Ein Pferd soll an der Longe laufen – und stattdessen kommt es immer wieder zu seinem Menschen.
Vielleicht wirkt das aufdringlich. Aber bevor wir versuchen, das Pferd auf Abstand zu bringen, lohnt sich eine andere Frage:
Was versteht das Pferd eigentlich aus unserem Verhalten?
Ein Pferd kann gelernt haben, dass es beim Menschen stehen bleiben darf. Es kann aber ebenso gut Nähe suchen, unsicher sein oder nicht verstanden haben, was wir von ihm möchten.
Auch unser Rückwärtsgehen ist für ein Pferd nicht einfach nur eine Bewegung.
Je nachdem, wie wir uns dabei bewegen und was unsere gesamte Körpersprache ausdrückt, kann unser Rückwärtsgehen eine Einladung sein: Komm zu mir.
Es kann aber auch Unsicherheit vermitteln: Ich weiche dir aus.
Deshalb geht es beim Longieren nicht nur darum, das Pferd auf Abstand zu halten. Unsere eigene Körpersprache muss für das Pferd verständlich sein.
Wir brauchen dafür keine größere Kraft und keinen stärkeren Druck. Wir brauchen Klarheit in unserer eigenen Bewegung und müssen lernen, wahrzunehmen, wie das Pferd darauf reagiert.
Denn bevor ich ein Pferd als „aufdringlich“ bezeichne, kann ich mich fragen:
Was habe ich ihm gerade mit meiner Körpersprache gesagt?
Wie Pferde auf unsere Körpersprache reagieren und was wir ihnen damit vermitteln, habe ich hier einmal ausführlicher beschrieben.
Ein englischsprachiges Video von Think Like a Horse zeigt eine Möglichkeit, mit einem Pferd umzugehen, das beim Longieren immer wieder zum Menschen kommt.
Unser Verhältnis zum Pferd kann sich verändern
Wenn sich unsere Kommunikation verändert, kann sich auch das Verhalten des Pferdes verändern. Wenn du dir auf diesem Weg Unterstützung wünschst, begleite ich dich gerne –
