Freitag, 30. Januar 2015

Thema Pferdekauf - Welche Fragen sollte ich stellen?

Pferdekauf ist eine sehr komplizierte Sache, manchmal.
Ab und zu auch eine spontane Angelegenheit oder reine Gefühlssache.

Was alles dabei zu beachten ist, oder auf was man verzichten kann, kommt auf die Gründe an, warum man ein Pferd kauft, oder gerade dieses besondere Pferd haben möchte.

Erstellen Sie sich eine Liste, warum Sie ein Pferd kaufen möchten und welche Eigenschaften es besitzen muss, damit Sie damit glücklich sein können. Trauen Sie sich genau nachzufragen:

Ist das Pferd sicher genug für einen unsicheren Reiter?
Kann dieses Pferd allein auf dem Paddock bleiben und allein ausgeritten werden? 
Ist das Pferd ruhig und bleibt es ruhig stehen? 
Wird es nervös oder unruhig, beim Ausreiten, oder bei schlechtem Wetter? 
Ist das Pferd gut zu verladen, kann man es gut transportieren, wie verhält es sich bei der Hufpflege/Hufschmied, bei der Wurmkur/Medikamentengabe, was macht es beim  Pferdezahnarzt oder Arztbesuch?
Wie ist seine Zahngesundheit, wurde es regelmäßig beim Pferdedentisten vorgestellt?
Wie ist der Allgemeinzustand, Tierärztlich betreut?
Buckelt das Pferd, steigt es, überschlägt es sich, keilt es aus, beißt es oder hat es irgendwelche Laster, oder Angewohnheiten die ich kennen sollte? 
Ist dieses Pferd gesund, oder hat/hatte es irgendwelche gesundheitlichen Probleme, die ich kennen sollte?
Warum verkaufen Sie dieses Pferd?
Hat dieses Pferd Probleme auf Gras (Hufrehe) ? 
Gibt es etwas, was ich noch nicht weiß von diesem Pferd, was ich noch nicht gefragt habe, das Sie mir noch nicht gesagt haben ... Gutes oder Schlechtes?

Eine interessante Frage könnte sein, mit wieviel Jahren wurde es wie eingeritten?
Ein Pferd wächst bis zu 7 Jahren, das Knochengerüst ist in der Zeit noch nicht ausgereift.
Hat ein Pferd mit 7 oder 8 Jahren schon die besten Erfolge aufzuweisen, wurde es vielleicht zu früh ausgebildet und die ersten Verschleißerscheinungen werden sich zu früh zeigen. Sie werden meist an Freizeitreiter verkauft, die dann mit den diversen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben.

Das Alter eines Pferdes kann sehr variieren, einige Pferde, die häufig im Sport unterwegs sind, können schon mit 12 - 15 Jahren zum alten Eisen gehören, andere, die schonend behandelt wurden, können vielleicht 40 Jahre oder mehr werden.

Wenn eine der Antworten auf diese Fragen Zweifel aufwirft, lassen Sie den Kauf lieber sein. Wenn Sie nicht bereit sind, sich mit allen möglichen Problemen zu beschäftigen, dann lassen Sie die Finger von dem Pferd.
Wenn das Pferd in allen Punkten Ihren Vorstellungen entspricht, dann machen Sie einen Termin um das Pferd zu sehen und es in allen Dingen auszuprobieren.

Lassen Sie es sich zeigen, was das Pferd kann, wenn Ihnen bestimmte Eigenschaften zugesichert werden. 

Nehmen Sie einen Freund mit oder bezahlen Sie für professionelle Hilfe.
Ich empfehle auf jeden Fall eine Ankaufuntersuchung durch einen TA durchführen zu lassen.
Je nachdem, was Sie mit dem Pferd machen möchten, gibt es sehr umfangreiche Untersuchungsmethoden.

Wenn Sie nicht bereit sind, sich mit genannten Problemen zu beschäftigen, dann kaufen Sie das Pferd lieber nicht. Denn es besteht die Möglichkeit, dass Ihr Pferdekauf zum Scheitern verurteilt ist; Vorbeugen ist besser als heilen! Wenn Sie unsicher sind mit dem Pferd, dann arrangieren Sie einen neuen Termin. Kaufen Sie nicht, wenn Sie nicht 100% sicher sind und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen ... .. Sie sind derjenige, der auf dem Pferd sitzen bleiben wird, sobald Sie es kaufen. Denken Sie daran- es wird im Durchschnitt für die meisten neuen Pferde/Menschenpaare 6 Monate dauern, um sich gegenseitig kennen zu lernen. Profis können dies in einer kleinen Reihe von Einheiten erkennen, aber Sie dürfen nicht vergessen, dass ist deren Beruf . 

Üben Sie, und nehmen Sie Unterricht mit Ihrem neuen Pferd, das wird helfen, Vertrauen zu gewinnen und zu einer guten Kommunikation verhelfen. Denken Sie daran- wir haben Pferde um glücklich zu sein und sie zu genießen. Wenn Sie Angst vor Ihrem Pferd haben oder Sie das Zusammensein nicht genießen, wo bleibt dann die Freude daran?

Gute Tipps dazu gibt ein Experte hier: http://www.pferdefluesterei.de/tipps-pferdekauf/


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Mittwoch, 28. Januar 2015

Konik - Rückzüchtung des Ur-Wildpferdes - die idealen Pferde für den Naturschutz


Die Koniks werden im Landschaftsschutz eingesetzt und sind auch widerstandsfähige Freizeitpferde.

Polnische Koniks sind kleine, wildfarbene – d. h. mausfalbe – Pferde mit Aalstrich und Streifenmuster vor allem an den Beinen. Die meisten Menschen kennen diese Tiere nur aus Naturschutzgebieten, in denen ihre Aufgabe darin besteht, die Pflanzen zu fressen und eine Verbuschung und Waldbildung zu verhindern. Seit 1936 sind die freilebenden Koniks Gegenstand der Forschung. Die Pferde halten die Landschaft offen, wenn sie speziell im Winterhalbjahr mit zunehmendem Hunger Gehölze verbeißen.

Eine besondere Artikelreihe über die Wildpferderückzüchtung, die freilebenden Koniks, ist bei
Artgerecht-Tier.de zu finden.
- die Rasse "Konik Polski"
- Koniks - die idealen Pferde für den Naturschutz
- Gesundheit der Koniks in Reservats- und Stallhaltung
- Was fressen die Koniks in Popielno?Hier geht es zu dem Artikel. Teil 1.
 Alle 4 Teile sind über diesen Link ebenso zu finden, wie viele andere lesenswerte Artikel zum Thema Pferd.

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Montag, 26. Januar 2015

Wie gewinne ich die Freundschaft meines Pferdes?


Vertrauensaufbau ist mir in der Beziehung zum Pferd das Wichtigste.
Ich verfolge dabei nicht einen herkömmlichen Ansatz, sondern versuche die Freundschaft und das Vertrauen eines Pferdes zu gewinnen, indem ich ihm Sicherheit und Geborgenheit vermitteln möchte, seine Bedürfnisse versuche zu erkennen und ihm das zukommen lasse, was es für sein Wohlergehen braucht und dabei auf Pferdeart per Körpersprache mit ihm kommuniziere, die es gut verstehen kann.

