr auf ihre Umgebeung achten. Langsames hin und her Führen hält das Pferd auch in Bewegung.

Auf jeden Fall ist der Rat des Tierarztes einzuholen, nur er kann feststellen, wie ernst die Lage ist und ob Ihr Pferd in die Klinik muss.



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Kennen Sie die Vitalparameter Ihres Pferdes und wie Sie diese überprüfen können? Sie sagen viel aus über den momentanen Gesundheitszustandes Ihres Pferdes.

Die Temperatur des Pferdes kann einiges zum Gesundheitszustand des Pferdes aussagen. Die Atemfrequenz sowie der Puls kann viel zur Kondition aussagen und Hinweise auf Erkrankungen geben. Meist wird alles zusammen ein gutes Bild ergeben, als ersten Hinweis dafür ob es ratsam ist, einen Tierarzt zu rufen, wenn rein äußerlich nichts festzustellen ist. Man spricht hierbei übrigens von den sogenannten PAT-Werten.

Wann sollte ich Fieber messen?

-Wenn das Pferd ungewöhnlich ruhig ist, nicht richtig frisst oder bewegungsunlustig ist.
-Wenn es Nasenausfluß hat, Hustet, oder dicke Lymphknoten hat.
-Wenn die Pferde in der Herde oder benachbarten Boxen unter einer Infektion leiden.
-Bei größeren Verletzungen oder Schwellungen am Körper.
-Bei Kolik.
-Zur Kontrolle nach Operationen oder Verletzungen.
-Wenn ich den Verdacht habe, dass mein Pferd einen Hitzschlag oder eine Unterkühlung hat.

Welches Thermometer eignet sich zum Fiebermessen?

Ein ganz normales Thermometer reicht aus, bitte keins mit Quecksilber, das könnte brechen und Verletzungen verursachen.
Gemessen wird immer im After. Da die meisten Pferde das nicht mögen, kann man sie ablenken durch Kraulen, Putzen oder Futter.
Sie können ein Stück Schnur mit einem Klebeband daran befestigen und ans andere Ende eine Wäscheklammer klemmen und diese am Pferdeschweif festmachen, damit es nicht im Pferd verschwindet oder durch die Gegend fliegt.
Oder ein spezielles Thermometer für Großtiere anschaffen.
Ein wenig Gleitmittel wie Melkfett erleichtert das Einführen, ist aber nicht notwendig.

Eine Liste mit Körpertemperaturen beim Pferd:
37,3 - 38,4 °C Normaltemperatur
38,5 - 39,5 °C leichtes Fieber
39,5 - 40,5 °C Fieber
40,5 - 42,0 °C hohes Fieber
32,0 - 37,2 °C Untertemperatur
38,0 - 39,0 °C Normaltemperatur bei Fohlen bis 6 Monate
39,0 - 39,5 °C Temperatur nach Belastung, bei starker Anstrengung sogar bis 40 °C

Fieber kann verschiedene Ursachen haben
Infektionskrankheiten wie Druse, Herpes, Influenza, Pferdepest, Equine Infektiöse Anämie oder Lungenentzündung
Entzündungen im Körper, wie Phlegmone, Darmentzündungen, Hufrehe
Hitzschlag
Überlastung des Pferdes
Vergiftungen

Aber auch Untertemperaturen sind nicht gut für`s Pferd.
Die zu niedrige Körpertemperatur bedeutet, dass der Stoffwechsel oder der Kreislauf des Pferdes nicht richtig funktionieren. Alles unter 37 °C sollte Ihnen zu Denken geben, unter 36,5 °C ist bedenklich.

Mögliche Ursachen für Untertemperatur
Schock
hoher Blutverlust
Vergiftung
Temperaturverlust durch Wasser oder Liegen auf kaltem Boden
Stoffwechseldefizite durch Erkrankungen oder Hunger

Da Fiebermessen nie angenehm ist, kann man es auch etwas üben.
Das hat den Vorteil, dass man schon mal die normalen Werte des Pferdes kennt und das Pferd im Ernstfall kein Theater macht.
Wenn man sich dann noch Datum, Tageszeit, Wetter, Belastung usw notiert, hat man gute Vergleichswerte. Am Besten ist der Zettel dann im Erstehilfekasten aufbewahrt.

