Dienstag, 24. Juni 2014

3D animierte Patientenaufklärung über Pferdekrankheiten

Auf der Website werden viele Erkrankungen im Video dargestellt und 3D animiert kommentiert. Sie zeigen die Entstehung von Krankheiten und gehen den Ursachen auf den Grund.



Jakobs-Kreuzkraut, Jacobs-Kreuzkraut, Jakobs-Greiskraut, Jacobs-Greiskraut

Bild: Christian Fischer

Ein schöner Beitrag über das Giftkraut ist von Botanikus.de auf youtube eingestellt worden. Auf der Website gibt es Hinweise auch auf alle anderen Giftpflanzen und die Vorsorgemassnahmen für die Hausapotheke.

Das Jakobs-Kreuzkraut
giftiger als manch einer denkt... auch für Menschen.
Das Gift sammelt sich beim Fressen stetig in der Leber an und kann nach Monaten oder Jahren tödlich wirken.
Es gibt viele verschiedene Arten des Krautes. Im Video ist es sehr schön beschrieben wie es wirkt und in Bildern in seinen unterschiedlichen Arten zu sehen. Von der Jungpflanze bis zur erwachsenen Pflanze, es sieht immer anders aus.

Parelli Liberty with Anna Hill - Parelli Freiheitsdressur mit Anna Hill *** SEHENSWERT***

Playing at liberty with Pip - 13 year old gaited mare.


Freitag, 20. Juni 2014

Kirschbaum auf der Weide - Sind Kirschkerne giftig? Welche Symptome zeigen eine Vergiftung an?

Hier hat sich jemand Kirschen schmecken lassen.

Im Kirschkern ist Zyanid. Eine Zyanidvergiftung kann nicht nur Magen- Darmentzündungen, oder Darmverschlüsse hervorrufen, sondern es kann auch mit plötzlichen Todesfällen enden.
Beim Menschen sind ca. 60 zerkleinerte Kirschkerne tödlich, aber auch ständige Aufnahme von kleineren Mengen, die das Pferd zerkaut, kann das Gift langsam ansammeln lassen im Körper. Genauso, wie es auch bei anderen Giftpflanzen der Fall ist.

Es gibt Pferde, die spucken die Kerne wieder aus, schlucken sie im Ganzen, aber mache zerkauen auch die Kerne.
Leider gehört unser Chester zu letzteren. Er zerkaut die Kerne und schluckt sie. Wir müssen aufpassen, dass es nicht zuviele werden... vom Baum auf der Weide werden wir ihn wohl schlecht fernhalten können.

Eine vorbeugende Maßnahme ist nicht möglich. Bei beginnenden Symptomen einer Blausäure Vergiftung wie Appetitlosigkeit, Apathie, Magen- Darmprobleme, Kreislaufprobleme wie Schwindel, Taumeln oder Gleichgewichtsstörungen bitte sofort einen Tierarzt holen und Infusionen geben lassen.


Sonntag, 8. Juni 2014

Hat der Sperriemen seinen Sinn verloren?

Ich kann mich noch genau erinnern, als ich noch englisch Reiten praktizierte, wir mussten ca. 2 Finger über der Nase unter den Riemen bekommen, nur dann saß er richtig. Aber schon damals hat keiner die Hände der großen Männer oder kleinen Mädchen kontrolliert. Heute sieht man immer mehr eingeschnürte Mäuler... die Finger werden wohl immer dünner...

Michael Geitner, der bekannte Pferdemensch, hat sehr ausführlich darüber gesprochen.
Silke Schön hat ihn und viele andere  in ihrem Artikel auf der Website Hallo-Pferd.de zittiert.

Mittwoch, 4. Juni 2014

Dülmener Wildpferdefang 2012

Eindrücke des traditionellen Wildpferdefangs im Merfelder Bruch bei Dülmen.
Film auf YouTube

Einlauf der Wildpferde in die Arena, Spannend und spektakulär, die fangversuche der Männer.
Film auf YouTube


360° Geo-Reportage. Wilde Pferde im Donaudelta (arte 2009)

Das Donaudelta in Rumänien gilt als eines der letzten Naturparadiese. Sein kilometerweites Geflecht aus Röhrichten, schwimmenden Inseln und Flussarmen dient vielen bedrohten Tierarten als Rückzugsgebiet, so auch der größten Pelikankolonie Europas. In den letzten zwei Jahrzehnten ist eine weitere Spezies hinzugekommen, wilde Pferde. Stören Sie das Gleichgewicht der Natur?
Film auf Youtube

Wildpferde im Münsterland

Die letzten Europas
Wildpferde im Münsterland
Film bei youtube

Heimat ist bei den Pferden Doku

Ein Film auf youtube
über den Alltag auf einem Pferdegestüt in Deutschland


Mythos Pferd - Das Glück der Erde... (Doku)

Auf den Spuren von Rittern und Herrschern, Schlachtfeldern und Postkutschen folgt die Dokumentation der Bedeutung der Pferde für die Menschen. Die emotionale und mythologische Bedeutung erschließt sich aus alten und neuen Mythen, Märchen und Legenden. 

Die Dokumentation folgt auch Hauptsattelmeister Frank Semmig und Sattelmeister Falk Sieber bei ihrer Arbeit. Im malerischen Moritzburg wird das Pferd alljährlich in einer prunkvollen Hengstparade gefeiert. Die edlen Tiere und ihre stolzen Reiter zeigen, was das Verhältnis Mensch und Pferd von jeher charakterisiert.

Der Film ist auf youtube zu sehen.


Dienstag, 3. Juni 2014

Hufpflege kritisch betrachtet: Naturhufpflege oder Hufeisen?


Naturhufpfleger oder Hufschmied?
Manchmal muss man zu Gunsten des Pferdes etwas genauer überlegen.