Das schaffe ich, wenn ich einmal die Herdenstruktur betrachte.
Es gibt die ranghohen Leittiere, dann in Abstufungen die rangniedrigeren. In der Herde bilden sich enge Freundschaften und diese befreundeten Tiere ähneln sich sehr, meist sieht man sogar Pferde in der gleichen Farbgebung zusammen. Sie machen dann alles gemeinsam, es entsteht eine enge Bindung dabei.

Somit habe ich die besten Hinweise auf das, was ich tun kann, um meinem Pferd näher zu kommen.
Ich muss so viel wie möglich Zeit mit ihm verbringen und ihm signalisieren, dass ich um sein Wohl besorgt bin.
Es geht nicht darum, dass ich meine gemeinsamen Stunden mit Reiten verbringe und Lektionen, die wir erlernen wollen, sondern um für das Pferd qualitativ hochwertige Zeit, die ihm vermitteln kann, dass ich an ihm interessiert bin. Das heißt, Zeit, die den Bedürfnissen des Pferdes gewidmet ist.
Weder Muskelaufbau, noch Ausdauer- oder Krafttraining, sondern Dinge wie zusammen nichts tun zum Beispiel, oder gemeinsam spazieren gehen, Zeit auf der Weide verbringen, ohne etwas von dem Tier zu fordern. Das macht die Freundschaft für das Pferd aus.

Es gibt oft Pferde, die bei der Arbeit gut funktionieren. Aber manchmal sind sie schwer einzufangen, oder sonstwie nicht an unserer Gesellschaft interessiert. Ich meine das kommt daher, dass sie nur das Gefühl haben, wir fordern nur von ihnen etwas und sind nicht bereit, etwas zu geben, was eine Bedeutung für das Tier hat. Deshalb hat das Pferd wenig Interesse daran mit uns etwas zu unternehmen und würde sich lieber entziehen, wenn es selber entscheiden könnte.
Für ein Pferd bedeutet es nichts, dass wir den Stall bezahlen, das Futter besorgen, uns darum kümmern, dass für sein leibliches Wohl gesorgt ist. Dies sind selbstverständliche Dinge für ein Pferd, die es nicht als etwas Besonderes anerkennen kann. Womit es meiner Meinung nach aber auch Recht hat.
Das sind Grundbedürfnisse, die wir stillen müssen, dies würde es in der Natur auch vorfinden, wenn wir nicht da wären, sofern es diese Art von "Natur" noch geben würde für Pferde.

Etwas besonderes für ein Pferd bedeutet nicht, dass wir besondere Sachen mit ihm machen müssen, sondern einfach nur da sein und sein Leben teilen. So, wie jedes andere Herdenmitglied das auch machen würde. Und im besonderen die Fellpflege, das gemeinsame zusammen Stehen und Ruhen, gemeinsam Fressen, gemeinsam Laufen, gemeinsam Spielen. Ohne vom anderen zu fordern, sondern nur ein Ermuntern ohne besondere Erwartung.

Ich stelle mir dabei nur mal vor, was würde ein befreundetes Pferd machen? Wallache spielen sehr viel zusammen, wenn sie von klein auf mit Artgenossen zusammen standen und immer die Gelegenheit dazu hatten. In der Gruppe üben sie die Rangkämpfe, messen sich in Stärke und Schnelligkeit. Denn in der Natur leben sie auch in Gruppen zusammen und bereiten sich für die Übernahme einer Herde vor.
Stuten spielen meist nicht sehr viel oder viel weniger. Für sie ist das nicht überlebenswichtig. Aber auch Stuten rennen oder toben mal gemeinsam.

Die freundschaftliche Beziehung zu meiner Stute habe ich erst so richtig aufgebaut, als sie wegen Lahmheit lange Zeit nicht geritten werden konnte.
Ich musste mir andere Dinge einfallen lassen um sie zu beschäftigen. Damals wußte ich nicht viel von Bodenarbeit oder Horsemanship. Bodenarbeit hatte ich nie gelernt. So verbrachte ich anfangs ziemlich unproduktive Zeit mit ihr, so dachte ich wenigstens. Ich lief mit ihr spazieren, ließ sie auf dem Platz laufen, stand herum mit ihr, putzte sie, nahm mein Vesper ein, während ich sie daneben grasen ließ,  - mangels Ideen, was ich tun könnte mit ihr, ohne sie zu beanspruchen, oder forderte sie einfach ab und zu auf, mit mir auf der Weide oder in der Halle herum zu rennen.
Und genau das war es, was mich ihr näher brachte und was ihr Interesse weckte, mit mir zusammen sein zu wollen.
Wenn sie mich sah, kam sie von weit her schon angaloppiert und freute sich, wieder Zeit mit mir verbringen zu können, weil ich ihr meine ganze Aufmerksamkeit zukommen ließ.
Ich las damals interessante Bücher, zum Beispiel von Hempfling, und wollte mir Ziele in der Bodenarbeit mit ihr erarbeiten. Eines davon war das Schulterherein am Boden. Während eines Tages machte ich vorbereitende Übungen mit ihr um irgendwann dieses Ziel zu erreichen, ich habe mir und ihr dabei keinen Druck machen wollen.
Nach unserer gemeinsamen Übung, lies ich sie noch grasen und verspeiste auch mein mitgebrachtes Abendessen. Danach wollte ich mich aufmachen um nach Hause zu gehen. Ich rief sie heran, sie war ein Stück weit weg. Sie schaute auf und kam heran getrabt, in einem perfekten Schulterherein.
War das Zufall? Ich glaube nicht, sie hat das vorher noch nie gemacht gehabt.

Was mir aber später noch mehr Beweis gegeben hat, dass sie mir einfach so etwas schenken möchte, rein aus Freundschaft, das war etwas ganz anderes.
Ich ließ sie wie üblich damals frei in der Halle laufen und forderte sie zum Toben auf, indem ich sie frei laufen ließ, einfach von ihr hüpfend wegrannte und sie aufforderte mir zu folgen. Das erste mal, als ich das machte, sprintete sie davon bis ans Ende der Halle und schaute sich erstaunt um, so als wenn sie fragen wollte, vor was sind wir jetzt davon gerannt?
Das nächste mal, wußte sie schon, dass sie einfach mal lostoben durfte. Sie rannte los und sprang kreuz und quer durch die Bahn. Buckelte und keilte aus, galoppierte hin und her.
Ich wußte, dass ich das mit ihr machen konnte, weil ich ihren Respekt hatte, sie hätte mich nie überrannt, sondern hielt immer Abstand.
Und dann kam der Tag, als sie von einem Ende der Bahn zum anderen, wo ich stand hergaloppiert kam, vor mir stoppte und mir zwei perfekte Levaden zeigte. Dies war eine Dressurlektion der hohen Schule, die ich mir immer mal gewünscht hatte, aber nie zu träumen gewagt hatte, mir dies so schnell erarbeiten zu können.
Ich bin mir aber sicher, dass dies ein Geschenk meines Pferdes war, dass sie mir zukommen lassen wollte, weil ich versuchte auch ihre Bedürfnisse zu erforschen und zu stillen.

