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Samstag, 27. Juni 2026

Bücher, die den Blick verändern: „Hufe lesen“ und „Hufen helfen“

 



Dr. Michael Zanger & Kerstin Kabus – KOSMOS Verlag

Ein Pferd spricht ständig mit uns.

Nicht nur durch seine Augen, seine Körpersprache oder sein Verhalten. Auch sein Körper erzählt eine Geschichte. Jede Bewegung, jede Haltung und jede Veränderung kann ein Hinweis darauf sein, wie es dem Pferd wirklich geht.

Doch um diese Sprache zu verstehen, müssen wir lernen hinzusehen.

Die Bücher „Hufe lesen“ und „Hufen helfen“ von Dr. Michael Zanger und Kerstin Kabus beschäftigen sich mit einem Bereich des Pferdes, der oft unterschätzt wird: den Hufen.

Dabei sind Hufe weit mehr als nur der Teil des Pferdes, der den Boden berührt. Sie stehen in Verbindung mit Bewegung, Balance, Gesundheit und Wohlbefinden. Jeder Schritt, den ein Pferd macht, beginnt mit ihnen.

Was ich an diesen Büchern besonders wertvoll finde, ist der Gedanke dahinter: Der Huf wird nicht einfach als etwas betrachtet, das man „in Ordnung bringen“ muss. Er wird als Teil des gesamten Pferdes gesehen.

Und genau diese Sichtweise entspricht einer Haltung, die ich mir in der Pferdewelt häufiger wünschen würde.

Denn ein Pferd zeigt uns Veränderungen nicht ohne Grund.

Ein auffälliger Huf, eine veränderte Stellung oder eine andere Art zu laufen sind keine „Fehler“ des Pferdes. Sie sind Informationen. Sie können uns etwas erzählen – über Belastung, Haltung, Bewegung oder vielleicht auch darüber, dass wir etwas bisher übersehen haben.

„Hufe lesen“ lädt dazu ein, genau diesen Blick zu entwickeln. Nicht vorschnell zu beurteilen, sondern zu beobachten. Nicht nur zu fragen: Was muss verändert werden? sondern auch: Warum ist es so entstanden?

Diese Frage halte ich für eine der wichtigsten Fragen überhaupt im Umgang mit Pferden.

Denn hinter jedem Verhalten und hinter jeder körperlichen Veränderung steht eine Geschichte.

„Hufen helfen“ führt diesen Gedanken weiter. Wenn wir gelernt haben, besser hinzusehen, können wir auch besser unterstützen. Es geht darum, Zusammenhänge zu erkennen und dem Pferd durch Wissen und Aufmerksamkeit gerechter zu werden.

Natürlich ersetzt kein Buch den Blick eines erfahrenen Fachmenschen. Jeder Huf gehört zu einem individuellen Pferd mit eigener Vorgeschichte, eigener Haltung und eigenen Bedürfnissen.

Aber Bücher wie diese können etwas sehr Wertvolles bewirken: Sie können Menschen dazu bringen, bewusster wahrzunehmen.

Und genau darin liegt für mich ein großer Beitrag zum Pferdewohl.

Denn Pferde brauchen Menschen, die nicht nur handeln können, sondern auch verstehen möchten.

Wer bereit ist, genauer hinzusehen, entdeckt oft, dass das Pferd schon lange versucht hat, etwas mitzuteilen.

Wir müssen nur lernen, zuzuhören.

Fazit:
„Hufe lesen“ und „Hufen helfen“ sind Bücher für Menschen, die ihr Pferd nicht nur versorgen, sondern wirklich verstehen möchten. Sie vermitteln Wissen über die Hufe – und öffnen gleichzeitig den Blick für das Pferd als Ganzes.

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Mein Blick auf dieses Buch

Ich stelle auf meinem Blog nur Bücher vor, von denen ich glaube, dass sie Pferden zugutekommen können. Nicht, weil sie schnelle Lösungen versprechen, sondern weil sie Menschen helfen, Pferde besser zu verstehen. Wenn aus diesem Verständnis mehr Vertrauen, mehr Rücksicht und ein fairerer Umgang entstehen, profitieren beide Seiten – zuerst das Pferd und daraus erwächst auch eine tiefere Beziehung zwischen Mensch und Pferd.


Lisa Peters: pferd.24-hs.de

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Hufbearbeitung Thema: HGM - Hoof Guided Method - Huf geleitete Methode, nach Maureen Tierney



 

Unser Fjölvi hatte leider einen Hufreheschub, vor 2 Jahren. Wir hatten Glück, mit der Bearbeitung mit HGM haben wir ihn super wieder auf die Füße gestellt. Er hat keinerlei Probleme mehr und läuft über jeden Untergrund.