Wirklich lesenswert, wenn man mal genauer hinschauen möchte:
Ein schöner Artikel im Blog von Anja Gebauer aus Frankfurt,
in dem es um ihre Ausbildung zur Hufpflegerin geht und den Erkenntnissen, die sie aus vielen Praktika darüber gelernt hat.
Sie hilft den Lesern dabei, sich ein eigenes Bild zu machen.

Natürliche Hufbearbeitung nach dem Wildpferdemodell - für und wider - was bleibt?

Tafi`s Hufe werden hinten steiler gestellt, um der Absenkung der Fessel etwas entgegen zu wirken, so etwas kann ein Huforthopäde machen.
Anfangs wurden ihre Hufe am Tragrand etwas abgerundet, um die Kante zu brechen, damit sie besser abrollen kann. Später habe ich aber zu einer anderen Methode gewechselt: HGM einer vom Huf geleiteten Methode, die den Hufen von Tafi mehr Stabilität gegeben haben. 

Auch mein kleiner Ponymann Fjölvi hat nach einer Hufrehe und der Bearbeitung mit HGM ein Jahr später wieder tolle Hufe und bewegt sich wieder über jeden Untergrund mit viel Lebensfreude.

Die Hufbearbeitung in Anlehnung an den Wildpferdehuf ist aus meiner Sicht sehr gut nachvollziehbar, jedoch auf einem anderen Territorium und anderen Klimazonen nicht immer sinnvoll.

Beim Wildpferdemodell unterstützt man die Hufmechanik durch eine leichte Wölbung am Tragrand an der Lauffläche und der Huf kann gut und schnell abrollen mit einer sogenannten Mustangroll, im Gegensatz zu einer scharfen Kante, um größtmögliche Bewegungsfreiheit zu garantieren.

Bei HGM ist die ganze Fläche des Tragrandes abzuschrägen, damit besser abgerollt werden kann und das Gewicht auf die ganze Fläche verteilt werden kann, ohne den Tragrand dünner zu machen.

Kann man diese Bearbeitungsarten auf alle unsere domenstizierten Pferde übertragen?

Einige Stimmen und Erklärungen, die darlegen warum es gut sein kann und wie es aussieht, sowie auch die Methode des HGM - sich am Huf zu orientieren,  auf diesen Seiten:
(in englischer Sprache aber mit vielen aussagefähigen Bildern)


http://www.thinklikeahorse.org/index-28.html

http://www.barefoothorse.com/barefoot_Breakover.html

http://www.all-natural-horse-care.com/flaring-rotation-distal-descent.html

http://heikebean.com/OO/hh-tot.htm#horn

http://hufpflegerausbildung.blog.de/2011/08/19/9-monate-bestandener-pruefung-11695153/

http://www.rollinghoof.de/huf.html

Warum es Sinn macht, die Kante zu brechen, ist hier im Video auch gut erklärt.
Die Dicke der Hufwand wächst von oben nach unten zum Tragrand in gleichmäßiger Dicke.
Feilt man nun den Rand Bodengleich ergibt sich eine flache Abschrägung. Diese hebelt die Hufwand beim Laufen weg vom Huf. Einfach mal das Video ansehen, es wird perfekt erklärt, zwar auch in englischer Sprache, aber so langsam im Bild, dass man alles gut nachvollziehen kann:
https://www.youtube.com/watch?v=pCshmDZX0js

Es gibt aber auch Gegenstimmen, die sagen, dass unsere Pferde im Gegensatz zu den Wildpferden meist auf weichem Untergrund leben und andere Hufmechanik brauchen.

Unsere Hauspferde haben normalerweise nicht diese Sohlendicke wie Wildpferde, die auf steinigem Untergrund laufen und können mit dieser Rundung der Hufe vielleicht nicht mehr laufen, weil das Hufbein dann zu nah am Hufrand ist. 
Eine Alternative ist dabei, einfach eine kleine Abrundung zu machen um dem Huf das Abrollen zu erleichtern.

Hier in dem Viedeo von einem Hufpfleger erklärt:
https://www.youtube.com/watch?v=sDYG3qEKU9U

Auch eine deutsche Seite für Huforthopädie haben wir hier.
Hier ist eine Hufbearbeitung zu sehen, wie man es nicht machen darf:
http://hufpflegerausbildung.blog.de/2009/08/16/falschen-gesetzten-mustangrolle-6738949/
oder wie eine besondere Winkelung angestrebt wird um z. B. die Fesselträger zu entlasten.

Uns bleibt nur die eigene Überlegung, unter Berücksichtigung der Lebensumstände unseres Pferdes, seiner "Nutzung", seiner Futterzusammensetzung, des Bodens auf dem es lebt und läuft, wie viel es sich bewegt, um zu entscheiden, wie weit wir etwas umsetzen wollen und können oder müssen.





Sonntag, 1. Juni 2014

Grünkompost als Einstreu im Offenstall ?

Ein Erfahrungsbericht über Grünkompost im Offenstall von Offenstallkonzepte.com

Grünkompost lässt durch die Mikroorganismen keinen Geruch entstehen.
Damit die Pferde auch im Winter weich liegen sind Hackschnitzel nötig.

Auf Schimmelbildung muss geachtet werden,
regelmäßig muss nachgestreut werden.
Nach einem Jahr wird alles ausgetauscht, ansonsten äppelt man nur ab.

Ein wirklich interessanter Erfahrungsbericht

Samstag, 31. Mai 2014

Fliegenmaske hilft. Zumindest um lästige Fliegen abzuwimmeln ;-)




Cherster 2013 und 2014


Chester sieht nun etwas runder aus, er entwickelt sich prächtig ;-)
Hab die Bildkombination nochmal verbessert, gleiche Beinlänge, gleiche Pferdelänge, gleiche Widerristhöhe. Er trägt einfach den Kopf etwas höher im zweiten Bild.

Hier ein aktuelles Video:


Montag, 26. Mai 2014

Freiheitsdressur - was ist das wirklich?