Ich war ja inzwischen zum Rai-Reiten gewechselt, einer Art reines Freizeit- Reiten, die darauf abzielt, der Ranghöhere in der Zweierherde zu sein, die man bildet, wenn man mit einem Pferd zusammen ist um ihm zu signalisieren, dass man als Mensch für die Sicherheit zuständig ist, die sonst das Leittier übernimmt.

Ab diesem Zeitpunkt habe ich nie wieder versucht, bestimmte Dinge zu erarbeiten, sondern habe nur von Tag zu Tag, ihrer Konstitution entsprechend etwas mit ihr gemacht, was einfach möglich war für sie.
Weil ich wußte, dass sie mir freiwillig alles geben würde, was mir Freude macht. Es war seit damals nicht  mehr wichtig für mich, dass sie mich tragen könnte. Viele Freundschaftsbeweise ihrerseits haben mich für das entschädigt, was mit ihr nicht mehr möglich war und was ich damals noch als normalen "Gebrauch" eines Pferdes ansah.
Sie hat mich zu einem anderen Verständnis dessen gebracht, was für Pferde wichtig ist und war mein bester Lehrmeister. Ich habe dabei erfahren, was auch für mich wichtiger ist, als mich tragen zu lassen.

Für mich ist inzwischen der Aufbau einer wahren Freundschaft wichtiger geworden, weil es die wirkliche Harmonie bedeutet, nach der ich auf der Suche war. Ich kann mich gut erinnern, als kleines Mädchen hatte ich den Traum, zu Reiten und eine innere Verbindung zu einem Pferd zu haben, meine Liebe mit ihm zu teilen.

Leider ist dieser Traum etwas in Vergessenheit geraten, als ich in der Reitschule meine Lektionen lernte, Wettbewerbe bestritt, Leistung bringen sollte und auch vom Pferd fordern musste. Natürlich lief es an manchen Tagen nicht so gut und ich hatte auch das Pferd zu bestrafen, wenn es nicht auf den Punkt reagierte.
Ich verdiente mir meine Sporen und hatte auch sogenannte Erfolge. Aber es war anstrengend und manchmal frustrierend, zumindest am Anfang, als ich noch nicht so gut war. Und auch heute sehe ich manchmal in den herkömmlichen Reitschulen Momente, in denen kleine Mädchen weinend aus dem Unterricht kommen, weil es mal wieder nicht gut "funktioniert" hat.

Ich habe inzwischen meinen Traum Wirklichkeit werden lassen können. Ich verfolge keine Wettbewerbe mehr. Auch muss ich am Ende der "Stunde" keine bestimmten Ergebnisse mehr vorweisen.
Der gemeinsame Weg ist für mich das Ziel geworden. Und ich freue mich daran, dass meine Pferde mich grummelnd begrüßen und bin nur traurig, wenn ich sie wieder "weg" stellen muss, um nach Hause zu gehen.

Aber auch hier kann ich nun ruhigen Gewissens gehen, weil ich weiß, sie sind so unter gebracht, dass sie in Pferdegesellschaft bleiben können, wählen dürfen, ob sie draußen stehen oder sich unter ein Dach stellen wollen, Heu fressen können wann immer sie möchten, im Auslauf spielen oder ruhen können auf einer weichen, trockenen Unterlage, wann und wie sie wollen. Auch, wenn es im begrenzten Rahmen ist, denn ein Platzangebot wie in der Natur ist in unseren dicht bewohnten Gegenden kaum zu finden.

So können meine Pferde mir vertrauen, dass ich zu ihrem Wohl handele und können sich geborgen fühlen in ihrem Umfeld. Und ich meine wenigstens, dass es ihnen gut geht und sie zeigen mir jeden Tag wieder, dass sie sich freuen, mich zu sehen, wenn sie mich freudig grummelnd begrüssen kommen.

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Samstag, 24. Januar 2015

Pferdefreundschaft erneuert und bestätigt.


Der Link zu dem Video hier.

Chesters kleine Verletzung unter dem Auge.


Heute ist etwas unglaublich Süßes passiert...
das habe ich so noch nicht erlebt in meinem ganzen Leben mit Pferden.

Die Geschichte:

Chester im Regenmantel und Fjölvi nur im Pelz sind hier zu sehen, wie sie beieinander stehen.

Was vorher passierte:
Wie immer tobten sie durch die Bahn und spielten ausgelassen.

Immer, wenn sie auf dem Platz toben dürfen, sind sie besonders ausgelassen. Und auf Art der Pferde auch ziemlich wild und deftig.
Heute passierte es, dass Fjölvi Chester nahe dem Auge getroffen hat, ob mit Biss oder Schlag kann ich nicht sagen. Chester hat gequietscht und ist buckelnd davon gesprungen, wohl weniger vor Schmerz, als vor Wut, dass Fjölvi sich so etwas erlaubt hat. Vor Schmerzen schreien, das machen Pferde ja nicht. Sie wollen vermeiden Raubtiere anzulocken, deshalb hat ihnen die Natur keinen Schmerzlaut mit gegeben.
Wer das anzweifeln mag, sollte sich überlegen, dass selbst ein gebrochenes Bein oder eine Kolik (die sogar tödlich enden kann) für ein Pferd kein Anlass ist, eine Lautäußerung zu geben.

Es passiert öfter, dass Chester sich über Fjölvi ärgert, wenn der mal die Oberhand hat, und dann sprintet er quietschend und buckelnd davon.

So also auch heute. Zufällig sah ich im Vorbeigehen, dass Chester tatsächlich eine kleine Wunde hatte. Unterhalb des Auges. Ich habe es nicht behandelt, weil es nur eine winzige Hautabschürfung war, es lief nicht einmal Blut.

Einen Moment später sah ich Fjölvi in der Mitte stehen und Chester langsam auf ihn zugehen. Fjölvi wich diesmal nicht zurück. Er begrüßte Chester mit einem Hufscharren. Chester blieb vor ihm stehen. Und dann begann ein Ritual, wie ich es noch nie gesehen habe.

Sie gähnten sich gegenseitig an, viele Male. Leckten sich über die Lippen, beschnupperten ihre Nasen.
Dann begann Fjölvi Chester sanft mit den Nüstern zu berühren. Chester erwiederte seine sanften Berührungen. Danach fing Fjölvi an Chesters Wunde zu lecken.
Ich weiß nicht mehr, wie lange vorher ich schon zugeschaut hatte. Aber immer wieder leckte Fjölvi Chesters Gesicht.

Danach knabberten sie liebevoll einander an. Es war diesmal nicht das übliche Beiß-Spiel.
Die beiden beteuerten sich immer wieder, dass dies ein Versehen war und der andere das verstanden hatte.
Wir müssen auch Tieren ein vielschichtiges Gefühlsleben zusprechen. Nur wird das meist sehr verkannt.