Nach dem Fiebermessen habe ich dann auch schon mal die Gewissheit nach einem Huster, war es einfach ein verirrter Heuhalm oder ist es ein Infekt?

Wie kontrolliere ich die Atmung des Pferdes?

Am einfachsten ist dies an der Flankenbewegung zu erkennen. Sie können sich schräg neben das Pferd stellen und die Flanken beobachten oder die Hand flach hinter den Rippenbogen legen und die Bewegungen erfühlen.
Zählen Sie das Ein- oder Ausatmen des Pferdes.
Ein Tipp ist: die Zeit zu stoppen, oder die Countdownfunktion eines Handys zu benutzen, oder einen Helfer zu bitten, die Zeit anzusagen.

Standard-Atemfrequenzen für Pferde
Art der Belastung: Wert
erwachsenes Großpferd in Ruhe: 8-16
Pony in Ruhe: 10-24
neugeborenes Fohlen: 60-80
Fohlen nach 3-4 Stunden:  20-40
erwachsenes Pferd bei leichter Belastung: 10-30
erwachsenes Pferd bei mittlerer Belastung: 30-70
erwachsenes Pferd bei starker Belastung: 50-80 (150)

Auch starke Hitze über 30 Grad und Aufregung können eine Erhöhung der Atemfrequenz verursachen.

In Ruhe heißt, das Pferd steht seit mindestens einer Stunde ruhig in der Box. Direkt nach der Belastung liegt die Atemfrequenz deutlich höher. Bei einem gesunden Pferd sollte sich die Atmung jedoch innerhalb von 30 Minuten auf unter 40 Atemzüge pro Minuten beruhigen.

Die Atmung ist relativ leicht zu beobachten und ein guter Indikator für die Fitness des Pferdes.
Sie können das auch für das eigene Training verwenden. Messen Sie die Atemfrequenz direkt nach der Belastung und danach im Abstand von jeweils 10 Minuten immer wieder. So können Sie ermitteln, wie lang es dauert, bis das Pferd wieder normal atmet. Je schneller der Wert sinkt, desto fitter ist das Pferd.
  
"Wenn Sie die Atmung Ihres Pferdes beobachten, achten Sie auch darauf, wie das Pferd atmet. Gerade bei Erkrankungen kann auch die Art der Atemzüge und das dabei entstehende Geräusch einen wichtigen Hinweis auf das vorliegende Problem geben.

In Ruhe saugt ein durchschnittliches Pferd etwa 5 l Luft in seine Lungen. Bei Belastung kann dieser Wert bis auf 15 l pro Atemzug steigern. Kombiniert mit der erhöhten Frequenz kann ein Pferd bei Spitzenleistungen über 200 l Luft pro Minute durch seine Lunge pumpen.

Atmet ein Pferd normal, sollten sich Brustwand und Bauch etwa im gleichen Maße bewegen. Bewegt sich nur die Brustwand und nicht der Bauch ist das ein Hinweis auf Schmerzen im Bauchraum, zum Beispiel eine Kolik oder Darmverschlingung. Bewegt sich nur der Bauch und die Brust nicht, deutet das auf Schmerzen im Bereich der Rippen oder Lunge hin, etwa eine Rippenfellentzündung oder Lungenentzündung. Sind die Rippen nur auf einer Seite unbeweglich, kann das auch ein Rippenbruch oder eine Prellung sein, zum Beispiel nach einem Sturz oder einem Schlag.

Die Einatmung sollte etwas kürzer sein, als die Ausatmung und dazwischen sollte eine kurze Pause liegen. Sind Einatemphase oder Ausatemphase deutlich verlängert, ist das ein Hinweis auf ein Problem.

Die Atemmuskulatur wird bei der normalen Atmung nur minimal beansprucht. Benötigt das Pferd beim Einatmen sehr viel Kraft, ziehen sich die Muskeln in den Rippenzwischenräumen zusammen, so dass die Rippen auch beim normalgewichtigen Pferd zu sehen sind. Benötigt das Pferd sehr viel Kraft zum Ausatmen sieht man das am Bauch. Die Bauchmuskeln ziehen sich stark zusammen. Hält dieser Zustand länger an, entsteht eine sogenannte Dampfrinne am Rippenbogen. Beides sind Alarmzeichen und sollten beim gesunden Pferd nicht auftreten.