Hoof Guided Method - kurz HGM genannt, 
eine Methode der Hufbearbeitung die sich vom Huf leiten lässt, nach Maureen Tierney. 
Die Regeln dazu sind:

- Reinigen Sie den Huf gut. Beurteilen Sie den Huf, um zu sehen, ob er getrimmt werden muss.
- Wenn die Hufwand 1/8 Zoll (0,3175 cm) oder mehr über der Sohle liegt, sollte sie getrimmt werden. 
- Die Wand mit einem 20 bis 25 Grad Winkel von der weißen Linie von 8 zu 4 Uhr auf Sohlenhöhe abschrägen, dann bis zur Trachte hoch nur begradigen. 
- Lassen Sie die Trachten in Ruhe, wenn sie sich 1/4 Zoll (0,635 cm) über der Sohle befinden. 
- Wenn die Trachten nicht gleich hoch stehen, raspeln Sie die höhere Trachte entsprechend der tieferstehenden Trachte herunter.
- Gibt es eine Sohlenschwiele, eine Erhöhung auf der Sohle, schrägen Sie den Hufwand/Tragrand zurück bis zur Schwiele. 
- Gibt es keine Schwiele, schrägen Sie die Hufwand immer nur bis zur weißen Linie.
- Alle losen Teile des Strahls entfernen, damit sich keine Taschen bilden, ansonsten in Ruhe lassen. 
- Nach dieser Bearbeitung den Huf in Ruhe lassen und in 4 Wochen neu beurteilen.

Hier finden Sie eine sehr ausführliche Youtube Kanal über HGM Trim in englischer Sprache

Kanal von der Begründerin 
Maureen Tierney, die aber leider nicht mehr lebt und ihre einzelnen Erklärvideos 






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Hufbearbeitung Thema Huforthopädie



Huforthopädie in Theorie und Praxis 

Ein sehr interessanter Artikel von Konstanze Rasch, der interessante Einblicke gibt in die allegemeine Hufsitutation und deren Möglichkeiten der Bearbeitung aus Sicht der Huforthopädie.






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Montag, 19. Oktober 2020

Fjölvis Hufrehe - 1 Jahr im Überblick: Verlauf der Heilung



Möchte hier unsere Geschichte erzählen, in einer Art Tagebuch.

Nachtrag: Video Sofortmaßnahmen bei Hufrehe

Ich hab schon am Dienstagabend, 13.10.2020 gemerkt, dass Pony schwer atmet. Mitwoch dann gesehen, läuft steif, es lahmt, hab auf dem einen Huf einen Angußverband gemacht, weil es eben auf diesem gelahmt hat. 
Unser homöopathischer Arzt Dr. Schulz, spezialisiert auf Pferde, hat ihm Globulis Ledum C 30 verschrieben. Diese hat er von Mittwoch an bekommen.

Donnerstag den Hufschmied eines anderen Pferdes am Stall angefragt, ob er sich das mal ansehen kann, hat sich leider 2 Tage nicht gemeldet und dann jemand anders rufen können, diese Difho Pflegerin kam heute und hat mal gefühlt und abgedrückt, leider nichts konkretes gefunden. Meinte, er hätte eventuell Hufrehe. TA verständigt und der hat das sofort bestätigt, als er Pony gesehen hat. Der wollte einen Entzündungshemmer spritzen, konnte aber kein Mittel spritzen, weil er keine Vene gefunden hat, hat bestimmt 20 mal rumgestochen, Pony jedesmal gezuckt, aber brav geblieben. (Er ist übrigens immer ein lieber Schatz) Jedenfalls zeigte sich dann irgendwann etwas Blut in der Kanüle, aber lief nicht. Er meinte, es wäre wohl zu dickes Blut.
Er hat mir dann als Schmerzmittel Phenylbutazon-Gel PH 100 mg/ml und Aspirin da gelassen. 

Er hat noch Keile unter die Hufe geklebt, Pony ist sofort wieder besser gelaufen und hat mir empfohlen spezielle Hufschuhe für Rehe anzuziehen.
Inzwischen weiß ich, es gibt noch eine bessere Möglichkeit zu Polstern: Man kann links und rechts des Strahles mit Mullröllchen polstern, dann die Sohle dick polstern, damit der Tragrand entlastet wird und die Wand nicht weg hebelt. Deshalb ist grundsätzlich auch im Vorfeld schon eine gute Bearbeitung der Hufe wichtig, damit Pony es bequem hat.

Fjölvi bekommt jetzt Heu aus engmaschigen Netzen, 3 cm. Menge: 7-8 kg bei 350 kg Körpergewicht. Daneben frisste er Stroh von der dicken Einstreu, die teils auch noch mit etwas Heu vermischt ist, da kann er dann bisschen suchen. Bisher hatte er All you can eat vom Heuballen mit Netz, war wohl zu viel. Jetzt schauen wir mal, wie es mit der begrenzten Fütterung aussieht, eventuell müssen wir noch mehr reduzieren.

Getrocknete Brennessel habe ich ihm angeboten, hat er gierig aufgefressen.
ER TRINKT WIEDER GUT, was er die ersten Tage nicht gemacht hat, hab einen Bottich drin stehen. Steht sowieso immer drin, ich weiß, dass meine Pferde gern aus Bottichen saufen.