Ich stand tief berührt da und dachte, in so einem Moment hat man keine Kamera dabei...
oder bekommt sie nicht so schnell geladen... oder denkt nicht dran es zu filmen, 
aber ich hatte mein Handy dabei, daran hab ich mich dann erinnert ;-)
Und der Moment des Leckens war zwar vorbei, aber das gegenseitige Beknabbern dauerte noch an.

Ich bin immer noch tief berührt davon, so einen Moment miterlebt haben zu dürfen und möchte ihn nicht vorenthalten. Jedenfalls ist der Rest der Geschichte hier im Video zu sehen. Wer die beiden kennt weiß, dass dieses Spiel sonst etwas wilder gespielt wird.

Fjölvi und Chester kennen sich erst seit 2 1/2 Monaten. Sie machten von Anfang an alles zusammen.
Sie stehen zusammen, ruhen zusammen, liegen zusammen, fressen zusammen, saufen zusammen, pinkeln zusammen und äppeln zusammen. Und spielen natürlich zusammen. Und wenn einer geht, ruft der andere ihm hinterher. Es sind wohl Freunde fürs Leben geworden.

Teilen Sie diese wunderbare Geschichte von Fjölvi und Chester.
Wir würden uns auch über einen Daumen hoch freuen ;-)

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Freitag, 23. Januar 2015

Unser Offenlaufstall bis 2018



Dies war unser Offenstall bis 2018:

Das Reich unserer Pferde. Mit kleinen Änderungen im Detail, aber mit allen diesen Elementen.

Im Winter, auch tagsüber natürlich grau in grau, aber im Sommer wunderbar grün rundum.
Zwischen Weinbergen und Gärten. Ich werde dann nochmal ein Video einstellen.

Hier geht es noch zu einem Blogeintrag, mit mehr Infos.
Mit vielen Bildern und noch einem Video.

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Mittwoch, 21. Januar 2015

Fütterung aus Heunetzen - unsere Erfahrungen


Der Link zu unserem Video über Fressen aus dem Heunetz: Hier

Pferde fressen in der Natur ca. 16 Stunden am Tag sagt man.
Um nahezu an diese Zeiten zu gelangen, haben wir uns zur Fütterung mit Netzen entschieden.

Die Heunetze, die wir momentan verwenden haben eine Maschenweite von ca. 3 cm. Nach unserer Beobachtung reicht das gut aus, damit unsere Großpferde noch gut fressen können.

Sie haben die Fresszeiten so verlängert, dass wir nun rund um die Uhr Futter anbieten können.
Die Pferde haben sich daran gewöhnt und fressen nicht die ganze Zeit. Durch die Beschäftigung damit sind sie ausgeglichen und zufrieden. Sie müssen sich das Futter Halm für Halm erarbeiten, durch das ständige Kauen wird die Nahrung gut eingespeichelt und es dauert lange bis sie ihre Tagesration aufgefuttert haben.

Die Netze auf dem Freßplatz werden morgens und abends befüllt. Da wir ausprobiert haben, wie schnell/langsam sie ihre Ration fressen, haben wir festgestellt, dass wir das Futter nicht begrenzen müssen. Sie schaffen es fast nicht so schnell zu fressen, dass die Netze am Morgen oder Abend leer sind. Pro Pferd bieten wir ca. 2 kg Heu auf 100 kg Körpergewicht an.

Zusätzlich steht Stroh auch in Netzen zum Fressen bereit. Dies wird manchmal gefressen, manchmal nicht.

Im Video ist gut zu sehen, dass alle drei Pferde gleichermaßen gut aus den Netzen fressen können. Jedes hat so seine eigene Technik entwickelt.
Die Größe der Pferde: 160 cm, 149 cm, 134 cm.
Unsere drei Heunetze sind von der Firma Kerbl. Die Netze sind seit 1 Monat dauerbeansprucht. Außer einem kleinen Faden der sich gelöst hat, kann man noch keine Abnutzung erkennen.

Der Freßplatz ist befestigt mit Knochensteinen.
Hier kann das wenige Heu, was aus den Netzen fällt noch gut aufgenommen werden und wird nicht verunreinigt. Die Netze hängen so hoch, dass auch von unten keine Nässe ins Heu kommen kann.
Da die Netze täglich befüllt werden, macht es also auch nichts, wenn es mal drauf regnet.

Ein paar gute Lösungen für´s langsame Fressen sind auch hier zu sehen:  Fressplätze

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Ruhezone






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Dienstag, 13. Januar 2015

Wird es noch mal richtig Winter?

Egal wieviel Schnee... die Arbeit bleibt die gleiche :-)

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Dienstag, 30. Dezember 2014

Frostfreie Tränke im Winter auf dem Paddock - Selbstgemacht - geringe Kosten






Eine einfache, frostfreie Tränke auf dem Paddock.

Ein Schubladenschrank aus Blech, bei Ikea für rund 30 Euro zu haben, mit Blechschubladen steht quer auf einer festen Unterlage. In die Schubladen, die nun hochkant stehen, haben wir je 2 Grabkerzen gestellt. Darüber eine Gitterbox und darin eine Plastikwanne. Wir haben zwischen Gitterbox und Wanne an den Seiten noch mit Pappe isolliert, diese steht nicht so weit über, dass die Pferde dran knabbern könnten. Somit geht die Wärme von unten nicht verloren.

An einer Ecke der Konstruktion wo es besonders windig ist, haben wir noch einen Windschutz auf gestellt.
Alles ist fest gebunden an einem Pfahl, um die Wanne gegen Umrennen oder Umwerfen zu schützen.
Die Schubladen sind mit einer Querleiste festgebunden an der Gitterbox, damit sie nicht aufgezogen werden können.

Wir hatten fast eisfreies Wasser, im 60 Liter-Kübel, bei fast Minus 7 Grad. Paar Eisschichten waren oben drauf, aber die waren sehr dünn, die Pferde konnten sie aufdrücken. Bei mehr Minusgraden müssen dann wohl etwas mehr Kerzen rein...
Heute habe ich zu den halb abgebrannten Kerzen je zwei neue gestellt, falls die ersten ausgehen, brennen die Neuen noch weiter ...

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Freitag, 5. Dezember 2014

Keine Videos in der Benachrichtigung eines Blog-Beitrages in der Mail zu sehen? Dann einfach den Blog aufrufen und dort anschauen.



Wir heißen Fjölvi herzlich Willkommen bei uns


Fjölvi, ein 10 jähriger Tarpan ist vor 5 Tagen bei uns eingezogen. Dieser süße, kleine Wallach hat alle unsere Herzen im Sturm erobert. Chester, der 4 jährige Paint-Wallach und Fjölvi lernten sich da erst kennen.

Anfangs voneinander abgetrennt konnten sie sich jeweils einen Teil des Unterstands und Paddocks teilen.
Wasserbottich und Heunetze hatten sie zur gemeinsamen Nutzung oder auch an verschiedenen Plätzen zur Auswahl. Sie fraßen aber von Anfang an immer gemeinsam an einer Futterstelle.