Ich genieße die Zeit des Zusammenseins mit meinen Pferden sehr. Denn meine Ziele Ruhe, Freude und Entspannung zu gewinnen, erfüllt sich dabei ganz nebenbei.

Gern möchte ich, dass dies auf Gegenseitigkeit beruht. Das heißt für mich, mein Pferd soll genauso gern mit mir zusammen sein können, wie ich mit ihm.
Auch wenn es bedeutet, dass heute oder an einem anderen Tag, der Plan nicht so abläuft wie ich mir das vorgestellt habe, oder dass ich das Pferd entscheiden lasse, was es gerade einmal gern tun möchte.

Dies hat mir schon viele Geschenke bereitet, die ich von den Pferden erhalten habe. Nicht, weil ich danach fragte und es forderte, sondern weil die Pferde es einfach wußten, was ich mir wünschte und es mir einfach als Geschenk zu Füßen legten. Das hat mein Zusammensein mit Pferden verändert. Ich bestrafe nicht die Verweigerung einer Forderung, sondern ich bitte um etwas und freue mich darüber, wenn ich es erhalte.

Obwohl das Pferd fast noch das einzige Tier ist, was mit Bestrafung ausgebildet wird, kommt es immer mehr dahin, so vorzugehen, wie es immer mehr in der Tierwelt praktiziert wird, nämlich das Tier mit Belohnung auszubilden um die Aufmerksamkeit und die Freude des Tieres zu erhalten.
Wenn ich das Pferd jedoch als Sportgerät mißbrauche und Leistung fordere, auf den Tag, auf den Punkt, kann keine rechte Partnerschaft für mich entstehen, dann ordne ich mich dem Kommerz unter und verliere die Freude am entspannten Zusammensein.
Das zerstört vielfach unsere Kindheitsträume, die wir dann fast vergessen, z. B. als wir uns vorstellten, in den Sonnenuntergang zu reiten, oder am Strand entlang zu galoppieren und dabei Freude und Glück zu empfinden. Denn dann sind eher Stress und Ärger über das Nichtgelingen und die Verweigerung des Pferdes vorprogrammiert. Es bedeutet für mich dann im Resultat das Leben in Freiheit auf beiden Seiten zu leben.
Freiheitsdressur bedeutet allgemein verstanden, das Vorführen eines Pferdes in Freiheit. Dabei wird Dressur aber als Ausbildung verstanden und nicht als Vorführung.

Die Freiheitsdressur bedeutet für mich dann auch die Ausbildung mit dem freilaufenden Pferd und nicht die Vorführung dessen, was das Pferd an Halfter und Seil gelernt hat.

Wenn man keine Show`s und Vorführungen besucht, wenn die Pferde nicht auf den Punkt an einem bestimmten Tag funktionieren müssen, kann man sich Zeit lassen und das Zusammensein mit dem Pferd ganz spielerisch genießen.

Wunderbar erklärt und gezeigt hat das hier auch Gert Römbke im Video.

3 Dinge, die den Erfolg im Umgang mit dem Pferd behindern können.

 
Schon die Liebe meiner Mutter zu den Pferden, ließ mich daran teilhaben, ein Gefühl für diese wunderbaren Tiere zu entwickeln. Und auch ich wurde geführt darin, den ersten Kontakt mit diesen großen Tieren vorsichtig aufzunehmen. Auch, wenn meine Mutter damals beim ersten Kontakt meine Hand führte, gab es mir die nötige Sicherheit darin zu spüren, dass es gefahrlos möglich sein kann. Und ich durfte schon früh anfangen meine Erfahrungen zu sammeln. Leider haben nicht alle Menschen diese ersten guten Voraussetzungen.

Und es erwachsen im Laufe des Lebens Angst, Übergewicht und zu wenig Erfahrung.

Die Angst vor dem Pferd an sich, vor dem richtigen Umgang mit dem Pferd, vor den Reaktionen des Pferdes, vor der Größe und Geschwindigkeit des Pferdes, die größtenteils von der Unwissenheit der Psyche und Verhaltensweise der Pferde resultieren.
 Die Kenntnis über das Verhalten der Pferde zueinander, miteinander und auch gegeneinander, das warum es so ist und wie es sich auswirkt, kann die Angst aus Unkenntnis heraus wegfallen lassen.
 Zu lernen, wie man als Mensch sich dem Pferd in seiner Sprache verständlich machen kann, kann die Angst vor unbekannten Reaktionen des Pferdes auflösen.
 Die Übung im Umgang mit dem Pferd und das konfrontiert werden mit den unterschiedlichsten Pferdegrößen und Geschwindigkeiten des Tieres, lässt in uns eine größere Sicherheit dafür entstehen, wie es sich anfühlt das Pferd in unterschiedlichen Dimensionen und Geschwindigkeiten zu erleben um es für uns normal werden zu lassen.

Das Übergewicht, das die nötige Ballance verhindert, die nötige Beweglichkeit einschränkt, die nötige Selbstsicherheit vermissen lässt.
 Menschen, die ihr Können beim Reiten schon vor dem anwachsenden Gewicht schulen konnten, kommen besser damit zurecht, als Menschen die erst spät anfangen möchten zu Reiten und denen die nötige Erfahrung im Reiten bis dahin fehlt um mit ihrem Körper und dessen Übergewicht beim Reiten klar zu kommen.
 Alle Übungen, die Menschen helfen, ein besseres Körperbewußtsein zu entwickeln, die nötige Diät, gymnastische Übungen, Gleichgewichtsübungen können helfen, hier besser zu werden.