Auf der Suche nach der Ursache macht man sich doch Gedanken.
Er wird sowieso nicht viel "genutzt". Das heißt normal steht er im Offenstall mit seinem Kumpel. Zugang zum Trail wenns trocken ist, Weide im Sommer nur ca. 1-2 Stunden täglich. Seit Wochen war eh alles abgefressen und sie durften auf die ganzen 7000 qm. Die spielen und toben selber rum, brauche ich nicht bewegen. Seit paar Wochen hats aber geregnet und sie waren nur im Unterstand: ca. 65 qm und Paddock davor ca. 100 qm und noch ein kleiner Unterstand ca. 15 qm. Er hat jetzt davon ein Stück abgeteilt bekommen und steht im kleinen Unterstand, dick mit Stroh eingestreut.
Vielleicht war das auch die Ursache, zuviel Heu (es gibt dazu noch eine weitere weniger schöne Erkenntnis, siehe weiter unten), zuwenig Bewegung, zum Trost ein paar Äpfel jeden Tag, sowieso schon zuviel Speck, es macht wohl das Gesamtpaket.

Heute am Sonntag ist er wieder etwas mehr gelaufen. Vielleicht wegen Schmerzmittel? Zum Wasser, an das Tor, eine Runde, auch mir entgegen gekommen, als ich mit Heunetz kam. Nun ist das vielleicht nicht der beste Weg, wenn er läuft. Habe mich mit meinem Homöopathen besprochen, der ja Arzt ist und mich dazu entschieden den homöopathischen Weg zu gehen. Das heißt, Schmerzmittel weg lassen, speziell Phenylbutazon, was im Verdacht steht, Hufrehe auszulösen. Wenn er sich aufgrund der Schmerzmittel mehr bewegt, kann das auch die Strukturen schädigen. Er soll sich am besten hin legen und hat dafür dicke Stroheinstreu bekommen. An diesem Abend bekam er Belladonna C 30 eine Gabe. Video von Sonntag:




Das heißt ab heute, Monatag 19.10. bekommt Ponymann aufgrund seiner speziellen Eigenschaften Pulsatilla C 30. 
Außerdem wird nun mit Eisbeuteln gekühlt. Es wurde anscheinend festgestellt, dass selbst bei dauerhaftem Kühlen mit Eis keine Schädigung eintreten kann.
Wir entscheiden täglich je nach Entwicklung und Reaktion. Danke an Dr. Schulz für den Einsatz, als Ansprechpartner, nach Absprache im besonderen Falle erreichbar wann immer es sein muss.

So, Fjölvi hat sich gut gehalten. Er hat viel geruht, auch gelegen, und er hat sehr begrenzt Heu gefuttert. War in der Sattellage immer etwas feucht geschwitzt und immer etwas schwer geatmet. Natürlich hat er gutes Mineralfutter bekommen und ich habe ihm Zeolith gegeben, zum Ausleiten/Abtransport eventueller Giftstoffe.

Zwei Wochen später, gegen Ende Oktober: Ich fühle kein Pulsieren mehr, die Atmung ist wieder ruhig geworden und Schwitzen muss er auch nicht mehr. Er steht auf einer dicken Matte aus Stroh mit Strohhäcksel  und läuft auch schon im Auslauf mal in die Sonne. Der Auslauf besteht zum Teil aus Matsch, zum Teil Gummimatte und ein Teil ist feste Erde. Größtenteils hat er also die Möglichkeit auch da weich zu stehen.

Ich weiß nun im Nachhinein ja nicht, ob es die beste Entscheidung war, Keile zu unterlegen, da es die Möglichkeit gibt anders zu polstern. Hinterher erfährt man meistens mehr. Da er einen Keil verloren hat, haben wir den zweiten abgemacht und die Hufe zum Glück zum November hin sofort rehegerecht gut bearbeiten können.
Ich habe mich nach den Empfehlungen vom tierheilkundezentrum.de gerichtet. 
Hinten war ja kein Problem, das ging schon vorher, aber vorne wollte er nicht lange hoch geben, da hatte er wohl zu viel Schmerzen, da musste einer Aufhalten. Aber er sah so zufrieden aus, nach der Bearbeitung, es war trotzdem der richtige Schritt. Gestern, 4. November und Heute konnte er die Hufe wieder ganz normal geben, er hat nicht mehr weg gezogen. Ok, nicht so ewig lang, aber fürs Nachbessern der Bearbeitung hat es ausgreicht, nun sind auch die Feinheiten bearbeitet. Endlich, nach 3 Wochen sind wir einen Schritt weiter. Ich bin so froh für ihn. 

Ein gutes Infovideo zu Hufrehe gibt es auch von Karin Kattwinkel, was aus meiner Sicht logisch erklärt, warum Keile zum Beispiel die tiefe Beugesehne zwar entlastet, aber dafür den Zug auf die Hufwand erhöht.

Auch vom VFD gibt es einen interessanten Artikel: Das Fruktanmärchen.