Nach 5 Tagen entschied Chester er möchte zu Fjölvi schlüpfen, weil der anscheinend den besseren Platz hatte ;-)
Außerdem ist das ja langweilig immer getrennt zu sein.

Ich entschied mich dazu, weil alles sehr ruhig war, schleunigst die Abtrennung zu entfernen, damit nicht einer durch die Bänder galoppiert.
Da ich einige Stunden am Stall war, konnte ich sie gut beobachten. Die einzelnen Videosequenzen sind zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen worden.

Anfangs fraßen sie noch getrennt am Futterplatz, oben drüber das Stromband sieht man nicht. Später nachdem Chester im Abteil von Fjölvi steht, machen sie nur noch alles gemeinsam.
Laufen, toben, stehen, sogar äppeln und pinkeln. Danach stellten sie sich dicht aneinander in den Unterstand und dösten auch gemeinsam um auf´s Abendessen zu warten.

Für mich sah es so aus, als ob sie froh waren endlich gemeinsam alles machen zu können. Fjölvi konnte während des Tobens und Schnupperns den Paddock gut abscannen und fühlte sich dann auch sicher genug um sich zu wälzen.
Chester war so ausgelassen, dass er ein paar mal ohne Fjölvi buckeln musste. Fjölvi ließ es etwas ruhiger angehen.

Ich glaube er ist gut angekommen bei uns. Deshalb, sei herzlich willkommen bei uns, Fjölvi !

Hier ein kleines Video zu einer Herde Koniks, zu der auch die Tarpans gehören, im Wildreservat.

Wir würden uns über einen Daumen hoch freuen ;-)
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Mittwoch, 3. Dezember 2014

Warum Brot nicht ins Pferd gehört


Ein toller Artikel über Brot und seine Wirkstoffe.
Brot enthält zu viele Inhaltsstoffe, die für unsere Pferde nicht verträglich sind.
Hier Näheres:
http://www.two-toned.at/blog/2014/01/warum-brot-nicht-ins-pferd-gehoert/

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Dienstag, 2. Dezember 2014

Ab wann ist ein Pferd zu dick, oder zu dünn?


Wir leben in einer Wohlstandsgesellschaft. Auch für unsere Pferde wünschen wir uns, dass sie gut genährt sind. Doch was ist gut, oder schlecht?

Pferde reagieren sehr sensibel auf falsche, oder zu reichhaltige Fütterung. Besonders Ponys können mit allerlei bedrohlichen Krankheiten wie Hufrehe usw reagieren. Das heißt natürlich nicht, dass zu dünn besser ist. Was ist also die richtige Menge?

Da jedes Pferd einen eigenen Stoffwechsel hat und seine Nahrung individuell verwertet ist das nicht so einfach gesagt. Aber es gibt Hinweise auf die Menge der Fütterung, wenn wir unser Pferd nach verschiedenen Gesichtspunkten inspizieren. Wir können danach entscheiden, ist es gerade recht, zu dünn oder zu dick.
Aufgestellt wurden die Hinweise durch die Richtlinie der AAEP (Amerikanische Pferdetierärztevereinigung) und ein BCS (Body Condition Score) setzt sich auch in Deutschland durch.
In Bild und Wort sehr gut beschrieben auf http://equivetinfo.de/html/futterung.html

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Montag, 1. Dezember 2014

EM Effektive Mikroorganismen

Effektive Mikroorganismen sind in der Pferdehaltung ein Gewinn.
Das reicht von Stallhygiene über Fütterung bis zur Wundversorgung.

Mikroorganismen können wir nur unter dem Mikroskop erkennen und sind überall in der Natur zu finden.
Wir können sie für uns nutzbar machen.

Ein schöner Artikel mit Anwendungsbeispielen und Video für die Pferdehaltung ist auf vet-tcm.de zu lesen und zu sehen.

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Freitag, 28. November 2014

Durch falsche Heufütterung können Magengeschwüre entstehen


Was können Hinweise auf Magengeschwüre beim Pferd sein?

Magengeschwüre werden beschrieben als blutende Verletzungen der Magenschleimhaut, die durch Säure hervorgerufen werden. Diese zerstört die schützende Schleimhautschicht und beschädigt dieMagenwand. Leider werden diese Verletzungen nicht immer klinisch erkannt. Krankheitssymptome können dagegen sein: häufige Koliken, mangelnde Leistungsbereitschaft, stumpfes und zottiges Fell, aufgeblähter Bauch, schlechte Futteraufnahme, Verhaltensänderungen, Abmagerung, Durchfall, saurer Geruch aus dem Maul, Kauen ohne Futter, Flehmen, Aufstossen...
Durch richtige Heufütterung können wir dem entgegenwirken. Doch zwei mal am Tag eine Portion Heu für 2 Stunden sind zu wenig. 

Lesen Sie hier Hinweise auf Möglichkeiten, die Freßzeiten zu verlängern, trotz weniger Zeit, die wir haben um uns um unsere Lieblinge zu kümmern.


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Donnerstag, 27. November 2014

Was haben Pferdetrainingsmethoden mit Dominanz über das Pferd zu tun?

Es handelt sich beim Zusammenleben in einer Pferdeherde um ein dynamisches Beziehungsgeflecht und nicht um eine starre Liste mit fest fixierten Positionen. Es gibt kein Pferd, das innerhalb der Gruppe immer unter allen Umständen die Führung übernimmt, sondern die Tiere handeln im Sinne ihrer Persönlichkeit und in Bezug auf die anderen Tiere der gesamten Gruppe. Dabei sind die Positionen innerhalb der Gruppe situationsabhängig, hormonellen und jahreszeitlichen Schwankungen unterworfen und abhängig vom Pferdetyp und von ökologischen Lebensbedingungen.

Dominantes Verhalten ist lediglich eine Momentaufnahme im Sozialkontakt von zwei oder mehr Individuen der gleichen Art, die miteinander zu einem bestimmten Zeitpunkt um Ressourcen konkurrieren. Nach dieser wissenschaftlichen Definition ist es gar nicht möglich, dass Pferd und Mensch eine Dominanzbeziehung eingehen. Sie gehören nun mal weder derselben Tierart an, noch konkurrieren sie um dieselben Ressourcen. Der Begriff der Dominanz und der Rangordnung ist somit ein falsch verwendeter Begriff für die Beziehung zwischen Pferd und Mensch.

All diese wissenschaftlichen Termini werden nur verwendet, um als eine Rechtfertigung für die Handlungen vieler Trainer herzuhalten und ihre wahren lerntheoretischen Mechanismen zu verschleiern. Im Sinne dieser etablierten Dominanztheorie ist dann anscheinend so ziemlich alles erlaubt, um die „Alphaposition“ des Trainers zu untermauern. Dabei wird vollkommen außen vor gelassen, dass es heute wesentlich modernere und effektivere Trainingsmethoden gibt als die längst überholten Druckmethoden der „Dominanztheoretiker“.


Ein wunderschöner Artikel über falsch verstandene "Dominanz" auf http://www.feinehilfen.com/waeren-sie-gern-ihr-pferd/


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Sonntag, 9. November 2014

Was tun gegen Mauke? Haltungsbedingt, oder hilft Futterumstellung?