Die fehlende Erfahrung im Umgang mit dem Pferd.
 Menschen, die von klein auf Tiere erlebt haben, Pferde erlebt haben, mit Pferden groß geworden sind, mit Pferden und deren umgebenden Tätigkeiten vertraut sind, haben im allgemeinen gelernt, wie Pferde sich verhalten, wie sie reagieren, wie man ihnen gefahrloser begegnet.
 Der richtige Umgang mit dem Pferd, der die nötige Sicherheit gibt, gefahrloser mit dem Pferd umzugehen, erfordert einiges an Erfahrung. Das lernt man nicht über Nacht oder in einem Kurs. Das erfordert regelmäßige Übung und ständiges dazu lernen.
 Menschen die ständig und mit den unterschiedlichsten Pferden Erfahrung sammeln können, werden viel besser und schneller auch mit fremden Pferden zurecht kommen können, als Menschen, die nur ein Pferd kennen und selten mit Pferden zu tun haben.
 Auch hier gilt wie überall: Die praktische Übung mit der richtigen Anleitung macht den Meister.


Was bringt uns Bodenarbeit?


Vielerorts werden nun immer häufiger Ausbildungen und Prüfungen angeboten, um den Reiter mit dem Pferd am Boden kommunizieren zu lassen. Noch vor ein paar Jahren, waren Reitställe nur zum Reiten lernen da.
Dies ändert sich langsam.
Meiner Meinung nach ist die Kommunikation am Boden für Pferd und Reiter eine Grundvoraussetzung für jeden Menschen um das Pferd besser verstehen zu können. Es geht ja darum, das Pferd in seiner Psyche und Verhaltensweise kennen zu lernen und die Verständigung mit ihm zu erlernen.
Ob es allerdings damit getan ist, Reitlehrer und Übungsleiter mit einem Upgrade von einem Tag zu versehen um diese Kurse selber anbieten zu können und Prüfungen abnehmen zu lassen, wie in einem Artikel zu lesen, beim VFD seit April möglich, wage ich zu bezweifeln.
Damit soll die neue ARPO (Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Reiter) in die Praxis umgesetzt werden.

Ich halte mich da lieber an andere Pferdeprofis, um einige zu nennen, wie Hempfling, Neuhauser, Rai, ParelliBrannaman,
oder  Römbke (ein schöner Beispielfilm von ihm über freie Bodenarbeit ist auf youtube zu sehen)



Sonntag, 25. Mai 2014

Schmerzlindernde Diclofenac Salbe für den Menschen kann lebensgefährlich sein für Tiere.


Nicht jedes Medikament für den Menschen ist aufgrund des anderen Stoffwechsels der Tiere für diese auch geeignet. Im schlimmsten Fall ist es lebensgefährlich.
In einem Artikel des VFD geht es um die schmerzstillende Salbe Diclofenac. 

Montag, 19. Mai 2014

Eine etwas andere Apfeltasche ;-)


Sind Sie auch mit dem Pferd auf öffentlichen Strassen und Wegen unterwegs?
Reiter und Pferd hinterlassen manchmal Spuren. Aber Pferdeäpfel auf der Strasse und auf den Gehwegen sind Grund für manches Ärgernis. Das gehört jetzt der Vergangenheit an.

Die Apfeltasche.

Pferdeanhänger - Verleih, ... hätten Sie das gewußt?


Diese Info ist für die Halter von Pferdeanhängern. Im Fall der Fälle haftet der Halter auch beim Verleih.

Bei einem Unfall mit dem Pferdeanhänger haftet nicht nur der Halter des Zugfahrzeugs, sondern auch der des Anhängers. Trotz dieser Haftung kann sich aber der Halter des Anhängers das Geld bei Führer des Zugfahrzeugs wieder zurück holen.

Deshalb gilt: wer auf Nummer sicher gehen will, unbedingt dokumentieren, wer wann den Anhänger ausgeliehen hat.
Es gibt auch eine freiwillige Hängerversicherung, die eine Gefährdungshaftung des § 7 StVG in vollem Unfang umfasst.

Sicher mit dem Pferd im Strassenverkehr unterwegs


Der VFD hat die Sicherheitsregeln im Strassenverkehr zusammen gestellt. Lesen Sie hier den Artikel.


Mittwoch, 14. Mai 2014

Grad Prix Dressur - zweimal anders geritten...


Freiheit einmal anders gelebt:

Die klassische Grad Prix Dressur geritten,
einmal von MistralAlizee ein Film bei youtube,
und von ritordo auch ein Film bei youtube.

Dienstag, 13. Mai 2014

Weidelgras - enthält durch Symbionten gefährliche Hufreheauslöser für Pferde wie auch für Esel


Hanno M. Pilartz hat einen schönen Artikel im
Vereinsblatt der Eselnothilfe http://www.noteselhilfe.org/ veröffentlicht.
Diese Information ist auch für Pferdehalter recht interessant, da es um hufreheauslösende Futterpflanzen geht, denen hoch potente Ergot-Alkaloide angezüchtet sind, die in Symbiose mit dem deutschen Weidelgras existieren, um dieses ertragreich zu machen und gegen Freßfeinde wie Insekten zu schützen. Dieser Symbiont ist ein Pilz, der unseren Haustieren schadet.

Wie man entsprechend gutes Heu erkennt und vieles mehr lesen Sie hier im Artikel, der sich ab Seite 15 des Vereinsblattes befindet:
Die Pflanze des Monats: Deutsches Weidelgras

Zum Weiterlesen und Vertiefen des Themas hat er folgende Empfehlungen gegeben:
http://www.gesundehufe.com/giftige-graeser-fuer-pferde.html
http://www.pferde-tierheilpraktikerin.de/endophytengifte.htm
http://www.vfdnet.de/index.php/reiten-literatur
http://www.starke-pferde.de/Inhaltsangaben/page%204%2069.html


Samstag, 10. Mai 2014

Pferde kommen auch in´s Rentenalter

Pferde im Rentenalter sehen meist etwas dürr und klapprig aus, das Fell ist nicht mehr so schön, das hängt mit den Alterserscheinungen zusammen.