Eine weitere Erkenntnis: Seit der letzten Heulieferung habe ich anscheinend auch den Auslöser gefunden: Der Lieferant sagte mir, dass er Grummet geliefert hatte, obwohl er mir am Telefon sagte, er hätte momentan nur einen frühen Schnitt. Das Heu war sehr fein und grün, hätte er nicht ausdrücklich gesagt, es sein frühes Heu, hätte ich das garnicht gefüttert. Somit hat er also eine ziemliche Energiebombe bekommen, weil dieses Heu ein später 2. Schnitt gewesen ist, sein Stoffwechsel hat das bestimmt nicht verkraftet. Auch meine Stute hatte schon Bauchweh bekommen davon und hat es nicht mehr gefressen. Die anderen beiden sind ohne sichtbare Schäden davon gekommen. Der Lieferant nimmt zwar jetzt die restlichen 2 Quader zurück, aber leider kommt die Gesundheit auch nicht wieder davon. Inzwischen habe ich tolles neues Heu bekommen!

Ein kleines Laufbild als Zwischenbericht vom 9. November:


Hier nun ein Video vom 19. November:


19.11.2020
Bisher bekam Fjölvi Marstall force, aber ich füttere keine synthetischen Mineralien mehr, die ich leider bis jetzt fütterte, weil ich mich nie damit auseinander gesetzt hatte... Durch die Erkenntnisse der Berater aus einer speziellen Gruppe bei Facebook habe ich noch einige Tipps bekommen:

Inzwischen habe ich gewechselt auf:
Huminomineral, natürliches, rehegerecht verwertbares Mineralfutter, googlen nach den besten Preisen ist sinnvoll. 

Die Fütterungsempfehlung stelle ich hier mit rein, die ist nicht so klar in der Beschreibung, ich habe mich informiert und angefragt, diese Antwort habe ich erhalten:

Die Fütterungsempfehlungen im EquiGreen Bereich beziehen sich auf ein 600 kg schweres Pferd 
Bei HuminoMineral sind je nach Verpackungsgröße die Messlöffel unterschiedlich groß, im Allgemeinen gilt: 
30 g täglich bei 600 kg Körpergewicht des Pferdes. Ein gestrichener Messlöffel entspricht bei der 1kg-Verpackung ca. 7,4 g, bei der 8kg-Verpackung ist er etwas größer (13,8 g).
Zum Mineralfutter möchte ich noch etwas sagen. Dieses natürliche Pulver war nicht sehr beliebt. Ich habe das über Wochen, fast Monate langsam, fast in homöopathischen Dosen, eingeschlichen verfüttert in aufgeweichten Heucobs. Jetzt wird es von allen gut aufgenommen, keiner meckert mehr.

Dann im aktuten Schub:
EquiGreen Toxisan , unterstützt den Stoffwechsel,
Lauf fit, oder arthrogreen-lauf-fit, eventuell Huf Tonikum, hilft bei Rehe-Schmerzen.
Dazu getrocknete Kräuter: 30 gr Weidenrinde und 30 gr Mädesüss

Meine Pferde bekommen für Herbst und Frühjahr immer noch eine Kur mit Selen und Zink.

Heute habe ich auch wieder mit dem Arzt telefoniert, ich werde nun ein weiteres homöopathisches Mittel geben, welches speziell für ihn ausgesucht wurde.
Ich bin so froh, dass es Fjölvi nun schon wesentlich besser geht. 
Zwischendurch wurden seine Hufe auch nachgearbeitet, das steht heute auch wieder auf dem Plan.
Ich habe nun alles versucht, was ich tun kann und hoffe er macht weiterhin gute Fortschritte.
 
09.02.2021

Der kleine Fjölvi hat heute vor lauter Freude im Schnee einige Runden galoppiert, er läuft wieder so gut. Ich hab ihn auf die verschneite Koppel rennen lassen und es war so schön ihn so voller Freude toben zu sehen. Er wollte fast nicht aufhören. Hab ihn aber dann wieder rein gestellt in Unterstand mit Matschpaddock, weil ich keine Ahnung habe, ob ihm das so gut tut, wenn er so rum galoppiert.
Seinen Hufen sieht man auch nichts an, also keine Nase oder verbreiterte weiße Linie, sie sehen ganz normal aus. Habe jetzt auch nicht röntgen lassen, werde erstmal sehen, ob sich die weiße Linie noch verbreitert zeigt. Vielleicht war es einfach nicht so schlimm, oder wir haben schnell und gut reagiert?

03.05.2021

So nun fast 3 Monate später läuft er immer noch gut und man merkt ihm nichts mehr an. Er steht wieder mit seinem Kumpel zusammen seit Anfang April 2021 und benimmt sich normal, spielt auch mit ihm. Nun sieht man es seinen Hufen bei der Bearbeitung schon an, es wächst langsam alles raus. Es geht ihm gut soweit. Wir haben bis jetzt immer noch das Ekzemx und Lauffit gefüttert, sowie zusätzlich natürliche Mineralien.