In Ruhe sollten sich die Nüstern beim Atmen nicht blähen. Stellen sich die Nüsternränder auf und die roten Schleimhäute werden sichtbar deutet das auf eine verstärkte Atmung hin." 
Zitat von tipps-zum-pferd.de


Ursachen für eine veränderte Atemfrequenz
Außer Belastung oder eine hohe Außentemperatur gibt es einige Gründe für eine veränderte Atemfrequenz:

starke Schmerzen
Lungenentzündung
Bronchitis
Infekt (mit Fieber)
Asthma
Allergien
COPD
Lungenfibrose
Herzfehler
Herzmuskelentzündung
Blutarmut
Kehlkopfpfeifen
verschluckte Gegenstände
Vergiftung

Wie kontrolliere ich den Puls des Pferdes?

Fühlen an der Unterkante der Ganasche, seitlich an der Schweifrübe oder oberhalb der Fessel am Vorderbein. Eine weitere Möglichkeit, den Puls zu kontrollieren ist das Herz direkt mit dem Stethoskop abzuhören. Das geht am besten etwa eine Handbreit hinter und oberhalb des Ellenbogens.

Ruhe-Puls: 30 - 40 Schläge pro Minute. 
Belastung bis zu 100-120 Schläge pro Minute. 
Maximalwert 200 Schläge pro Minute.

Auch die Art der Schläge und der Rhythmus sind wichtig. Hat das Pferd einen unregelmäßigen oder sehr schwachen Puls, ist das ein Alarmzeichen.

Zum Zählen des Pulses zählen Sie 20 Sekunden lang die Schläge und multiplizieren Anschließend den Wert mit drei. So müssen Sie nicht so lange zählen und verzählen sich nicht so schnell.

Sie sollten ein paar Mal bei einem gesunden Pferd den Puls fühlen, damit Sie ihn im Notfall sicher finden.

Lesen Sie bitte weitere hilfreiche Tipps auf der Website:
www.tipps-zum-pferd.de

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Montag, 21. März 2016

Wie wirken sich die Haltungsbedingungen auf die Pferdegesundheit aus?


Bewegungsfreiheit, Sozialkontakte, Licht, Luft und Klimareize, sowie beinah ständige Verfügbarkeit rohfaserreichen Futters sind wichtige Voraussetzungen für die Pferdegesundheit.

"Die konsequente Nichterfüllung dieser Grundbedürfnisse hat zu zahlreichen „Zivilisationskrankheiten" und Verhaltensstörungen geführt, die in vielen wissenschaftlichen Arbeiten untersucht worden sind. Sie belegen den schädlichen Einfluss von nicht artgemäßer Pferdehaltung auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Pferde. Doch lassen diese Erkenntnisse auch den Umkehrschluss zu, dass diese „modernen Pferdekrankheiten" durch Verbesserung der Haltung „geheilt“ oder zumindest gelindert werden können?"
Zitat: Mag.a Barbara Szivacz

Eine Untersuchung zur Offenlaufstallhaltung von Pferden unter dem Aspekt des Zusammenhangs zwischen Haltung und Gesundheit wurde von Mag.a Barbara Szivacz aus Pottendorf (Österreich) München 2012 erstellt.

Hier geht es zur Inaugural-Dissertation in voller Länge, als PDF

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Donnerstag, 3. März 2016

Mauke beim Pferd. Vorsorge und Behandlung

Besonders in dieser kalten, nassen Jahreszeit müssen wir aufpassen, dass unsere Pferde in einem gesunden Stallklima stehen, ob Box oder Offenstall.
Mauke kann sich schnell ausbreiten.
Wie sie erkannt, wie vorgebeugt und behandelt wird ist gut beschrieben in diesen beiden Artikeln:

https://www.pferdefluesterei.de/mauke-pferd-tipps/


Viel Vergnügen beim Lesen ;-)

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Samstag, 9. Januar 2016

Tannenbäume, jetzt bei den Pferden entsorgen? Welche Bäume und Pflanzen sind geeignet für Pferde?