Sie können nicht mehr gut kauen, deshalb muss der Zahnarzt häufiger kontrollieren, oder es muss das Futter entsprechend zerkleinert und aufgeweicht werden, die Zusammensetzung des Futters muss entsprechend verändert werden, weil der Stoffwechsel nicht mehr wie früher funktioniert, und eventuell muss die Haltungsform verändert werden.

Einen schönen Artikel über Pferde, die ins Rentenalter kommen, habe ich hier gefunden.
Viel Spaß beim Lesen:

Reiterforum bei Pferd.de



Dienstag, 29. April 2014

Freitag, 11. April 2014

Meine Zusatz-Futter-Empfehlungen für Arthrosepferde bei Amazon

Meine Futterempfehlungen bei Amazon im Partnershop gleich zum Bestellen.


Arthrose, Spat, und die Alterswehwehchen... meine Futterzusammenstellung hilft Tafi

Tägliche Mengen:
Rauhfutter: Tagsüber Heu - Fütterung zur freien Verfügung, + nachts ein Heunetz ca. 7 kg.
Einstreu: Stroh, frißt sie auch.

Nach Jahreszeit frisches Gras auf der Weide,
zusätzlich frischer Löwenzahn, ab und zu 1 Eimer voll, wenn verfügbar (ist sie ganz gierig drauf)

Kein Kraftfutter, da sie ja nicht übermäßig beansprucht wird.
Sie erhält aber weitere Komponenten:

Mineral - Mischung:

Mineralfutter: Equigreen Huminomineral von CD vet, mal googlen wegen dem Preis!
Die Futterempfehlung ist für ein Pferd von 600 kg, ist nicht anders auf der Packung angegeben.

Wegen dem Geschmack noch dazu:
1 Handvoll Hippolyt Struktur Energetikum

1 Handvoll Marstall Kräutermix Synfonie

Maisflocken hat sie bekommen um Gewicht aufzuholen, was sie verloren hatte, als sie noch Tag und Nacht in der Herde war, bekommt sie momentan aber nicht mehr, da sie ihr Gewicht wieder aufgeholt hat.

Ca. 2x im Jahr als Kur je einen Sack voll:
Getrocknete Rote Beete
und Getrocknete Möhren -davon bekommt sie täglich je eine Handvoll, ich habe gelesen, dass dort etwas drin ist, was sie von frischen Möhren nicht erhält, beides ist gut für die Gelenke

in Verbindung mit anderen Zutaten der Liste:

(1 Teelöffel Grünlippmuschelpulver mit
6 gr. Chondroitin
und Glucosamin, MSM
25ml Teufelskralle flüssig (bitte nicht dauerhaft füttern)
schmeckt ihr nicht besonders, wenn es geht sortiert sie aus, deswegen gut vermischt mit leckerem Kräutermix oder auch mal eine halbe Flasche Malzbier drüber, oder auch mal Äpfel und/oder Möhren ganz fein geschnipselt, das riecht dann gesamt besser für sie) 
deshalb momentan als 
Mischung von PelletsMAKANA ® Grünlipp 30, welche sie lieber frisst.

1 Esslöffel Kieselerde

bei nasskaltem Winterwetter gibt es ca. 1-2 x pro Woche 500 g
Irish Mash, schön warm auch mit dem restlichen Zusatzfutter vermischt,
oder Heucobs mit heißem Wasser aufgeweicht, dass auch mal was Warmes im Maul ist ;-)


Zusätzlich:

Frische Möhren, Äpfel, Birnen, oder gemischt, imWinter je nach Verfügbarkeit pro Tag nicht mehr als 1 kg, im Sommer/Herbst bei Gewöhnung an Saftfutter auch mal etwas mehr nach Verfügung unter den Obstbäumen. (Äußerst selten mal eine Banane oder Weintrauben, oder eine Mandarine oder Orange)

Belohnungshappen:

Heucobs
ab und zu mal eine harte Scheibe Brot oder ein Brötchen zum Knabbern,
schmackhaftere Vollkornpellets oder natürlich auch Bergkräuter-Leckerlis.

Donnerstag, 27. März 2014

Dressage With a Purpose, not for Sport

   

Trained in english riding since I was 8 years old, I prefer currently natural Horsemanship and the communication on the ground. But there is something that appeals to me very much:

www.horseboyworld.com

"Perhaps the reason why we are able to communicate dressage well is because we do it for a reason: to help kids.
Ultimately the only reason we do dressage here at New Trails is because we need to create horses that give oxytocin to the children we ride with and therefore open up the child’s brain to learning.
We train dressage so we can teach a kid math on horseback.
The dressage is not the end in itself.
This gives us a perspective on the situation that few other than perhaps bullfighters and showjumpers have – that dressage is there to help a horse and rider get to where they want to get: even if its just to have a really nice soft safe balanced trail horse.
Dressage was never intended to be an end in and of itself. And the problem with sport dressage is that stress is inherent in all sport, because there is a score and a judge from the moment you begin, who never goes away; and the only joy is in good performance, and there is competition and judgment and therefore human ego at every level."


Mittwoch, 26. März 2014

Free live webinar with the amazing Rupert Isaacson

Marijke de Jong:
During the webinar we will talk about his wonderful work at the Horse
Boy Foundation and we will look back at an empowering week together
at his ranch in Texas USA. 
So don't miss out and join us by clicking this link:

Montag, 24. März 2014

Die Pferdezahnfee - wie oft und warum müssen Pferde zum Zahnarzt?


Auf der Seite der Pferde-Dentalpraktikerin Rabea Neubaum können wir nachlesen, dass Pferde regelmäßig zum Zahnarzt müssen. Oder besser gessagt, der Zahnarzt kommt in den Stall.
Je nach Alter müssen die Zähne halbjährlich oder jährlich kontrolliert werden, um Problemen vorzubeugen.
Lesen Sie hier, wann und warum Pferdezähne regelmäßig kontrolliert werden müssen.

Ihre Themen unter anderem: Wolfszähne, Hengstzähne, Stuten mit Hengstzähnen...