13.10.2021

So. Genau vor einem Jahr hatte Fjölvi Hufrehe.
Ein Jahr später ist er wieder total fit. Er läuft gern, spielt und tobt, hat gut abgenommen und alles scheint wieder gut zu sein.

Momentan lebt er nun noch mit seinem Kumpel Chester im Offenstall mit mehreren Unterständen, angrenzenden Paddocks mit verschiedenen Untergründen: Matschig, steinig, geteert, und einem Naturboden-Auslauf, angelegt in Form eines Trails, der nur bei absoluter Nässe mit tief aufgeweichtem Boden geschlossen ist. Die Unterstände sind teils Naturboden, ein Teil Späneeinstreu, Strohmatte. Späne bevorzugen sie zum Liegen und Stehen/Ruhen, Späne und Stroh zum Pinkeln und sie tun mir den Gefallen und Äppeln auf das Stück Naturboden, worauf ich die Äppel einfach absammeln kann.

Auf dem Trail verteile ich tagsüber bei Trockenheit loses Heu rundherum in Abständen, pro Fütterung 3 kg alle 3-4 Stunden, jeweils nur immer eine Handvoll an einem Fleck und sie sind viel in Bewegung und brauchen etwa 1-2 Stunden bis sie jeweils fertig sind. Bei feuchtem, oder nassem Wetter hänge ich Netze mit der entsprechenden Ration auf. Nachts bekommen sie ein Heunetz im Unterstand. Die Ration ist für beide zur Zeit rund 12 kg tagsüber verteilt und ca. 6-10 kg nachts. Stroh steht ebenfalls im Netz zur Verfügung. Chester wiegt 430 kg, Fjölvi ca. 350 kg.

Rund 20 kg für gesamt nicht mal 800 kg Pferdegewicht erscheint vielleicht erstmal viel, aber durch die entsprechende Bewegung scheinen sie jetzt nicht fett zu werden. Bewegt werden sie 2-3x pro Woche mit ein wenig Bodenarbeit. Ad libitum hat nicht gut funktioniert, weil sie sich dann nicht mehr so viel bewegen und richtig fett werden. Das habe ich über ein Jahr lang ausprobiert. Sie fressen dann auf jeden Fall doppelt so viel, gerechnet an Heuballen die ich dann im Unterstand stehen hatte.

25.01.2022

Update: Fjölvi geht es sehr gut. Er ist wieder ganz der Alte. Die Pferde bekommen jetzt abgewogenes Heu, 5-6 mal am Tag in Netzen mit 6 cm Löchern. Wenn es nicht zu matschig ist, dürfen sie auf einen Matschpaddock, ansonsten großer Unterstand mit befestigtem Paddock davor. Weide im Sommer 2 Stunden ca. Er läuft auf jedem Untergrund, weich, hart, Strasse, Schotter, alles gut. Wir haben ihm einfach Zeit gelassen und ihn nicht besonders bewegt. Er darf mit seinem Kumpel spielen und nach einem Jahr Pause mal ab und zu wieder spazieren gehen. Wir werden dieses Jahr auch wieder anfangen zu Reiten. Er sollte einfach soviel Zeit bekommen, wie er brauchte.

Hier im Video zeigt er sich fröhlich beim Wälzen.

 
 
  Und hier auf einem Spaziergang, läuft gut mittlerweile auf jedem Untergrund, Kies, Teer, steing, er zieht nicht mal zum Rand.
  


Update:



Er hatte Hufrehe im Oktober 2020, jetzt haben wir Januar 2023 und dem süßen Fjölvi, geht es immer noch gut, seine Hufe wachsen super und er läuft sehr gut. Im Moment bekommt er wieder Heu ad libitum, kein Stroh - weil wir kein gutes Futterstroh bekommen haben,  und Huminomineral, sowie eine Kur mit Zink/Selen.

Eigentlich wollten wir schon im letzten Jahr wieder Reiten, haben ihm aber noch ein Jahr Urlaub gelassen, weil wir einfach nicht dazu gekommen sind. Dieses Jahr freue ich mich nun darauf, mit ihm wieder die Gegend zu erkunden
.







Sonntag, 4. März 2018

Hufrehe - Vermeidung, Früherkennung, Heilung



Die so allseits gefürchtete Hufrehe steht immer im Raum, wenn Pferde gehalten werden. Wann dürfen sie auf die Weide? Wie lange? Wie wird richtig gefüttert?  Oder wodurch kommt Rehe überhaupt zustande? Es gibt auch auch Belastungsrehe. Wie kann ich das nun erkennen? Was ist, wenn ein Pferd mal Hufrehe hatte? Kann ich mein Pferd dann noch nutzen? Oder kann ich ein Pferd kaufen, was schon einmal Rehe hatte? Wie hoch ist die Gefahr, dass es diese wieder bekommt? Alles Fragen, die einen beschäftigen....
Dieses Buch versucht aufzuklären über Hufrehe. Wie man sie vermeidet und wie man danach mit dem Pferd umgeht. Sehr empfehlenswert.