Mauke ist ein Fesselekzem, wovor jeder Pferdebesitzer Angst hat. Doch was sind die wirklichen Ursachen?
Dr. Susanne Weyrauch-Wiegand ist den Ursachen auf den Grund gegangen.
Hier ist Ihr Artikel:
Mauke kommt von innen und geht von innen

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Freitag, 7. November 2014

Eindecken der Pferde im Winter, ja oder nein? Wie funktioniert Thermoregulation?


Ein wunderschöner Artikel über die Thermoregulation bei Pferden ist hier zu finden:
vet-tcm.de

Klare Worte, die verständlich machen, was bei Pferden bei der Thermoregulation passiert und wie das Eindecken der Pferde diese verhindert.

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Mittwoch, 22. Oktober 2014

Das respektlose Pferd und die Sache mit den Dominanzübungen... wie geht es richtig?

Das ist ein großes Thema.
Habe wieder einen tollen Artikel entdeckt.
Es geht um ein respektloses Pferd und wie gehe ich damit um.


Selber habe ich auch die Erfahrung gemacht, es geht nicht mit jedem Pferd alles.
Und natürlich habe ich mal wieder ein Pferd wo es nicht so leicht ist.
Also probiert man eine Menge aus. Und kommt zu dem Schluß, genauso wie in diesem Artikel, es gibt nicht die eine richtige Methode, sondern nur den Aufbau des Vertrauens:

http://www.wege-zum-pferd.de/2011/06/02/respektloses-ruckwartsrichten/

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Freitag, 3. Oktober 2014

Pferde richtig füttern. Geht das noch?

Ein wunderbarer Artikel auf der Homepage von Claudia Nehls
gibt tolle Empfehlungen:
http://www.tierheilkundezentrum.de/pferde-fuettern/

Viele austherapierte Tiere bekamen hier eine Chance zum Überleben.

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Donnerstag, 2. Oktober 2014

Und immer wieder die gleichen Fragen: Ein Gebiss im Pferdemaul, oder nicht? Ein Reiter auf dem Rücken, oder nicht?

Können wir unseren Pferden heute noch genug Platz und Raum bieten für das große Bewegungsbedürfnis?
Mit dem Reiten können wir das Pferd bewegen. Doch in welcher Form und wie lange geht das ohne Schäden?
Die zweite Frage: geht es auch ohne Gebiss? Oder was sind die Vorteile mit oder ohne Gebiss? 

Folgen Sie den Links und sehen Sie eine Dokumentation über die Untersuchungsergebnisse:
Viel Spaß beim Anschauen.


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Unsere Pferde sind umgezogen nach 55629 Seesbach

Aktuell biete ich Einstellplatz für einen Wallach!

Ich biete einen Platz für ein bis zwei Wallache, bis ca. 160 cm, bitte unbeschlagen, wegen der Heunetze. Kleiner Offenstall mit Sommerweiden, Unterstand und Paddock. Entweder in der Gruppe oder separat möglich. Wasser ständig zur Verfügung. Beheizte Tränke. Heu nach Wunsch 24/7 oder aus Netzen. Einstreu Stroh oder Späne möglich.

Paddocks teils befestigt, teils Matsch. Preis richtet sich je nach Wunsch, Selbstversorger oder Halbpension. Bei Übernahme von Stalldienst für andere Pferde, preislicher Nachlass möglich.

7000 qm Weidefläche, am Rand des Dorfes, nach hinten raus nur noch Äcker, Wiesen und Wald. Leider kein Reitplatz, wir reiten auch mal auf der Wiese. In der Nähe wäre ein großer Stall mit Halle, falls jemand eine benötigt, könnte man dort mal fragen.
Strom und Licht ist am Stall, Sattelkammer und viel Platz für Zeugs. Befestigter Putzplatz mit Wasseranschluss. Stall ist bei mir direkt am Haus, bin also auch da um eventuell mal Medikamente zu geben.

Hab einen Rehe gefährdeten Ponywallach 16, einen verspielten Paint 9 und eine Warmblutstute 21. Zur Zeit steht hier noch ein Noriker 5, der wird aber verkauft.

Natural Horsemanship und Kommunikation mit Körpersprache Unterricht wird auf Wunsch geboten: www.pferd.24-hs.de

Näheres kann gern per E-Mail erfragt werden: info@pferde.24-hs.de
oder per Telefon: 06754 245 9927

Aktuelle Bilder:
















Das hier war noch unser alter Stall, ist hier nur zur Erinnerung noch drin ;-) :



Hier ist der Anbindeplatz vor dem Stallgebäude.


Der Freßplatz mit Blick auf den Reitplatz und den Offenstall

Hier nahe den Bäumen steht der Unterstand. 
Das ist der Blick vom Reitplatz auf den Offenstall.
Auf der Rückseite ist ein schönes Blätterdach, 
welches im Sommer Schatten spendet und bei Regen zusätzlichen Schutz bietet.
Rundherum können die Pferde gut spielen und toben.


Die Pferde können rundum dem Treiben auf dem kleinen Platz mit Flutlichtbeleuchtung zuschauen.

Unsere bisherigen Bewohner:







Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei uns.
Unsere Angebote finden Sie hier auf unserer Website: www.pferde.24-hs.de


Dienstag, 9. September 2014

Equiden: Identifizierung und Registrierung auf nationaler Ebene seit 2010 geregelt

Nach der Verordnung (EG) Nr. 504/2008 vom 6. Juni 2008 dürfen Equiden (Pferd, Zebra, Esel und deren Kreuzungen) in der Europäischen Union (EU) nur gehalten werden, wenn sie identifiziert sind. Das System der Identifizierung von Equiden umfasst ein lebenslang gültiges Dokument (Equidenpass), ein elektronisches Kennzeichen, das dem Tier implantiert wird sowie eine Datenbank zur Speicherung von Informationen zum identifizierten Equiden.

Außerdem wurde die Identifizierung von Equiden auf nationaler Ebene in der Viehverkehrsverordnung (ViehVerkV) vom 3. März 2010 geregelt.
Lesen Sie den ganzen Artikel auf http://www.lkvbw.de/pferde_kenn.html

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Sonntag, 27. Juli 2014

Infos über Blogposts

Sollten Sie eine Nachricht über ein Blogpost erhalten, was anscheinend leer ist,
folgen Sie bitte dem Link zum Blog, um das darin enthaltene Video zu sehen. Dies ist leider nicht in der Ankündigung eingebettet. Ich werde das in Zukunft ändern. Danke ;-)


Gemeinsames Spiel mit dem Ball



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Pferde spielen gern. Hier Spiel mit Pylone




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Freitag, 25. Juli 2014

Der Kaltblüter Hurican und sein Besitzer zeigen eine lustige Show

Die Beiden sind einfach nur genial, lohnt sich das zu sehen und vor allen Dingen auch zu HÖREN!
Hier im Film bei Youtube

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Wie erkennt man verwahrloste Pferde? Pferdeskandal in Ahrweiler. Tierschützer schlagen Alarm. Amtsveterinär handelt nicht.