Ein schönes Video, wie die Zahnbearbeitung in der Animation aussieht ist auf dieser Seite zu sehen:
http://www.horse-dentist.de/de/homepage/19-beitraege/seiten/8-raspeln


Freitag, 21. März 2014

Freitag, 14. März 2014

Mittwoch, 5. März 2014

Matsch auf der Koppel, oder trockene Trampelpfade, wie lässt sich das bewerkstelligen?

Ein paar gute Ideen dazu sind hier nachzulesen, mit einigen Bildern versehen:
Offenstallkonzepte.com/pfade


hier ein Inhaltsverzeichnis zu dem passenden Buch:

Ein paar Offenstallkonzepte auch hier: 

Und dann soll es ja noch bei einem neuen Projekt eine Art Hindernislauf geben, mit Bauvoranfragen, Baugenehmigung, Bauantrag, Nutzungsänderungen einer Scheune z. B., Landesbaugesetze, Umweltausgleichsmaßnahmen, was geschieht mit dem Regenwasser, Versickerungsflächen, Größenangaben im Einklang der Leitlinien für Pferdehaltung, usw:
Auch dafür gibt es ein Buch:
und eine Website:

Ein schöner Platz für Tafi ist schon fertig:
Nicht jedes Pferd ist gleichermaßen für die Gruppe geeignet. Tafi hat Arthrose. Sie legt sich in der Gruppe nicht mehr hin, weil sie nicht so schnell aufspringen kann, wenn sie weichen muss und wurde schon öfter verprügelt. Natürlich ruht sie sich gern öfter mal aus und legt ihre müden Knochen ab. Hier im überdachten Paddock kann sie das.  Ein Teil ist mit Stroh eingestreut, der andere Teil mit Sand. Über dem Stroh ist ein Dach und in einer Ecke ein Heunetz angebracht. So kann sie barrierefrei etwas geradeaus laufen. Für sie eine Wohltat. Tagsüber ist sie Gast in der Offenstallgruppe, abends darf sie in ihrem Paddock bleiben bis zum nächsten Morgen. 
Inzwischen sind wir umgezogen und sie genießt einen viel größeren Auslauf ;-)


Samstag, 1. März 2014

Chester. Ausbildung Teil 1-3 (Playlist)



Chester ist als 2 jähriger Wallach zu uns gekommen, leider mit einem Kieferbruch. Nach langer Genesungsphase geht es ihm nun sehr gut.

Er wird ausgebildet in natural Horsemanship und im natürlichen Reiten.

Hier in der Playlist ist zu sehen, der Anfang der Ausbildung, Zwischenstationen und der momentane Stand.

Man sieht die deutliche Veränderung im Verhalten.

Viel Spaß beim Zuschauen.

Freitag, 28. Februar 2014

Wie bekommt man die Wurmkur leicht ins Pferd, fragte ich mich?

Wäre es nicht schön, wenn das ohne Kampf und sträuben dagegen klappen würde?

Chester war ein besonders hartnäckiger Fall.
Er hatte einen schweren Kieferbruch, der glücklicherweise gut verheilte.
Niemanden ließ er aber an sein Maul fassen. Die Erinnerung an den Schmerz war zu groß.

Das Drama bei der Verabreichung der Wurmkur kann man sich vorstellen.
Mit Steigen und uns davon zerren hatten wir das volle Programm.
Obwohl wir nie eine Trense benutzten, hatte er trotzdem Schwierigkeiten am Halfter festgehalten zu werden.

Um es vorweg zu nehmen, es gibt keinen Knopf den man an einem Pferd drücken könnte, dass es dann doch funktioniert. Wir mussten uns in so einem Fall viel Geduld und Zeit nehmen.

Als er nach der Operation zu uns an den Stall kam haben wir damit begonnen, ihn niemals am Kopf fest zu halten. Musste auch nicht sein, er folgte uns gern freiwillig. Natural Horsemanship und Kommunikation mit Körpersprache ist ja wohl niemandem mehr ein Geheimnis ;-) Festbinden ging auch noch nicht.

Langsam gewann er das Vertrauen zurück, dass ihm nichts geschieht, wenn wir den Strick an seinem Kopf mal etwas fester hielten.
Mit der Zeit ließ er es zu, den Strick zwei mal gewickelt um den Anbindepfosten zu legen.
Langsam gewöhnte er sich daran, nicht sofort zu steigen, wenn er Zug am Seil spürte.

Aber die erste Wurmkur kam unausweichlich auf uns zu. In große Löwenzahnblätter gewickelt verabreichte ich Tropfen für Tropfen. Das konnte so nicht weiter gehen. Denn sobald er das schmeckte, spuckte er es wieder aus.

Ich bewaffnete mich mit viel Zeit, Geduld, und einer Spritze voll mit Apfelmus.
Den ganzen Tag hatte ich mir dafür eingeplant.
Dann nahm ich ihn ans Schnurhalfter, damit er nicht weglaufen konnte und begann mit der Spritze seinem Kopf näher zu kommen.
Zuerst seitlich in Höhe der Augen, hier fand er es nicht gefährlich. Dann strich ich sehr, sehr langsam immer Richtung Maul herab. Sobald er wegzog, fing ich von vorne an. Immer wieder. Bis ich seine Mundwinkel erreichte. Er öffnete fast von allein sein Maul und ließ mich die Spritze darin entleeren.
Dies alles dauerte keine halbe Stunde.
Ich hatte sein Vertrauen gewonnen, dass ich nichts mit Gewalt versuche.