Diagnose Hufrehe – damit beginnt eine erhebliche Leidenszeit. Vorsicht ist besonders geboten, wenn Pferde vermehrt Zugang zu Frischgras haben, nach extremen Belastungen auf hartem Boden und bei Stuten nach der Geburt ihres Fohlens. Dieser Ratgeber gibt einen umfangreichen Einblick in das Krankheitsbild und bietet einen Überblick über die neuesten Erkenntnisse und Therapien. Der Pferdebesitzer wird nach der Lektüre in der Lage sein, die Erkrankung möglichst schnell zu erkennen und die richtigen Sofort- und Therapiemaßnahmen einzuleiten.

ISBN: 978-3-275-01828-4



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Der Weg zum gesunden Huf



Der von Pferdeliebhabern gewünschte Naturhuf ist selten ohne ausreichende Arbeit am Huf zu erreichen. Aber fast jeder Huf lässt sich dorthin bringen, wieder wie in der Natur zu funktionieren. Selbst mit reiterlichen Wünschen lässt sich ein naturbelassener Huf bewahren. In einigen Fällen ist auch Huforthopädie das Schlüsselwort. Und manchmal ist ein Huf ohne Eisen die einzige Möglichkeit für das Pferd, wieder einen gesunden Huf zu bekommen. Beide Autoren schreiben hier einfühlsam über die Möglichkeiten dorthin zurück, wenn Einflüsse vorhanden waren, die den Huf kaputt gemacht haben.

Ich selber habe schon erleben dürfen, dass nach Biernat gearbeitete Hufe am eigenen Pferd überdurchschnittliche Verbesserungen zustande kommen können.

»Fühlt sich mein Pferd auf seinen Hufen wohl?«, diese Frage stellen sich Pferdebesitzer noch viel zu selten. Meist lassen sie erst Lahmheiten und´ Krankheitsbilder am Huf, die ihr Hufschmied oder Hufpfleger nicht mehr in den Griff bekommt, sensibel für die Hufprobleme ihrer Pferde werden. Mit diesem Ratgeber soll der engagierte Pferdebesitzer in die Lage versetzt werden, Probleme am Huf zu erkennen, bevor das Pferd offensichtlich lahmt. Anhand von Fotobeispielen aus der Praxis lernt er Belastungssituationen einzuschätzen, lernt verstehen, warum sich Hufe wie (ver)formen und erfährt u.a. was die einzelne Hufbearbeitungstechnik am Huf bewirkt.

ISBN: 978-3-275-01983-0



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Samstag, 3. März 2018

Problemlos Eisenlos - Wege zum Barhuf




ISBN: 978-3-275-01903-8

Wie ich finde, vermittelt dieses Buch hier sehr umfangreiches Wissen zum Barhuf. Alle möglichen Fälle sind gut bebildert dargestellt und beschrieben. Für Laien gut verständlich ausgedrückt und nachzuvollziehen.

Dies ist ein Wegweiser für alle Pferdebesitzer, die von einem Barhufpferd träumen, es bisher aber aus den verschiedensten Gründen nicht gewagt haben, ihren Pferden die Eisen abnehmen zu lassen. Es ist ein Ratgeber für alle, die sich für eine Barhufumstellung entschieden haben und hierbei unnötige Probleme vermeiden wollen. Wie problemlos die Umstellung tatsächlich verläuft, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Über diese erleichternden oder erschwerenden, unvermeidlichen oder vermeidbaren Faktoren wird der Leser ausführlich informiert und so befähigt, den Erfolg des Unternehmens Barhuf abzuschätzen und sachkundig in die Hand zu nehmen.



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Sonntag, 17. September 2017

Hufbearbeitung - Barhufpflege - Wissenswertes

Der Huf sollte beim Pferd, meiner Meinung nach, größte Beachtung finden.
Manche werden vernachlässigt, manche kaum beachtet, andere irgendwie bearbeitet, oder auch mit Eisen als Schutz versehen.
Es gibt viele Varianten.

Eine gute Infoquelle sind Seiten, die ausführlich darüber berichten, wie der Huf aufgebaut ist und welche Funktion er hat, sowie welche Bearbeitung sinnvoll ist, ist diese hier:
go-barhuf.de

Viel Spaß beim Lesen.

Die Hufe meines Wallachs Chester:




Er läuft super, ohne Hufschuhe, in jedem Gelände.

Und hier ein Bild eines Querschnitts eines Hufes mit einem Nagel im Hufeisen, der am Huf befestigt ist.
Sehr gut zu sehen, wie der Nagel in der Hufwand steckt.


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Freitag, 10. Juni 2016

Hufrehe: Wie ist das nun mit Anweiden, Weidezeiten im Sommer und den Fruktanen? Wann ist mein Pferd Rehe gefährdet?