Leider kommt es vor, dass Amtsveterinäre auch bei Anzeigen nicht handeln. Meist aus Zeitnot. Sie müssen sich um viele Tiere kümmern, auch um die, die wir leider immer noch essen.
Da hilft nur eins, immer wieder Alarm schlagen, nicht nur beim Amtsveterinär, sondern auch in Tierschutzorganisationen.

Den beispielhaften Fall Ahrweiler vom November 2013 können Sie hier im Artikel vom WDR und in dem Beitrag Tiere suchen ein Zuhause mitverfolgen. Mit einer Liste von Hinweisen in einem Artikel, darauf, wie auch der Laie eine Vernachlässigung von Pferd und Grundstück auf dem es lebt erkennen kann:
Pferdeskandal Ahrweiler

Ich zittiere die Autorin Christiane von Schwind:
Wie erkennt man verwahrloste Pferde?
Häufig rechtfertigen Amtsveterinäre ihr Nichthandeln damit, dass es sich bei Anzeigen aus der Bevölkerung meist um Fehlalarme handele. Tatsächlich kommt es vor, dass Leute durch Witterung schmutzige oder altersbedingt dünne Pferde für vernachlässigt halten. Wichtig ist der Gesamteindruck der Tiere und der Haltungsbedingungen. Im Folgenden einige Anhaltspunkte, die auf Vernachlässigung hinweisen können.
Hinweise beim Pferd:
  • extrem dünn, Rippen und Wirbelsäule sind deutlich zu sehen
  • wirkt apathisch, schlapp, zittert
  • Wunden ohne Anzeichen von medizinischer Versorgung
  • Löcher im Fell (Hinweis auf Parasiten)
  • Lahmheiten (das Pferd humpelt)
  • Kotverschmierte Analregion
  • Schnabelhufe (wuchernder Huf wölbt sich vorne hoch)
  • dicker Ausfluss aus Nüstern, offensichtliche Atemprobleme, Husten
  • entzündete Augen
  • extrem verfilzte Mähne und Schweif
Hinweise am Grundstück:
  • voller Müll und unfallträchtiger Gerätschaften
  • zusammengebastelte und gefährliche Einzäunung
  • kein angemessener Witterungsschutz für alle Pferde
  • kein Futter (Gras oder Heu) und Wasser bei mehreren Stichproben
Wenn Sie gravierende Missstände beobachten, können Sie versuchen, mit dem Halter zu sprechen. Reagiert er aggressiv oder ändert nichts an den Zuständen, informieren Sie die zuständige Veterinärbehörde. Fassen Sie Ihre Beobachtungen detailliert und sachlich zusammen. Machen Sie Fotos oder Videoaufnahmen. Ganz wichtig: Haken Sie beim Amt nach und schalten gegebenenfalls Tierschutzvereine ein – Ihre Hartnäckigkeit kann das Leben von Tieren retten!
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Pferdehaltung artgerecht

Die Pferdehaltung in herkömmlichen Boxen ist inzwischen die Norm.
Da sind wir doch mal froh, dass die Ständerhaltung in weiten Teilen nicht mehr erlaubt ist.
Aber ist das artgerechte Pferdehaltung?

Ein schöner Film darüber vom WDR mit dem Sachverständigen für Pferdehaltung Georg Finkl, sowie einen Artikel darüber finden Sie hier:
Tristes Dasein hinter Gittern

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Montag, 21. Juli 2014

Spiel der Wallache auf der Weide



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Sonntag, 20. Juli 2014

Naturecken im Paddock-Paradise anlegen? Welche Pflanzen sind Pferdegerecht?

In einem Paddock-Paradise kann man schöne Naturecken anlegen.
Da rechtwinklige Ecken manchmal ein Pferd "fangen" können, könnte man auch etwas anderes damit machen.
Einen Baumstamm mit Leckstein darin positionieren, und die Ecke mit Absperrlitze abgrenzen und um den Baumstamm Luzerne oder Blumen die für Pferde nicht giftig sind, pflanzen. Auch ein Häufchen totes Holz bietet Vögeln einen gewissen Nutzen.
Oder den Baumstamm noch mit Löchern versehen und Bienen einen Unterschlupf gewähren.

Eine Hecke als Windschutz pflanzen, und sie großräumig abgrenzen, bis sie gewachsen ist.
Natürlich mit Pflanzen, die von Pferden nicht gern gefressen werden.
Darin kann man auch Nistplätze für Vögel verstecken.

Vögel und Pferde arrangieren sich gegenseitig gut. Die Vögel halten Insekten fern und picken sie manchmal vom Pferderücken, während sie auf den Pferden reiten.
Es bietet sich an, auch an Giebeln und unter Dächern von Unterstanden Nistkästen für die Vögel anzubringen.

Wer noch ein paar Ideen braucht kann hier fündig werden.
Auch auf einer Niederländischen Seite gibt es gute Tipps für Bepflanzungen, kann man sofort übersetzen lassen.
Bäume für Weideflächen sind hier zu finden.
Ein allgemeiner Pflanzenratgeber für pferdegerechte Pflanzen ist hier zu finden.


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Donnerstag, 17. Juli 2014

Wilder Strandritt - Beachgallop

3 Mädchen am Strand, reiten wie der Wind ;-)


Offenstall mit Freßständern. Meine Erfahrungen


Unser Wallach steht in einem Offenstall. Als ich dorthin zog gab es eine große Raufe zum Fressen für mehrere Pferde und 3-4 kleinere Raufen. 5 Pferde bewohnten den Stall. Heute sind es mittlerweile 7 Pferde und es gibt nur noch 5 Freßständer dort. Die Pächterin geht davon aus, dass nicht alle immer fressen müssen, sondern auch mal ruhen und so könnten sie sich abwechseln. Denn in der Liegehalle können auch nicht alle 7 Pferde auf einmal liegen und sie schlafen ja offensichtlich nicht immer alle auf einmal. Wenigstens gibt es ja aber die Freßständer und noch einen anderen Unterstand bei schlechtem Wetter.

Ab und zu ist Wechsel in der Gruppe. Mal geht ein Pferd, mal kommt ein Pferd. Ein ranghohes Pferd hat vor einiger Zeit die Gruppe verlassen und es gab einen Rangwechsel.

Seit ein paar Tagen hat unser Wallach Bisswunden am Bauch. Erst eine, heut nochmal eine. Und immer wieder oben auf der Kruppe. Leider sind im Winter auch 3 Decken drauf gegangen, alle hinten zerbissen. Hab mich schon gefragt, woran das liegen könnte.

Heute habe ich es zufällig beobachtet. Meist stehen ja 5 Pferde in den Freßständern. Die anderen stehen davor und warten bis sie dran sind. Die Herde will ja immer zusammen fressen, schlafen, wandern usw. Wenn das jetzt rangniedrige Pferd sind, ist das kein Problem, denn sobald ein anderes Pferd rückwärts raus kommt, weichen diese und lassen denjenigen raus, der mal trinken oder schlafen gehen möchte. Oder sie beknabbern liebevoll den Hintern um zu sagen, komm doch mal raus, ich möchte mal rein.