Von dieser Zeit ab konnte ich wirklich alles in sein Maul stecken. Leckerlis, Wurmkuren (bis zum Ende entleert ohne Widerspruch und noch intensiv abgeschleckt, trotz dem widerlichen Geschmack), ich brauche nur noch mit den Fingerspitzen an die Mundwinkel tippen und er macht das Maul auf. ;-)

So einfach kann es sein.
Man kann mir aber nicht mehr erzählen, es läge an dem üblen Geschmack des Inhalts, wenn Pferde das nicht mögen. Ich glaube eher an dem ruckartig rein spritzen, was ziemlich erschreckend sein kann, ohne das vorherige Einverständnis des Pferdes. Ich darf übrigens immer noch seit Jahren, mit zwei Fingern das Maul öffnen und alles mögliche rein stecken. Meistens natürlich Leckerlis und das ohne auch nur ein Halfter dran und frei laufend im Auslauf.

Nur um es mal gesagt zu haben: es klappt vielleicht nicht mit jedem Pferd. Und wenn das Vertrauen fehlt, kann es auch gefährlich werden. Also vorsicht, falls jemand das auch so probieren möchte.
Hier ein Video, wie er das Maul aufmacht
Und hier mit der Spritze ins Maul: https://youtu.be/sp-iz5VFDE4





Donnerstag, 27. Februar 2014

Youtube Kanal und Neues Google+ Profil


Bei Youtube habe ich meinen Kanal mit Pferdevideos überarbeitet.
Ich würde mich freuen dort neue Besucher zu sehen und freue mich auch darauf dort abonniert zu werden, damit meine neuesten Videos immer sofort gesehen werden können. Ich wünsche mir viele Kommentare dazu und gehe gern auf Wünsche ein, was gesehen werden möchte, damit ich passende Videos einstellen kann.
Hier der Link zum meinem Youtube Kanal

Auch ein neues Google+ Profil habe ich erstellt und würde mich über zahlreiche Leser freuen, die mich zu ihren Kreisen hinzu fügen.
Hier der Link zu Google+


Wir sehen uns, bis bald ;-)





Donnerstag, 20. Februar 2014

Eine Beziehung zwischen einem Mädchen und ihrem Pferd. English Content

Alycia Burton and her horse GoldRush, he is mixed breed. QH, Arab, Stationbred, Clyde, TB and probably lots of other breeds in there too. 

Alycia´s Story

"Free Riding" Jumping huge bareback


Free Riding

Her website:
http://freeridingnz.com/international/horses/classic-goldrush/

Über ein Mädchen und ihr Pferd. Ein Film in englischer Sprache. Eine wunderbare Geschichte.



Mittwoch, 19. Februar 2014

Wie Pferd und Mensch kommunizieren können, philosophisch betrachtet...

Betrachten wir uns doch als erstes die Lebensumstände der beiden Spezies.

Mensch:
lebt in Familien,
der Familienverbund zieht gemeinsam die Kinder groß,
diese verlassen erwachsen geworden meist die Familie um eigene Familien zu gründen,
alte Menschen leben integriert im Familienverbund,
arbeitet in Gruppen zusammen,
nimmt gemeinsam Mahlzeiten ein,
es gibt ein Familienoberhaupt, das die Familie nach außen hin vertritt,
und es gibt die Frau des Hauses, die über die Aufgaben innerhalb des Hauses bestimmt
jedenfalls im Normalfall.  ;-)

Pferd:
lebt in Herden,
der Herdenverband erzieht gemeinsam die Fohlen,
die männlichen Herdenmitglieder verlassen im Alter von 1 Jahr den Herdenverband, um sich auf die eigenen Hinterläufe zu stellen,
auch ältere Stuten bleiben in der Herde,
die Herde verbringt den ganzen Tag zusammen mit den jeweils gegebenen Aufgaben,
sie machen alles gemeinsam Fressen, Saufen, Ruhen, Wandern,
der Leithengst bewacht und beschützt die Herde,
die Leitstute bestimmt den Tagesablauf.
Ist das nicht ziemlich ähnlich?

Was macht es uns da so schwer, uns einzufühlen, in das Pferd als solches und sich mit ihm zu verständigen?

Ist es die egoistische Habgier nach Geld und Ruhm, die den Menschen dazu veranlasst, nicht nur die Pferde, sondern auch nahestehende Menschen auszubeuten?
Ich glaube, es ist vielfach Ignoranz und der Herdentrieb, dem wir verfallen, nichtmal der böse Wille.

Wir Menschen sind bequem. Ach ja, noch etwas, was wir mit den Pferden gemeinsam haben. Hätte ich oben noch anmerken sollen:
Das Pferd döst am liebsten und steht sich die Beine in den Bauch,
der einzige Unterschied bei uns: wir liegen auf der Couch rum und drücken uns das Hinterteil breit.

Würden wir öfter anfangen über unser Handeln nachzudenken, was wir meist nicht tun, vielleicht nicht nur aus Bequemlichkeit, sondern auch aus Angst, etwas Unangenehmes ausfindig zu machen, dann könnten wir viel öfter erkennen, dass wir selber viel mehr für uns tun könnten, als wir dachten, dass es uns überhaupt möglich wäre.
Und: wir könnten auch besser verstehen, wie wir mit unseren Pferden besser kommunizieren können.
Denn, wie wir bei näherer Betrachtungsweise sehen, sind wir garnicht so unterschiedlich.

Nun kommen wir aber auch näher an die Essenz der grundlegenden Betrachtung:
Wir sind im allgemeinen so sehr darauf bedacht zu regeln, zu manipulieren und zu delegieren, dass wir es schwer haben uns selber in unserem eigentlichen Sein wahrzunehmen.
Was ist denn unser Lebenszweck?
Unser Bestreben?
Unser Glück?
Kann sein, für jeden etwas anderes.
Was aber bei jedem gleich ist, das ist der innere Friede, dem wir auf der Spur sind, etwas, nach dem jeder trachtet, weil er es als grundlegendes Bedürfnis betrachtet, zufrieden zu sein. Wie auch immer das für den Einzelnen aussehen mag.
Es bleibt aber das eine Gefühl: Zufriedenheit, das für jeden der Antrieb ist, das zu tun, was er meint dafür tun zu müssen um es zu erreichen.