Wie weide ich mein Pferd richtig an? Wie lange dürfen Pferde auf der Weide bleiben? Das haben viele schon hinter sich. Doch ist der Fruktangehalt immer gleich? Wann ist er am höchsten? Ist die Gefahr im Sommer rum? Wann besteht denn überhaupt Rehegefahr?

Die Auslöser für Rehe sind nicht immer gleich, oft kommen mehrere Faktoren zusammen.
HUFREHEGEFAHR! WELCHE REGELN GELTEN FÜR DAS WEIDEN DER PFERDE?


Fruktan gilt in der Pferdefütterung als Problemstoff, doch wie gefährlich ist es wirklich? Das Schreckgespenst Fruktan im Faktencheck.


Regelmäßiges Mähen der Weide hilf Hufrehe beim Pferd vorzubeugen
Für Pferde mit Insulinresistenz und Hufreheneigung ist Weidegang mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden. Letztere sollen sich aber durch regelmäßige Pflegemaßnahmen reduzieren lassen, wie amerikanische Wissenschaftler nun herausgefunden haben wollen.

Es gibt eine App für Pferdehalter, die das momentane Fruktanrisiko an einem bestimmten Ort  anzeigt. Von kostenlos für 1 Pferd mit vielen weiteren Funktionen die man nutzen kann, wie Weidezeit, Krankheiten, Training, bis zu mehreren Pferden die eingegeben werden können, was dann aber mit Kosten verbunden ist.


Dienstag, 3. Juni 2014

Hufpflege kritisch betrachtet: Naturhufpflege oder Hufeisen?


Naturhufpfleger oder Hufschmied?
Manchmal muss man zu Gunsten des Pferdes etwas genauer überlegen.

Wirklich lesenswert, wenn man mal genauer hinschauen möchte:
Ein schöner Artikel im Blog von Anja Gebauer aus Frankfurt,
in dem es um ihre Ausbildung zur Hufpflegerin geht und den Erkenntnissen, die sie aus vielen Praktika darüber gelernt hat.
Sie hilft den Lesern dabei, sich ein eigenes Bild zu machen.

Natürliche Hufbearbeitung nach dem Wildpferdemodell - für und wider - was bleibt?

Tafi`s Hufe werden hinten steiler gestellt, um der Absenkung der Fessel etwas entgegen zu wirken, so etwas kann ein Huforthopäde machen.
Anfangs wurden ihre Hufe am Tragrand etwas abgerundet, um die Kante zu brechen, damit sie besser abrollen kann. Später habe ich aber zu einer anderen Methode gewechselt: HGM einer vom Huf geleiteten Methode, die den Hufen von Tafi mehr Stabilität gegeben haben. 

Auch mein kleiner Ponymann Fjölvi hat nach einer Hufrehe und der Bearbeitung mit HGM ein Jahr später wieder tolle Hufe und bewegt sich wieder über jeden Untergrund mit viel Lebensfreude.

Die Hufbearbeitung in Anlehnung an den Wildpferdehuf ist aus meiner Sicht sehr gut nachvollziehbar, jedoch auf einem anderen Territorium und anderen Klimazonen nicht immer sinnvoll.

Beim Wildpferdemodell unterstützt man die Hufmechanik durch eine leichte Wölbung am Tragrand an der Lauffläche und der Huf kann gut und schnell abrollen mit einer sogenannten Mustangroll, im Gegensatz zu einer scharfen Kante, um größtmögliche Bewegungsfreiheit zu garantieren.

Bei HGM ist die ganze Fläche des Tragrandes abzuschrägen, damit besser abgerollt werden kann und das Gewicht auf die ganze Fläche verteilt werden kann, ohne den Tragrand dünner zu machen.

Kann man diese Bearbeitungsarten auf alle unsere domenstizierten Pferde übertragen?

Einige Stimmen und Erklärungen, die darlegen warum es gut sein kann und wie es aussieht, sowie auch die Methode des HGM - sich am Huf zu orientieren,  auf diesen Seiten:
(in englischer Sprache aber mit vielen aussagefähigen Bildern)


http://www.thinklikeahorse.org/index-28.html

http://www.barefoothorse.com/barefoot_Breakover.html



Unsere Hauspferde haben normalerweise nicht diese Sohlendicke wie Wildpferde, die auf steinigem Untergrund laufen und können mit einer Rundung der Hufe vielleicht nicht mehr laufen, weil das Hufbein dann zu nah am Hufrand ist. 
Eine Alternative ist dabei, einfach eine kleine Abrundung zu machen um dem Huf das Abrollen zu erleichtern.


Uns bleibt nur die eigene Überlegung, unter Berücksichtigung der Lebensumstände unseres Pferdes, seiner "Nutzung", seiner Futterzusammensetzung, des Bodens auf dem es lebt und läuft, wie viel es sich bewegt, um zu entscheiden, wie weit wir etwas umsetzen wollen und können oder müssen.