Da ich immer wieder höre, dass Tannenbäume bei Pferden "entsorgt" werden und viele der Meinung sind, dass dies nicht schädlich ist, teile ich gerne hier einen Link zur Seite der Tierklinik Binger Wald.
Aber auch, wenn Pferde satt Heu bekommen, fressen sie mehr als ihnen gut tut. Wie so oft ist es, unter anderem, die Menge, die das Gift macht. Und manche Pferde vertragen es weniger gut. Schwangere Stuten noch weniger, das Tanin kann eine Frühgeburt auslösen.
Auch Schlundverstopfung ist ein Thema beim Tannenbaumfressen.
Nadelbäume enthalten auch ätherische Öle, die Pferdemägen nicht gut bekommen.
Wer sich für den Artikel interessiert:
Tannenbäume, Gift für das Pferd

Aber das Thema giftige Pflanzen ist sehr groß:

Das Management bei Vergiftung beim Pferd

Giftpflanzen für Pferde

Weitere Giftige Pflanzen für Pferde

Bäume und Sträucher, die für Reiterhöfe und Reitanlagen geeignet sind

Pferdegerechte Pflanzen


Obstbäume sind eher ungefährlich für Pferde, locken aber stechende Insekten an.
Die Kerne mancher Früchte enthalten auch giftige Substanzen.
Einen interessanten Artikel über Schattenbäume auf Pferdeweiden gibt es auch bei Cavallo


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Montag, 2. November 2015

Welche Bürste für welche Nutzung? Was brauche ich überhaupt?

Während des Fellwechsels beim Pferd benötigen wir verschiedene Bürsten und Striegel.


Ein Gummistriegel etwas weicher, oder Plastikstriegel hart, zum Lösen des lockeren Felles beim Fellwechsel, benutzt man auf weichen Teilen des Pferdes wie Rücken, Seiten, Bauch und Hals
 Gummistriegel oval

Ein Gumminoppenstriegel, der auch Fell lösen kann, aber sich gut zur Massage eignet, benutzt man auf weichen Teilen des Pferdes wie seitlicher Rücken, Seiten, Bauch und Hals
Gumminoppenstriegel

Ein Metallfederstriegel, um dickes Fell, was sich im Frühjahr löst, vom Pferd abzustreifen, nicht an den Beinen verwenden.
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Ein Metallstriegel mit Mähnenkamm, um tieferliegene Unterwolle mit zu entfernen, auch nicht an den Beinen verwenden.
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MagicBrushes um an den Beinen loses Fell und Schmutz zu entfernen
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Eine Mähnenbürste, um Mähne aber auch Beine des Pferdes ab zu bürsten
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Ein Nadelstriegel, um gelöste Haare und groben Schmutz zu entfernen, benutzt man auf weichen Teilen des Pferdes wie seitlicher Rücken, Seiten, Bauch und Hals.
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Eine Kardätsche, benutzt man um feinen Staub oder Sand aus dem Fell zu bürsten, die Kardätsche streicht man nach jedem Bürstenstrich auf dem Nadelstriegel aus um sie wieder sauber zu machen.


Eine kleine, weiche Bürste, um Kopf und Gesicht des Pferdes zu bürsten




Ein Putzhandschuh oder Frotteehandtuch, um das Pferdefell zum Glänzen zu bringen
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Ein Fellputz Wunderstein, dem nachgesagt wird, auch gelbe Pferde wieder weiß zu bekommen ;-)


Ein Noppenschwamm, um empfindsame Stellen zu reinigen
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Ein Schweißmesser für verschwitzte oder nasse Pferde um die Nässe aus dem Fell zu bekommen
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Ein flexibler Noppenstriegel, der sich gut für eine wohltuende, entspannende Massage eignet

Striegel (13)

Noch etwas Notwendiges, allerdings für die Hufe, ein Hufkratzer mit Bürste
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Alle Artikel habe ich gefunden bei www.kerbl.de sie sind über den Onlineshop zu bestellen.


Ein sehr schöner kleiner Film über die Nutzung der verschiedenen Bürsten für Pferde ist hier zu sehen, von Equiva


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