Das eigentliche Problem besteht für uns Menschen nur darin, dass wir meinen, diese Zufriedenheit im Äußeren finden zu können.
Aber egal, was wir auch tun, wir sind nie zufrieden und suchen immer weiter.... warum?
Weil wir die innere Zufriedenheit nicht im Außen finden können. Nur in uns selber.
Ich meine solange wir versuchen, alles mögliche anzustellen um endlich zufrieden zu sein, entfernen wir uns nur mehr von unserer inneren Zufriedenheit.
Erst wenn wir nicht mehr im Äußeren suchen, sondern mit uns zufrieden sind, so wie wir sind, mit dem, was wir haben, annehmen, was um uns herum ist, dann können wir endlich Frieden in uns finden.
Und ich glaube, je mehr wir uns diesem inneren Frieden nähern, umso leichter fällt es uns, dem Pferd in unserem Verständnis näher zu kommen.

Weil wir es dann besser verstehen können in seiner Art. In der vollkommenen Art zufrieden zu sein mit sich. Ein Pferd ist nicht dauernd auf der Suche nach Äußerlichkeiten, es versucht nicht andauernd die Welt um sich herum zu verbessern. Es lebt nur für seine Grundbedürfnisse und sind diese befriedigt, ist es auch zufrieden.
Es versucht nicht zu manipulieren, nicht zu regeln. Jedes Herdenmitglied hält sich an Regeln, weil es dem Überleben und der ganzen Art dient. Es macht so einen friedvollen Eindruck, eine Herde grasen und dösen zu sehen. Vielleicht fühlen wir uns deshalb von Pferden so angezogen.
Nur der Mensch kann so manipulativ in die Natur eingreifen, dass er es dem Pferd unmöglich macht, friedvoll zu bleiben.

Wollen wir nun mit dem Pferd kommunizieren um zu eigenem Frieden zu gelangen, müssen wir uns auf seine Ebene heben. Das Pferd hat kein Bedürfnis und nicht die Fähigkeit dazu, wozu auch, es hat ja schon, wonach wir noch auf der Suche sind.
Also müssen wir erstmal innerlich und äußerlich zur Ruhe kommen. Still werden. Mit unseren Gedanken, Gefühlen und im Handeln. Sonst können wir nicht zuhören. Wir müssen uns öffnen, dem, was die Pferd uns sagen können. Und wenn wir still werden können, kommen wir in Resonanz mit dem Pferd. Und das Pferd kann in Resonanz mit uns gelangen. Hier kann Kommunikation beginnen.

Dann können wir uns einschwingen auf der Ebene, wo wir das Pferd anfangen zu verstehen. Im Innersten. Im Gefühl. Und dann können wir spüren, wie das Pferd auf uns reagiert. Wir müssen in jedem Moment wach bleiben, konzentriert, entspannt, uns nicht ablenken lassen, von der äußeren Welt. Ganz bei uns bleiben und dem Pferd, unserem Gegenüber. Denn ohne Gegenüber auf gleicher Ebene kann keine Kommunikation stattfinden.

Das Pferd kann unser Lehrmeister werden. Wenn wir uns öffnen dafür. Es braucht keinen Menschen um uns zu sagen was wir tun müssen. Wir müssen uns nur selber erlauben offen zu sein, für diese Art der Kommunikation, dann werden wir alles erfahren, von den Pferden. Wir müssen aufhören zu manipulieren oder zu denken wir müssten etwas Bestimmtes tun, damit es funktioniert. Im Gegenteil. Wir müssen aufhören etwas tun zu wollen. Dann können wir anfangen zu verstehen. Nur, wenn wir still werden, können wir zuhören. Und wir wollen ja kommunizieren und unser Gegenüber zu Wort kommen lassen, oder?

Wenn wir offen werden für diese Art der Kommunikation und uns öffnen für die Bedürfnisse unserer Pferde, dann mögen unsere Pferde auch mit uns kommunizieren, denn sie haben auch etwas zu sagen. Sie mögen Zuneigung ausdrücken, Bedürfnisse, sie mögen Spielen, sie mögen gemeinsam Dinge tun, oder gemeinsam einfach Zeit verbringen, wie es eben wahre Freunde zusammen erleben mögen. Nicht nur Aufgaben erfüllen, die getan werden müssen. Sondern einfach zusammen Spaß haben. Das kann wenig in unseren Augen sein. Dem Pferd aber viel bedeuten. Und letztendlich uns, weil es uns zu unserem eigenen Frieden bringt.

Aus Sicht anderer Menschen mache ich wohl sehr wenig mit meinen Pferden. Ich "arbeite" sie wenig. Aber wenn ich zum Auslauf komme, kommen sie freudig angerannt, begrüßen mich grummelnd und freuen sich auf die gemeinsame Zeit, die sie nun mit mir verbringen werden. Ich glaube sagen zu können, wir haben gemeinsam Spaß. Ich nehme mir keine bestimmten Aufgaben vor. Versuche eine Richtung einzuhalten, einen Weg voran. Mehr nicht. Und das, wozu wir gemeinsam Lust haben an diesem Tag, das sehe ich als Ziel in dieser Einheit. Egal ob ich eine Lektion 10 mal beginne, oder ob sie beim 1. mal sitzt. Es ist egal. Hier ist der Weg das Ziel.

Ich brauche zum Gradmesser unserer Zufriedenheit keine Wettbewerbe. Das überlasse ich den kommerziellen Veranstaltungen, denn das sind Äußerlichkeiten, die mir keine Zufriedenheit geben können. Nicht wirklich. Aber leider funktioniert das größtenteils in der Welt noch hervorragend. Warum wohl? Vielleicht weil viele Menschen noch immer der Meinung sind, Spaß und Freude im Außen zu finden. Aber es fängt ein neues Denken an. Überall. Immer mehr. Und mit jedem Leser dieser Blogbeiträge bestätigt sich dies für mich, ich freue mich über Ihr Interesse, danke ;-)