Dienstag, 13. Mai 2014

Weidelgras - enthält durch Symbionten gefährliche Hufreheauslöser für Pferde wie auch für Esel


Hanno M. Pilartz hat einen schönen Artikel im
Vereinsblatt der Eselnothilfe http://www.noteselhilfe.org/ veröffentlicht.
Diese Information ist auch für Pferdehalter recht interessant, da es um hufreheauslösende Futterpflanzen geht, denen hoch potente Ergot-Alkaloide angezüchtet sind, die in Symbiose mit dem deutschen Weidelgras existieren, um dieses ertragreich zu machen und gegen Freßfeinde wie Insekten zu schützen. Dieser Symbiont ist ein Pilz, der unseren Haustieren schadet.

Wie man entsprechend gutes Heu erkennt und vieles mehr lesen Sie hier im Artikel, der sich ab Seite 15 des Vereinsblattes befindet:
Die Pflanze des Monats: Deutsches Weidelgras

Zum Weiterlesen und Vertiefen des Themas hat er folgende Empfehlungen gegeben:
http://www.gesundehufe.com/giftige-graeser-fuer-pferde.html
http://www.pferde-tierheilpraktikerin.de/endophytengifte.htm
http://www.vfdnet.de/index.php/reiten-literatur
http://www.starke-pferde.de/Inhaltsangaben/page%204%2069.html


Donnerstag, 5. September 2013

Hufabszess, Hufgeschwür - Abhilfe durch Sauerkraut ?

Chester hat im Laufe der Weidesaison auf einem ziemlich schrägen Hang an mehreren Hufen Schwierigkeiten bekommen. Eventuell hatte er sich beim herunter rutschen etwas eingetreten. Es haben sich dann anscheinend Hufabszesse gebildet, die nach Außen gedrängt haben. Er fing an zu lahmen und dies fast gleichzeitig an mehreren Hufen.

Wir sind dem Rat eines homöopathisch bewanderten Hufpflegers gefolgt und haben Chester die Hufe mit Sauerkraut eingewickelt. Dazu haben wir eine Baby-Einmalwindel benutzt um das Kraut um den Huf zu wickeln und haben das mit starkem Tapeband festgeklebt und die Sohle mit dem Tape verstärkt.
Diese Wickel haben wir auf sämtliche Hufe gebracht und täglich erneuert.

Zusätzlich hat er Silicea als Schüsslersalz in sein Mineralfutter bekommen.

Es hat nur ca. 6-7 Tage gedauert und alle Hufe waren wieder fit. Ohne Aufschneiden scheint sich etwas heraus gearbeitet zu haben, da wir Risse am Rand des Strahles feststellen konnten.

Bis jetzt ist alles ok und er läuft munter wie eh und je ;-)

Unterstützt wurden wir durch die Heilpraktikerin
Corina Loughran aus Waiblingen Tel. 0174 5288685

Freitag, 11. Januar 2013

Hufschuhe ?

Hab da was entdeckt: Tolle Hufschuhe für Barhufe wer weiß, vielleicht braucht man die mal? Es gibt hier auch eine Hufbearbeiterin in der Nähe, die diese Hufschuhe anpasst.

Normalerweise braucht ein Pferd natürlich keine Hufschuhe. Sein Hufhorn wächst ja immer nach.
Aber wenn das Pferd barhuf laufen darf und mehr läuft als es das Hufwachstum erlaubt, ist es angebracht Hufschuhe anzuziehen. Auch, wenn mal ein längerer Wanderritt geplant ist, kann das sinnvoll sein.
Auch bei einem anderen Hufproblem kann ein Hufschuh vorübergehend hilfreich sein. Dies kann man aber immer mit Pferdi's Hufpfleger/in absprechen ;-)

Tafi's Hufproblem gelöst


Tafi war nicht alle Tage gut drauf. Sie bekam im nassen Winterwetter ein Hufproblem. Durch ihre Arthrose gibt sie manchmal die Hufe nicht hoch. Dann habe ich sie in der Halle ausruhen lassen und sie legt sich dort ab. Wenn sie liegt, lässt sich mich auch ihre Hufe auskratzen und versorgen.
Dabei stellte ich an einem Huf fest, dass etwas feuchtes, schwarzes Etwas nässte... Strahlfäule?

Die herbei gerufene Tierheilpraktikerin vermutete aber ein sich eröffnetes Hufgeschwür, was auch die Abneigung erklärt hätte, dass sie diesen Huf nicht aufheben mochte.
Wir säuberten den Huf, schnitten etwas den Strahl glatt, spülten mit Essig zur Desinfektion und legten eine Tamponade mit angerührter Paste aus homöopathischen Komponenten ein.
Der Huf wurde so drei Tage lang beschmiert und eingebunden, damit keine weitere Nässe eindringen kann.
Danach ließ ich den Huf wieder offen und säuberte ihn täglich, was bereitwillig erlaubt wurde.

Das Problem war nach gesamt 1 Woche beseitigt, es war wohl eine "Wunderpaste"  ;-)

Zur Strahlreinigung soll es auch ein tolles Puder geben, NT-DRY Strahl- und Hufpflegepulver, das ich auch mal ausprobieren werde.