Steht aber der Ranghohe davor, darf sich keiner rückwärts bewegen. Sobald das einer versucht, bekommt er Bisse. Keiner traut sich dann so recht rückwärts raus. Es wird immer wieder versucht, aber sofort abgebrochen, wenn er hinbeißt. Der Ranghohe sieht das ja als Mißachtung seiner Autorität und bestraft die anderen für diese Respektlosigkeit sich mit dem Hinterteil ihm zu nähern und ihn weg zu treiben. Aus seiner Sicht heraus sehr verständlich, so sind eben die Herdenregeln.

Ich weiß jedenfalls jetzt warum unser Wallach kaum aus dem Freßständer heraus kommt, wenn er gerufen wird, was er vorher ohne Probleme sofort machte. Er hat einfach Angst. Auch verständlich. Auch bei den anderen Einstellern mit den Rangniedrigeren habe ich das schon beobachtet. Keiner mag so recht heraus kommen, weil der Ranghohe davor stehen könnte und vielleicht nicht gesehen wird, dann kommt wohl oder übel die Strafe...

Aus meiner Erfahrung heraus ist mein Rat folgender: Immer genauso viele Freßständer anbieten wie Pferde da sind, sonst gibt es Grund genug für Verletzungen, Kosten (Pferdedecken und Tierarzt), Angst und Stress, die alle nicht sein müssten.


Mittwoch, 16. Juli 2014

Problempferd - oder neues Pferd verhält sich zunehmend anders als erwartet. Was können Sie tun?


Stehen Sie mit ihrem neuen Pferd vor einem Problem? War es anfangs ganz anders? Genau das Pferd, was Sie für sich selbst oder für Ihr Kind erträumten? Und nun verhält es sich zunehmend anders als Sie es kennen gelernt haben? Was können Sie jetzt tun?

Zum ersten Verständnis einmal vorweg:
Pferde sind Herdentiere. Sie brauchen den Kontakt zu anderen Pferden, brauchen genug Bewegung und Beschäftigung, ausreichend Fresszeiten und artgerechtes Futter, Pflege an Zähnen, Fell und Hufen  und müssen ständig genau beobachtet werden ob es ihnen gesundheitlich gut geht, denn sie können keinen Schmerzlaut äußern und müssen vom Menschen pferdegerecht behandelt werden um sich wohl zu fühlen.

Fehlt auch nur eine dieser Komponenten oder wird etwas falsch gemacht, wird das Pferd physisch oder psychisch krank werden und mit seinem Verhalten darauf reagieren. Das wäre zuerst mal eine Überlegung wert.

Falls Sie ein Pferd gekauft haben, was allem Anschein nach gesund und munter war, folgsam und ausgeglichen, und es ändert nun sein Verhalten, kann das noch andere Ursachen haben. Um die gesundheitlichen auszuschließen sollten Sie das Pferd erst einmal gründlich untersuchen lassen. Vom Tierarzt, Pferdezahnarzt, Hufpfleger, oder auch Pferde-Physiotherapeuten, Pferde-Heilpraktiker und eventuell einen Futterberater hinzu ziehen.

Sind gesundheitliche Probleme ausgeschlossen, hat das Pferd andere Probleme. Diese könnten auch Haltungsbedingt sein, denn für jedes Pferd ist nicht jede Haltungsform gleich passend. Sollten Sie aber die vorgenannten Spezialisten hinzu gezogen haben, werden diese Haltungsformen auch besprochen worden sein.

Ist alles mögliche abgeklärt und noch nichts gefunden, hat das Pferd wahrscheinlich Probleme im Umgang mit Ihnen. Zuallererst: Nicht jedes Pferd ist für jeden Menschen geeignet. Auch Pferde haben unterschiedliche Charaktere. Es muss zusammen passen. Das Pferd kann sich jedenfalls nicht auf den Menschen einstellen. Pferde können nur Pferd sein. So wie sie sind kann man sie nicht ändern.

Es gibt eine alte Regel, die besagt ein junges Pferd gehört zu einem erfahrenen Reiter, und ein erfahrenes Pferd kann einem jungen Reiter etwas beibringen. Das hat schon so seine Berechtigung. Allerdings gibt es dabei einen Haken. Ob jung oder alt, ein Pferd lernt ständig hinzu. Und ein erfahrenes Pferd lernt auch sehr schnell, wenn der Reiter einiges falsch macht, dass es sich sehr leicht ein Verhalten aneignen kann, was den unerfahrenen Reiter überfordert. Und schon gehen die Meinungen von Pferd und Reiter immer weiter auseinander. Das führt zwangsläufig irgendwann zu Problemen.
Wenn der unerfahrene Reiter keine ständige und richtige Ausbildung genießt, wird sehr bald das Pferd die Führung übernehmen. Und irgendwann wird es die Meinung haben, es hätte mehr zu sagen, als der Mensch, der eigentlich denkt es wäre anders herum. Deshalb kann ein Pferd sein Verhalten mit der Zeit ändern und zum sogenannten Problempferd werden.

Als Mensch muss ich ständig dazu lernen und bereit sein, mich auf mein Pferd einzustellen, wie schwierig es mir auch erscheinen mag. Da es nun die verschiedensten Pferdecharaktere gibt, tut der Mensch gut daran, sich mit der Psyche und Verhaltensweise der Pferde auseinander zu setzen.
Wenn ich als Mensch die Herdenregeln kenne, fällt es mir leichter zu verstehen, warum sich das Pferd widersetzt oder mich vielleicht aus seiner Sicht heraus bestraft für mein vermeintlich falsches Verhalten als rangniedriges Herdenmitglied, denn auch als Mensch zähle ich für das Pferd dazu und werde eingeordnet in die Rangfolge. Vielleicht möchte es mich nicht einmal für mein falsches Verhalten bestrafen durch schlagen, beißen oder rempeln, vielleicht möchte es auch nur seine Kräfte messen, weil es merkt, dass die Rangordnung nicht geklärt ist.

Ich gehe mal davon aus, dass wir unser Pferd nicht schlagen, ihm keine Schmerzen bereiten, oder es in sonst irgendeiner Weise drangsalieren. Wir wissen aber nicht immer, ob das Pferd von einem anderen Menschen falsch behandelt wurde und wir uns dem Pferd gegenüber so verhalten, dass es daran erinnert wird und denkt es müsse sich wehren und schützen vor erneuter Pein.

Lernen wir aber die Herdenregeln kennen und können uns so verhalten, wie eine richtige Führungspersönlichkeit das in der Herde normalerweise übernimmt, so werde ich ein zufriedenes Pferd erhalten, welches sich wohl und geborgen in unserer kleinen Zweierherde fühlen kann und das nicht ständig und immer wieder versuchen muss, seine Ranghöhe heraus zu finden.

Ich kann ein tolles Buch empfehlen, in dem viel über Pferdeverhalten, Pferdesprache und Rangordnung gelehrt wird. Es darf eigentlich in keinem Pferdehalterbücherschrank fehlen: Was Pferde wollen, von Gertrud Pysall